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 Power Rangers Alliance of Light 
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Beitrag Re: Power Rangers Alliance of Light
Episode 6

Wahre Freunde Teil 2

Der Angreifer zog seinen Umhang von den Schultern und zum Vorschein kam tatsächlich der gelbe Ranger. „Die Jordan die ihr kanntet existiert nicht mehr!“, rief der gelbe Ranger und drehte sich wieder zu den anderen um.
Robert und Chris hatten sich wieder erhoben und blickten fassungslos zu ihrer Freundin. Was zum Teufel treibt Jordan da?
Hat die nen Schuss? Was zur Hölle soll das?, fragte sich Robert.
„Robert, mich beschleicht da ein ganz mieses Gefühl. Wir müssen sofort zur Prinzessin zurück!“, meinte Chris aufgebracht.
„Und was ist mit Jordan? Sollen wir sie einfach so zurücklassen“, widersprach Robert.
„So können wir sie auf keinen Fall mitnehmen, wer weiß was die im Tempel alles anstellt!“, warf Chris ein. Darauf bekam er von Jordan eine Antwort: „Ja, wer weiß was ich dort alles anstelle!“ Dann griff sie erneut an. Sie nutzte die Dunkelheit um sie herum und gewann daraus an Kraft. Sie rannte auf ihre Freunde zu und mit zwei kräftigen Schwerthieben gegen die Brust wurden diese durch die Luft geschleudert.
„Los jetzt, zurück zu Kala!“, drängte Chris und stand wieder auf.
„Nein! Wir nehmen Jordan mit damit Kala ihr irgendwie helfen kann!“, entschied der Anführer, „Hilf mir sie zu packen und weg zu bringen, oder willst du das die Schatten ihr etwas antun!“
Ohne eine Antwort des blauen Rangers abzuwarten ging Robert auf Jordan zu. Er blieb unbewaffnet um seiner Freundin keinen Grund zu einem weiteren Angriff zu geben.
Obwohl sie eigentlich auch so keinen hat, was ist nur ihr Problem?, dachte er.
„Alles in Ordnung, Jordan! Ich will nur mit dir reden!“, rief der rote Ranger und hob dabei seine Arme um sie zu beruhigen. Entschlossen schritt er weiter.
„Sei still und kämpf!“, schrie sie nur und stürmte mit ihren Sonnenklingen auf Robert zu. Dieser wehrte die Schläge so gut er konnte mit seinen noch nach hinten gerichteten Klingen ab.
„Robert begreif´ doch! Die Schatten haben sie doch schon längst erwischt! Sonst hätte sie uns nie angegriffen!“, versuchte Chris seinen Freund klar zu machen. Er musste ihn von der Dummheit abhalten, Jordan in ihrem jetzigen Zustand in den Sonnentempel zu bringen. Robert verteidigte sich noch immer, aber Jordans neuen Kräften konnte er nicht auf Dauer standhalten und steckte immer mehr Schläge ein. Geschlagen ging er zu Boden.
„Auf nimmer Wiedersehen, Anführer!“, spottet der gelbe Ranger und holte zum finalen Schlag aus. Doch Jordan wurde von hinten gepackt und zur Seite gestoßen. Gerade noch rechtzeitig konnte der blaue Ranger eingreifen. Er ging zu Robert und teleportierte sich mit ihm weg. Wütend schrie Jordan auf und begab sich zu ihren neuen Herren zurück.

Im Sonnentempel angekommen musste Chris seinem Freund erstmal wieder auf die Beine helfen. Kala hatte natürlich alles mit angesehen und konnte sich schon denken was los war. Besorgt kam sie zu den Rangers und fragte: „Alles in Ordnung mit euch?“
„Nein, nichts ist in Ordnung! Jordan dreht völlig durch!“, rief Robert wütend, „Und wir lassen sie einfach zurück ohne ihr zu helfen!“
„Wie wär´s denn mal mit nem netten Dankeschön das ich dir das Leben gerettet hab! Man Robert, wie hätten wir ihr denn helfen sollen? Die Schatten haben ihr eine Gehirnwäsche verpasst! Deswegen sind die Schattenkrieger aufgetaucht und deswegen hat sie nicht geantwortet! Ich wette die haben sogar diesen John eingesammelt!“, versuchte Chris klar zustellen.
„Er hat Recht!“, fügte die Prinzessin hinzu, „Die Schatten müssen sie verschleppt haben. Jordan steht nun unter deren Kontrolle und tut alles was man von ihr verlangt. Die Brüder haben ihre Seele verdunkelt.“
„Verdammt! Und was sollen wir dagegen tun? Wie können wir Jordan davon befreien?“, verlangte Robert von Prinzessin Kala zu wissen. Er hatte Mühe sich zu beherrschen und seine Stimme ruhig zu halten. „Und wenn sie tatsächlich auch John haben, wie können wir zu ihnen gelangen und ihn da raus holen?“
„Nun, eure Zords sind dazu in der Lage euch in die Schattendimension zu bringen. Aber es wäre nicht ratsam sich direkt in die Höhle des Löwen zu begeben.“, beantwortete Kala zunächst mal die einfachere Frage. „Und was Jordan betrifft, so hat man ihr jegliche guten Charaktereigenschaften geraubt. Der schwarze Nebel des Hasses steckt in ihr. Sie ist jetzt nur noch ein kaltes und gefühlloses Wesen das sich von den Schatten leiten lässt.“
„Ja aber das muss man doch wieder rückgängig machen können!“, rief Chris verzweifelt. Die beiden Rangers starrten die Prinzessin an und warteten auf eine Antwort.
„Ich fürchte das geht nur indem ihr ihr zeigt was Menschlichkeit ist. Zeigt ihr was Gefühle sind und taut ihr gefrorenes Herz wieder auf!“, erklärte Kala.
„Aber sie wird uns doch wohl kaum zuhören, wie sollen wir das anstellen?“, fragte Chris nun sichtlich enttäuscht.
Robert dachte angestrengt nach. Wie sollten sie ihr nur ihre Menschlichkeit zurückgeben? Und dann war da auch noch die Sache mit John.
Schätze jetzt muss der Anführer eine Lösung finden. Also denk nach man! Wie können wir Jordan zurückholen? Und John, wenn er überhaupt bei den Schatten ist, aber wo denn sonst? Verdammt noch mal. Aber wie...wär´s denn damit... überlegte Robert.
„Alles was wir mach müssen wäre doch Jordan zu zeigen wer ihre Freunde sind. Wenn wir die Helme abnehmen und unsere Gesichter zeigen, ich meine sie kann uns doch nicht vollständig vergessen haben!“, versuchte Robert seine Idee zu erklären.
„Das ist alles? Unsere Gesichter zeigen und hoffen das sie uns nicht ein Loch in den Kopf schießt!“, meinte Chris ungläubig.
„Wenn du eine bessere Idee hast, dann verrate sie uns!“, brauste Robert auf.
„Schon gut, ok! Dann los jetzt, vielleicht kommt Jordan sobald wir wieder auftauchen!“, rief Chris und die Rangers verschwanden wieder.
„Viel Glück Rangers, ihr könnt es brauchen.“, sagte Kala noch leise vor sich hin. Nachdenklich schritt sie in die Bibliothek zurück.

Der höhlenartige Tempel der Schatten wurde kurz in gleißendes Licht getaucht und der gelbe Ranger erschien vor den zwei anwesenden Brüdern. Mal´akh ging nach wie vor einer anderen Sache nach.
„Meister, bitte entschuldigt mein Versagen! Wären sie nicht geflohen, dann hätte ich sie wie ihr es wünschtet vernichtet!“, rief Jordan und verbeugte sich. Morpheus und Minos saßen auf ihren Thronen.
„Das nächste Mal wirst du sie erledigen bevor sie überhaupt die Möglichkeit zur Flucht haben!“, sprach Morpheus, „Halte dich bereit!“
„Ja, Meister!“, antwortete sie, verbeugte sich und verschwand.

Mantikes hatte seine eigenen Befehle. Er sollte sich um John kümmern, der mehr zufällig von den Schattenkriegern entführt wurde. Doch Morpheus nutzte die Gelegenheit und hatte Pläne mit ihm. Mantikes sollte den Gefangenen für alles weitere vorbereiten. In einer dunklen Kammer entzog der General John erst seine ganzen Erinnerungen. Dann machte er es wie Morpheus schon zuvor bei Jordan und erfüllte John mit Hass. Er sollte zu einem gehorsamen Krieger werden der nur noch von seinem Hass geleitet wird und an nichts anderes mehr denken kann als ans kämpfen. Und ihm würde sicherlich nicht sein Gewissen im Weg stehen, den woher sollte er ohne Gedächtnis wissen was falsch war? Nun, nachdem John nur noch den Wunsch hatte stärker als seine Feinde zu sein, wurde er von Mantikes in einen großen Raum unterhalb des Tempels geführt. Dort lebte eine Kreatur, die man nur die „Höllenbestie“ nannte. Wer ihr Blut trank der konnte angeblich sogar den Tot überstehen. Die Bestie würde einem Schattengeneral gehorchen und so ließ Mantikes einen Krug mit Blut voll laufen und gab ihm John zu trinken. Das war die Voraussetzung damit John auch den nächsten Schritt überstehen konnte.
Die Rangers tauchten inzwischen wieder im Park auf und hofften das Jordan auch kommen würde.
„Hey Jordan, wir sind´s! Ich dachte du willst uns erledigen, also komm!“, rief Robert, in der Hoffnung das Jordan kommen würde.
„Ich komm mir wie auf dem Präsentierteller vor.“, meinte Chris. Im Park war es immer noch dunkel, es war noch sehr früh am Morgen. Die beiden Rangers standen auf einer großen Wiese und nur am Rand gab es Bäume die sie möglicherweise als Deckung nutzen konnten.
Kurz darauf erschien auch schon Jordan. Man hörte ein wirres Lachen von ihr und sie rief: „Ihr habt nach mir gerufen, wie dumm von euch!“ Dann zog sie schnell ihre Laserpistole bevor die anderen überhaupt reagieren konnten und schoss auf ihre Gegner. Nachdem der rote und blaue Ranger einige Schüsse einstecken mussten, rollten sie sich zur Seite ab.
„Jordan, hör auf damit! Wir sind deine Freunde!“, rief Chris in ihre Richtung. Er lief auf Jordan zu und wich dabei geschickt den Schüssen aus. Robert trat schnell an seine Seite.
„Hör uns doch erstmal zu! Wir wollen dir nichts tun!“, sprach Robert. Vom ständigen ausweichen ging ihm langsam die Puste aus.
„Genau, du siehst doch doch das wir dich nicht angreifen! Also stecke die Waffe weg!“, fügte Chris hinzu.
„OK, ich stecke die Waffe weg!“, antwortete der gelbe Ranger grinsend, „Aber nur damit ich die Hände für die hier frei hab! Levispeer aktivieren!“ Mit der stabähnlichen Waffe ging Jordan nun in den Nahkampf über. Robert und Chris nutzten die nach hinten gerichteten Sonnenklingen um die Schläge abblocken zu können, doch Jordan schlug mit solcher Wucht zu, dass die anderen nach hinten gedrängt wurden. Langsam wich ihnen die Stärke aus ihren Armen und die zwei Rangers wurden hart an der Brust getroffen. Aus den Anzügen sprühten Funken. Um nicht noch mehr Schaden davonzutragen, sprangen sie in die Luft und brachten etwas Distanz zwischen sich und den gelben Ranger. „Da hattest du wirklich nen tollen Plan! So wie die drauf ist wird sie uns niemals zuhören!“, beschwerte sich Chris.
„Ich hab auch nicht gesagt das es einfach sein wird!“, meinte Robert.
„Genug geredet! Schlangenattacke!“, rief Jordan. Hinter ihr erschien nun ihr Leviathanzord in kleinerer Größe. Der gelbe Ranger sprang in die Luft und hielt den Levispeer waagrecht nach vorn. Aus dem Maul des Leviathans schoss nun ein Wasserstrahl der Jordan nach vorn katapultierte. Mit ihrer Waffe riss sie die beiden Jungs von den Füßen. Mühsam erhoben sie sich wieder. Jordan landete in einiger Entfernung wieder auf dem Boden.
„Jetzt oder nie!“, meinte Robert und blickte zu Chris, dann nahm er sich den Helm ab. Sein Freund tat es ihm gleich. Mit den Helmen unter ihren Armen marschierten sie auf Jordan zu.
„Sieh uns an! Wir sind deine Freunde! Wir wollen dir nur helfen, nichts weiter!“, erklärte Robert mit eindringlicher Stimme. Was rede ich da? Es herrscht finsterste Nacht, als ob sie uns da erkennen würde! Aber andererseits ist sie jetzt in der Finsternis zu hause.
Jordan schien kurz inne zuhalten als sie erneut angreifen wollte. Doch dann schüttelte sie nur kurz mit dem Kopf und ging mit dem Levispeer wieder auf die Rangers los. Schnell traf Robert eine Entscheidung: „Ich packe sie und du versuchst sie von uns zu überzeugen, ok?!“ Chris nickte ihm zu. Der rote Ranger warf seinen Helm auf den Boden und sprang hinter Jordan, die in diesem Moment zum Schlag ausholte. Während Chris der Attacke auswich und ebenfalls seinen Helm fallen ließ, kam Robert hinter Jordan und packte sie an den Oberarmen. „Sieh ihn an, los!“, drang Roberts laute Stimme in ihr Ohr. Jordan warf einen flüchtigen Blick auf das Gesicht des blauen Rangers und Robert spürte wie sie wieder kurz ruhig blieb. Aber dann rammte sie sein rechtes Schienbein und schüttelte ihn ab.
„Was immer ihr auch vorhaben mögt, ihr könnt es euch sparen!“, schrie sie wütend, „Meine Meister wünschen euren Untergang und ich werde sie nicht enttäuschen!“ Ein merkwürdiges Gefühl überkam sie plötzlich, doch sie achtete nicht weiter darauf. Sie durfte sich von ihren Gegnern nichts einreden lassen.
„Denk doch mal nach!“, forderte Chris sie auf, „Wenn du uns erledigst dann bist du als nächstes dran! Sie benutzen dich nur und dann entsorgen sie dich!“
„Sei still!“, fauchte Jordan zornig. Sie zog ihre Laserpistole und feuerte auf Chris, doch dieser reagierte schnell und wich aus.
„Robert, es hat keinen Sinn! Sie erkennt uns nicht wieder!“, rief Chris verzweifelt. Robert dachte einen Moment nach. Wie sollten sie Jordan nur überzeugen können? Während er zu Chris lief kam er auf eine Idee.
„Wenn wir es nicht schaffen, dann vielleicht dieser John! Sie scheint ihn ja sehr mögen, vielleicht genug damit das den Bann bricht!“, meinte Robert als er seinen Freund erreichte.
„Das hier kein Märchen Robert! Und steckt John nicht selbst in der Schattenwelt fest?“, sagte Chris niedergeschlagen. Ohne weiter nachzudenken traf der Anführer kurzerhand einen Entschluss: „Ich hol ihn da raus! Du beschäftigst Jordan solange, ich bin zurück so schnell ich kann!“ Chris meinte sich verhört zu haben. „Wie? Hast du nen Schaden?! Du kannst unmöglich allein zu den Psychopathen gehen! Das ist Selbstmord!“, warf ihm Chris vor.
„Haben wir denn eine Wahl? Jordan muss erkennen wer ihre Freunde sind! Prinzessin Kala hat gesagt das die Zords uns in die Schattendimension führen können. Vertrau mir einfach, ich weiß was ich tue! Und außerdem können wir John nicht einfach im Stich lassen!“, meinte Robert fest entschlossen. Chris schien immer noch zu zweifeln, doch die erneuten Lasersalven die Jordan abfeuerte ließen ihn erkennen das sie schnell handeln mussten.
„OK, aber mach das du unbeschadet mit John da wieder raus kommst! Ich versuch hier weiterhin mein bestes!“, stimmte Chris endlich zu.
Sunlight Power Up!“, rief Robert und hatte nun wieder seinen Helm auf. Dann konzentrierte er sich und sein Morpher leuchtete hell, sein Drachenzord erschien.
„Hals- und Beinbruch Kumpel!“, sagte er zu seinem Freund und bemannte dann seinen Zord. Im Inneren sprach er dann zu seinem Drachen: „Bring mich in die Schattendimension!“ Der Drachenzord gehorchte und verschwand in hellem Licht. Chris hatte dummerweise dabei zugesehen und wurde nun von einigen Laserschüssen getroffen. Von irgend woher hörte er ein Lachen.
„Das reicht jetzt Jordan! Ich werde nicht gegen dich kämpfen!“, schrie der blaue Ranger.
„Gut, dann kämpfe doch gegen die hier!“ sagte Jordan hinterhältig, „Schattenkrieger!“ Daraufhin erschien ein Trupp dunkler Krieger, der sich vor dem gelben Ranger versammelte.
„Langsam geht dir mir auf den Zeiger!“, fluchte Chris. Nun musste er sich noch einmal verwandeln.
Sunlight Power Up!“, rief er und war nun wieder vollständig verwandelt. „Greifenaxt!“ Bewaffnet stürmte er auf die Schattenkrieger zu. Er sprang in die Gruppe hinein und drehte sich mit der ausgestreckten Axt ein paar mal um sich selbst. Die umstehenden Gegner lösten sich in schwarzem Rauch auf. Den nächsten verpasste einen Kick in die Magengrube und ließ weitere Krieger auf sich zukommen. Er duckte sich unter ihren Schlägen weg und schlug aus der Hocke weiter mit der Axt zu.

Währenddessen durchflog der rote Drache verschiedene Welten und erreichte schließlich die Schattendimension. Dieser düstere Ort war von dunkelvioletten Wolken verhangen und bestand hauptsächlich aus schwarzen, zerklüfteten Bergen. Aus der Luft sah Robert die riesige Tempelanlage. Sie befand sich mitten in einem großen Tal, ringsum ragten die Berge empor. Der Tempel selbst war ebenfalls schwarz und kaum von den Bergen zu unterscheiden. Die nördliche Seite war direkt mit dem Bergmassiv verbunden, wahrscheinlich waren die Berge nur so mit Höhlen und Tunneln durchzogen. Ansonsten gab es einen elliptischen Hauptbau der außen von Säulen umrandet war. Links, rechts und in der Mitte standen drei riesige, gleichgroße Türme, die mit mit einer Brücke verbunden waren.
Robert befahl seinem Zord am nördlichen Ende zu landen, möglicherweise befand sich dort ein unauffälliger Höhleneingang der ins Innere führte. Und tatsächlich fand er dort einen Eingang.
Na also, soweit so gut. Ich hoffe nur das niemand meinen Zord gesehen hat! In den diesem Tunnelsystem konnte man leicht die Orientierung verlieren. Robert wusste nicht wohin und vertraute einfach seinem Gefühl wenn er an Weggabelungen ankam. Mit etwas Glück würde er den richtigen Weg finden, was sonst konnte er tun?
Nach einiger Zeit vernahm er seltsame Geräusche. Es hörte sich wie ein Kampf an. Robert drückte sich an die Wand und beobachtete aus seinem Versteck heraus das Geschehen. Er erkannte Mantikes wieder und dann war da noch ein junger Mann den er aus dem Café kannte, John. Er war also tatsächlich hier! Die beiden trugen einen Schwertkampf aus, was hatte das nun wieder zu bedeuten? Mit einem schnellen Satz sprang er aus seiner Deckung heraus und rief laut: „Hey Schattenscheusal! Wenn du einen Gegner suchst dann komm zu mir und lass die Finger von dem Jungen!“ Der rote Ranger aktivierte sein Drachenschwert und schritt auf den General zu, der mehr erfreut als erstaunt über das Auftauchen des Lichtkriegers war.
„Du hättest nicht hierher kommen sollen, aber mir soll es recht sein!“, meinte er lediglich mit einem Grinsen im Gesicht und schritt mit erhobenen Schwert auf Robert zu. Dieser ging gleich in Abwehrstellung. „Hey du!“, er vermied es absichtlich John beim Namen zu nennen, „Geh in Deckung, ich hol dich hier raus!“ Doch John dachte gar nicht daran, viel lieber wollte er selbst den roten Ranger töten. Mantikes erkannte das und wies ihn deshalb zurück: „Nein, er gehört mir! Sieh zu und lerne!“
„Wieso sollte er...!“, wollte Robert verwundert sagen, doch dann leuchtete ihm ein wieso, „Oh nein, nicht du auch noch!“ Dann folgte auch schon die erste Attacke des Schattengenerals, ein kräftiger Schwerthieb gegen Roberts Brust, den er jedoch mit seinem Drachenschwert abblocken konnte. Die Klingen kreuzten sich und Mantikes versuchte mit seiner ungeheuren Stärke die Schwerter an die Kehle seines Gegner zu drücken. Doch Robert sprang zurück und löste die Verbindung. Der Beginn eines harten Schwertkampfes.

Chris hatte inzwischen alle Schattenkrieger besiegt und trennte dem letzten gerade den Kopf mit seiner Axt ab. „Das reicht jetzt mit den Tricks! Wenn du mich unbedingt töten willst, dann sieh mir dabei ins Gesicht, vielleicht erkennst du dann die Wahrheit!“, rief er aufgebracht, „Rückverwandlung!“ Sein Anzug löste sich auf. Das brachte Jordan wieder kurz zum zögern, doch dann zischte sie: „Wie du willst! Sonnenklingen aktivieren!“ Die Klingen an ihren Handgelenken richteten sich noch vorne und wuchsen zu zwei Schwertern. Mit diesen versuchte sie nun Chris zu treffen, der sich aber immer wieder zur Seite retten konnte. Verdammt und ich dachte das klappt! Chris rannte zu den Bäumen am Rand der Wiese um dort Deckung zu suchen. Hoffentlich beeilt sich Robert! Glücklicherweise dämmerte es schon, so konnte Chris besser sehen. Er suchte hinter einem großen Baum Deckung, doch über seinem Kopf stach bereits ein goldenes Schwert in den Baum. Er wollte zum nächsten flüchten, doch auf halbem Weg spürte er einen harten Tritt in den Rücken. Er drehte sich schnell um und schon kam auch der Schwerthieb. Chris konnte nicht mehr rechtzeitig ausweichen und wurde am Hals verletzt. Blut floss aus der Wunde. Er sank zu Boden. Jordan stand über ihm, bereit eine Klinge in sein Herz zu stoßen. Chris wollte etwas sagen, brachte aber keinen Laut heraus.
„Mach dich auf dein Ende gefasst.... Chris!!“, Jordan hielt plötzlich inne bevor sie zu stieß, alte Erinnerungen kamen in ihr hoch. Erinnerungen an einem Mann dem damals in einer dunklen Gasse die Kehle durchgeschnitten wurde. Die schlimmste Erinnerung ihres Lebens und dieser Gedanke ließ andere Erinnerung wiederkehren. Sie verharrte weiter in ihrer Position. Dann erkannte sie endlich die ganze Wahrheit und was sie fast getan hätte. Erschrocken blickte sie hinunter zu Chris, er musste sofort zu einem Arzt! Sie verwandelte sich zurück und teleportierte sich und Chris ins nächste Krankenhaus.

Robert hatte große Mühe sich alleine gegen Mantikes zu behaupten. Und was sollte er nur wegen John machen? Als er erneut gegen eine Wand gedrückt wurde traf er eine Entscheidung: Jordan war im Augenblick wichtiger, wenn sie erst wieder vereint wären dann konnten sie John immer noch retten. Robert hielt mit seiner linken das Drachenschwert und mit der Rechten griff er zur Laserpistole und feuerte in Mantikes´ Magengrube. Dieser ließ von ihm ab und Robert hatte die Gelegenheit von hier zu verschwinden. Er musste sich zu seinem Zord teleportieren der draußen auf ihn wartete. „Es tut mir Leid John, aber ich muss mich zuerst um etwas anderes kümmern! Ich verspreche, dass wir dich hier raus holen!“, rief der rote Ranger und ließ sich von hellem Licht einhüllen. Doch noch bevor Robert verschwunden war, schrie John laut auf und verpasste ihm einen harten Schlag auf den Kopf. Benommen brach Robert draußen zusammen, der Schlag hatte es in sich gehabt. Aber sein Drachenzord würde ihn finden und unbeschadet in den Sonnentempel zurückbringen.

Ende

_________________
Castle: "Es gibt zwei Sorten von Menschen die darüber nachdenken, wie man am besten Leute tötet: Psychopathen und Krimiautoren. Ich gehöre zur besser bezahlten Sorte."


17. Dez 2011, 10:38
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Beitrag Re: Power Rangers Alliance of Light
Episode 7

Schlangen

Der nächste Tag war angebrochen. Die Rangers hatten eine harte Nacht hinter sich. Robert war im Sonnentempel wieder zu sich gekommen, aber der Schlag auf seinen Kopf trotz des Helms hatte seine Erinnerungen an die Ereignisse in der Schattendimension ausgelöscht. Er wusste nicht einmal mehr das er dort war und war darüber verwundert im Tempel auf zu wachen. Mit dröhnendem Schädel machte Robert sich auf den Weg zu seinen Freunden. Von Kala hatte er erfahren, dass Jordan wieder die alte war, aber leider auch das es Chris schlimm erwischt hatte. In ihrem Wahn hatte Jordan ihn fast umgebracht.
Robert war auf den Weg zu Chris´ Wohnung. Er hatte sich bei Jordan gemeldet um zu fragen was los war und hatte erfahren, dass Chris das Krankenhaus auf eigenen Wunsch hin schon wieder verlassen hatte. Er traf sich mit Jordan auf halbem Weg zur Wohnung ihres Kameraden. Als Robert aber seine Freundin erblickte, musste er feststellen das sie ganz schön niedergeschlagen wirkte. Mit leerem Blick und einem ernsten Gesichtsausdruck begrüßte sie ihn: „Tag Robert.“
„Hi.“, erwiderte er etwas verwirrt, „So kenne ich dich gar nicht. Dir scheint die ganze Sache ziemlich nahe zu gehen.“
„Robert, ich hätte ihn fast umgebracht! Er wäre verblutet, so wie damals der eine Mann in der dunklen Gasse!“, meinte sie bitter. Robert wusste nicht was er dazu sagen sollte, also gingen die beiden schweigend weiter. Sie liefen durch die belebte Innenstadt. Chris´ Wohnung war in einem der vielen Hochhäuser in Nähe des Parks.

Die Stimmung im Tempel der Schatten war düster wie die Nacht. Nachdem der letzte, viel versprechende Plan gescheitert war, war Minos rasend vor Wut. Doch Morpheus machte das weniger aus als sonst, denn er hatte noch ein Ass im Ärmel von dem seine Brüder noch nichts wussten. Um zu erfahren wie es weitergeht, hat Mal´akh seine fragwürdigen Beschäftigungen unterbrochen. Mantikes hatte inzwischen aus dem Menschen einen gehorsamen Krieger gemacht, der zu allem bereit war. Morpheus lief vor seinen Brüdern auf und ab, die auf ihren Thronen saßen. Die Generäle standen hinter dem runden Loch in der Mitte des Raumes.
„Ich brauche einen neuen Krieger der die Rangers davon abhält, hierher zu kommen und nach diesem Menschen zu suchen!“, überlegte Morpheus laut.
„Wenn ich fragen darf Bruder, was hast du mit diesem unbedeutendem Wesen vor?“, fragte
Mal´akh.
„Das werdet ihr erfahren wenn es soweit ist! Wichtig ist nur, dass diese Lichtkrieger beschäftigt sind!“, antwortete der älteste der Brüder und blieb vor dem runden Loch stehen, „Leiht mir eure Stärke, Brüder! Gemeinsam werden wir Corbrax wieder ins Leben rufen!“ Die drei Brüder stellten sich um das Loch und legten ihre Hände mit den Ringen übereinander, die Generäle traten von dem Loch zurück. Die Seele eines schlangenartigen Monster erschien über dem Becken und nahm wieder Masse an. Sobald es wieder Boden unter den Füßen hatte, verbeugte es sich gleich und sprach mit zischelnder Stimme: „Danke sssehr, meine Meissster! Wasss kann ich für euch tun?“ Der Körper des Monsters war menschenähnlich und bestand aus unzähligen, ineinander verschlungenen, hellbraunen Schlagen. Der Kopf sah dem einer Kobra gleich, nur sehr viel größer und es hatte zwei lange Giftzähne.
„Geh in die Stadt namens Jericho City und töte so viele Menschen wie möglich. Verwickle die Power Rangers, die mit Sicherheit erscheinen werden, in einen Kampf und beschäftige sie so lange du kannst!“, befahl Morpheus mit kühler Stimme.

Robert und Jordan standen vor der Tür ihres Freundes. Sie klingelten und warteten darauf das ihnen aufgemacht wurde.
Chris sah furchtbar aus. Es war bereits Mittagszeit und obwohl er bis jetzt geschlafen hatte, hatte er dunkle Augenringe. Seine braunen Haare waren zerzaust, er war ganz blass und sein Hals war verbunden. „Hallo Leute.“ sagte er leise und ließ seine Freunde herein. Sie setzten sich ins Wohnzimmer. Robert und Jordan saßen auf einem schwarzem Ledersofa und Chris saß zu ihrer Linken in einem Sessel. „Also, was ist letzte Nacht genau passiert?“, fragte Chris und blickte abwartend zwischen seinen Freunden hin und her, „Du warst in der Schattendimension um John zu retten. War er denn überhaupt dort so wie wir vermutet haben?“
„Um ehrlich zu sein kann ich mich an überhaupt nichts mehr erinnern. Scheint so, als hätte ich einen Schlag auf den Kopf bekommen. Ich wusste noch nicht mal, dass ich dort war. Ich hab´s erst von Kala erfahren. Mein Drachenzord hat mich bewusstlos in den Sonnentempel zurück gebracht. Was mit John los ist kann ich leider nicht sagen.“, erklärte Robert nachdenklich.
„Halt, Moment mal! Du warst alleine in der Schattendimension? Wie leichtsinnig muss man da sein!“, warf Jordan ein.
„Wir konnten John doch nicht einfach dort seinem Schicksal überlassen! Und außerdem dachte ich, dass er dich wieder zur Vernunft bringen könnte!“, verteidigte sich Robert.
„Und wahrscheinlich steckt John da immer noch fest, wenn nur du zurückgekommen bist.“, meinte Jordan betrübt.
„Wir holen ihn zurück, ich verspreche es!“, sagte Robert entschlossen, „Aber immerhin bis du dank Chris wieder normal!“
„Ja, aber wenn ich daran denke was fast passiert wäre! Ich weiß gar nicht was ich sagen soll. Was ihr alles auf euch genommen habt, um mich zu retten!“, meinte Jordan, „Danke Leute!“
„Wir sind Freunde, so was ist doch selbstverständlich. Und macht euch keine Sorgen um mich, dass wird schon wieder.“, sagte Chris und lächelte leicht.
„Wieso hast du eigentlich das Krankenhaus so schnell wieder verlassen?“, wollte Robert wissen.
Daraufhin machte Chris ein komisches Gesicht und meinte: „Krankenhäuser sind bei mir mit schlechten Erinnerungen verbunden.“ Sofort wussten Robert und Jordan Bescheid, es ging um seine verstorbene Freundin.
„Was werden wir jetzt wegen John machen?“, fragte Jordan nach einer Weile des Schweigens. Aber noch bevor jemand etwas dazu sagen konnte, glühten ihre Armbänder auf. Prinzessin Kala meldete sich: „Rangers, ein neues Monster ist im östlichen Stadtbereich aufgetaucht! Ihr müsst euch beeilen!“
„OK, wir sind schon unterwegs!“, antwortete Robert für alle, schaute aber dann zu Chris und fragte: „Bist du fit für nen Kampf, oder sollen Jordan und ich erst mal schauen ob wir alleine klar kommen?“
„Ich hab doch gesagt, ich zieh das durch. Wenn ein hässliches Biest auftaucht, dann kriegt es von uns allen eine Abreibung!“, rief Chris entschlossen. Obwohl ihm jetzt ganz und gar nicht nach einem Kampf zumute war, doch er ließ sich nichts anmerken. Die Rangers standen auf und verwandelten ihre Armbänder in die Morpher.
Sunlight Power Up!“, riefen sie gemeinsam und verwandelten sich. Jordan durchlebte jedoch eine neue Erinnerung, die sie im ersten Moment schockte. Aber dafür war jetzt keine Zeit, später konnte sie immer noch darüber nachdenken. Dann teleportierten sie sich direkt zu dem Monster.

Der Ostteil von Jericho City grenzte direkt an den Atlantik an. Das Monster tobte sich bei einer großen Hafenanlage aus. Es fiel über die Besatzung eines großen Frachtschiffes, der „Slater International“ her, dass heute erst eingelaufen war. Es packte sich die Männer und stieß seine zwei langen, gelben Giftzähne in ihre Körper. Das Gift hatte eine abscheuliche Wirkung: es brachte das Fleisch der Opfer zum kochen und ätzte es von den Knochen, die als einziges übrig blieben. Die Rangers landeten vor dem Frachter, vor dem ganze Knochenhaufen lagen.
„Mein Gott! Der blanke Horror!“, stieß Jordan angewidert hervor.
„All die Menschen die diese Bestie getötet hat! Einfach unfassbar!“, rief Robert zornig. Es machte ihn wütend wenn er daran dachte, wie viele Angehörige nun einen Verlust zu beklagen hatten.
„Moment mal! Das Schiff gehört der Firma bei der ich einen Auftrag bekommen habe!“, rief Chris erschrocken.
„Was?“, sagte Jordan überrascht.
„Hey, da drüben ist es!“, rief Robert und deutete auf ein Ding, links von ihnen, „Drachenschwert!“
Das Schlangenmonster erblickte die Rangers und kam auf sie zu.
„Hallo Rangersss!“, zischelte es grinsend, „Wenn ihr zu mir wollt, dann müssst ihr erssst ein paar Freunde von mir erledigen! Ssschattenkrieger, holt sssie euch!“
„Die mit ihren verdammten Ninjas gehen mir tierisch auf die Nerven!“, meinte Jordan gereizt, „Levispeer aktivieren!“
„Schnappen wir sie uns!“, rief Chris und zog seine Laserpistole, „Sun Blaster, Feuer frei!“
Während Ranger Rot und Gelb mit ihren Waffen in den Nahkampf übergingen, sprang der Blaue in die Luft und schoss einige Schattenkrieger nieder. Jordan hielt ihren Speer mit beiden Händen vor sich und rannte einfach die gegnerischen Reihen über den Haufen. Hin und wieder trafen sie nur die Klauen der dunklen Wesen. Robert nutzte seine Kampferfahrung und wich ihren Angriffen geschickt aus, wobei er gleichzeitig mit seinem Schwert zu stieß. Keine zehn Minuten später hatten sie sämtliche Schattenkrieger beseitigt.
„Und nun zu dir gewissenlosem Monster!“, rief Robert laut und rannte auf die Kreatur zu. Die beiden anderen Rangers folgten ihm. Doch noch bevor sie ankamen, teilte sich das Monster in unzählige einzelne Schlagen, die an den Rangers vorbei flogen und sie wie hart trafen. Weißer Rauch und Funken sprühten aus ihren Anzügen. Die Schlangen vereinigten sich wieder.
„Netter Trick, aber das wird dir auch nichts bringen!“, schrie Robert wütend. Corbrax lachte nur amüsiert und der rote Ranger rannte auf das Biest zu. Er versuchte es mit seinem Drachenschwert zu schlagen, doch immer dort wo das Schwert hätte treffen sollen, zogen sich die einzelnen Schlangen beiseite und Robert traf ins Leere. Dann feuerte Corbrax einige Laserschüsse aus seinen Augen und Robert warf es zurück. Jordan hatte es gleich darauf mit ihrer Schlangenattacke versucht, doch auch sie schoss mitten durch das Monster hindurch. Einzig Chris´ Laserschüssen konnte Corbrax nicht ausweichen und wurde an der Brust getroffen. Sofort nutzte der rote Ranger die Verwunderung des Monsters aus schlug mit seinem Schwert mehrere Male über dessen Brust, aus der nun noch mehr Funken sprühten. Wütend schrie es vor Schmerzen auf und bekam sogleich von Jordan einige Schläge mit dem Levispeer in den Rücken. Corbrax drehte sich um, um den gelben Ranger zu stoppen, doch Jordan sprang schnell an Roberts Seite.
„Denkst du ich bin so blöd und warte bis du mir eine rein haust!“, rief Jordan sarkastisch.
„Ahhh!“, brüllte Corbrax und zerteilte sich wieder, um die Rangers mit der gleichen Attacke wie vorhin zu verletzen.
„Freunde, ein Stück zur Seite wenn ich bitten darf!“, rief Chris der bereits seinen speziellen Angriff gestartet hatte. Auf dem Rücken des blauen Rangers waren die Greifenflügel erschienen, mit denen er nun schlug. Schnell wichen seine Freunde aus. Die vielen Schlangen, aus denen Corbrax bestand, flogen bereits auf die Rangers zu, doch Chris verursachte mit seinen Schwingen einen Energiesturm der die Schlangen in alle Richtungen blies und Energiestöße versetzte. Die größte der Schlangen fauchte wild: „Esss issst noch nicht vorbei, Rangersss!“ Und dann verzogen sich die Schlangen. Zurück blieben nur die Skelette der Opfer. Darum hatte sich die Polizei zu kümmern.
„Dieses feige Monster!“, schrie Robert aufgebracht.
„So hinterhältig wie Schlangen nun mal sind!“, fügte Jordan hinzu. Dann verschwanden sie wieder um sich für den nächsten Kampf auszuruhen.

Zufrieden beobachteten Morpheus und Minos den Kampf. Corbrax machte seine Sache gut hielt die Rangers in Schach. Nur Calypso hatte sich zwischenzeitlich verzogen. Sie war Mal´akh gegenüber sehr misstrauisch geworden und schlich nun durch die vielen Höhlen und Tunnel. Sie suchte einen Weg in die Archive um herauszufinden was der jüngste der Brüder vorhatte. Als sie am Ziel war entdeckte sie eine kleine Öffnung im dunklen Fels. Sie löste ihren Körper zu schwarzem Rauch auf, in dieser Form gelangte sie durch den Schlitz, dann materialisierte sie sich wieder. Mal´akh bemerkte es nicht und ging in Gedanken versunken seiner Tätigkeit nach. Calypso war auf ein hinteres Regal gesprungen und hatte einen Überblick über die alten Texte die Mal´akh studierte. Die Inhalte waren mehr als beunruhigend. Es ging darum wie man die Lebensenergie eines gefallenen Wesens auf sich selbst übertrug und was man tun musste um die Übertragung zu überleben. Doch nicht das alleine schockierte die Schattengenerälin, sondern auch die geflüsterten Worte ihres Herren: „Brüder, dass ich nicht lache! Ich brauche keine Brüder! Sie stehen nur mir und meinen wunderbaren Plänen im Wege! Sollen sie ruhig glauben, dass sie die Lichtkrieger besiegen können, aber am Ende werde ich über allen stehen! Hahaha!“ Calypso verharrte weiterhin in ihrem Versteck, es bestand kein Zweifel daran, wessen Lebensenergie er sich aneignen wollte. Aber was sollte sie jetzt mit diesem Wissen anfangen? Auf der einen Seite war sie ihren Herren treu ergeben und sollte sie in Kenntnis setzen. Aber auf der anderen Seite war das eine Gelegenheit um selbst mehr Macht zu erlagen. Sie traf eine gewagte Entscheidung.

Nach dem Kampf ging Chris zurück in seine Wohnung und versuchte zu schlafen. Jordan ging mit Robert durch den Park. Sie brauchte jemanden zum reden und der sie verstand.
„Du siehst irgendwie noch niedergeschlagener aus aus vorher.“, stellte Robert fest und warf ihr einen kurzen Blick zu.
„Stimmt. Ich denke ich habe begriffen wie Chris sich fühlen muss, wenn er bei jeder Verwandlung seine Freundin sterben sieht. Bisher hab ich immer nur gesehen, wie ein völlig Fremder zu Tode kommt. Aber als ich mich das letzte Mal verwandelt habe, da hab ich Chris gesehen! Wie er da verletzt auf dem Boden lag, es war die gleiche Szene wie bei dem Fremden!“, kam es aus Jordan heraus.
„Oh. Verstehe. Es ist immer etwas anderes einen Freund sterben zu sehen, als einen Unbekannten.“, meinte Robert mitfühlend, „Vielleicht solltest du besser mit Chris darüber reden.“
„Ich denke ich sollte ihn nicht direkt auf seine verstorbene Freundin ansprechen. Viel mehr frage ich mich, wie du den Tod deiner Eltern überwunden hast. Du scheinst keine Probleme mit der Verwandlung zu haben und ich wüsste gerne wie du das anstellst!“, sagte Jordan nachdenklich.
„Das alles ist vor vielen Jahren passiert, ich hatte lange Zeit um alles zu verarbeiten. Natürlich vermisse ich sie, aber was hat es für einen Nutzen in einer schmerzvollen Vergangenheit zu leben? Chris wird das auch merken und über seine Freundin hinwegkommen. Und solltest einfach daran denken, dass Chris lebt und diese Bilder in deinem Kopf eben nichts weiter sind als Bilder!“, versuchte Robert klar zu stellen. Nach längerem Schweigen kam Jordan zu einer Antwort: „Danke Robert! Vermutlich hast du Recht!“ Etwas besser gelaunt lief sie mit Robert weiter durch den Park.

Calypso sprang vom Regal auf dem sie alles beobachtet hatte und sprang direkt hinter ihren Herren und sprach autoritärer Stimme: „Vielleicht solltet ihr euer Vorhaben noch einmal überdenken, Meister Mal´akh! Wie werden eure Brüder wohl reagieren, wenn ich ihnen das mitteile?“
Überrascht wandte sich der Schattenmeister um. Ausdruckslos starrte er seine Untergebene an, dann verzog er sein Gesicht zu einem höhnischen Grinsen und sprach: „Das wird dir niemand glauben!“
Calypso, das hinterhältige Weib! Natürlich hätte ich es wissen müssen! Sie war schon immer zu neugierig. Aber vielleicht sollte ich das alles zu meinem Vorteil nutzen! Sie ohne vernünftige Erklärung zu töten wäre dumm. Und es würde nur unnötige Aufmerksamkeit auf meine Arbeit lenken. Aber als Verbündete könnte ich sie für meine Zwecke nutzen!
„Ach werden sie nicht? Das werden wir dann schon sehen!“, entgegnete Calypso ungerührt und lächelte dann hinterhältig, „Aber genauso gut könnt Ihr euch auch mein Schweigen sichern. Für eine gewisse Gefälligkeit versteht sich!“ Mal´akh antwortete nicht, stattdessen kam er auf Calypso zu und nahm sie fest in seine Arme. „Was soll...!“, wollte sie sagen, doch Mal´akh drückte ihr einen groben Kuss auf ihre schwarzen Lippen, der schon an Gewalt grenzte und erstickte ihren Protest. Sie wollte sich lösen, doch der Schattenmeister war zu stark. Immer wieder küsste er sie und erst als sie sich nicht mehr wehrte ließ er sie los.
„Komm zu mir, stell dich auf meine Seite! Ich verspreche dir grenzenlose Macht! Gemeinsam können wir über diesen Planeten herrschen! Bitte!“, flüsterte er mit dunkler, eindringlicher Stimme. Er sah ihr tief in die Augen und küsste sie erneut.
„Ja.“ , brachte Calypso schließlich hervor.

Gerade als Robert und Jordan den Park verließen und aufs „Coffee and more“ zusteuerten, glühten ihre Armbänder wieder: Corbrax war wieder aufgetaucht! Robert hatte schnell Chris informiert. Diesmal trieb das Monster in einem beliebten Einkaufsviertel sein Unwesen. Die Rangers trafen schon verwandelt ein und sahen sich von lauter Skeletten umgeben. Fassungslos schauten sie sich um. „Das ist noch viel schlimmer als vorhin!“, meinte Chris.
„Da ssseit ihr ja wieder, Rangersss!“, hörten sie eine Stimme hinter sich sagen. Schnell drehten sie sich um. Das Monster lachte vergnügt und rief: „Diessess Mal werde ich euch vernichten!“
„Ich nehm dich auseinander, Schlange für Schlange!“, schwor Robert und zog seinen Sun Blaster.
„Genau,mit den Laserwaffen haben wir bessere Chancen!“, meinte Chris.
„Dann grillen wir das Biest!“, stimmte Jordan zu griff zu ihrer Waffe. Chris tat es ihr gleich. Mit ihren Sun Blastern in der Hand rannten die Rangers auf Corbrax zu und feuerten aus allen Rohren. Doch das Monster zerteilte sich wieder und entkam den Laserschüssen. Die einzelnen Schlangen flogen wieder an den Rangers vorbei, die noch versuchten, auszuweichen. Dieses Mal wurden sie nicht ganz so schwer getroffen wie letztes Mal.
„Feuert auf die einzelnen Schlangen!“, rief Robert laut und feuerte bereits. Einige Schlangen wurden durch die Rangers verletzt, schnell vereinigten sie sich wieder.
„Wie ihr wollt!“, schrie Corbrax wütend und schoss Laserstrahlen aus sein Augen. Robert und Chris konnten rechtzeitig ausweichen, nur Jordan erwischte es. Fluchend stand sie wieder auf und rief: „Ich mach Stiefel aus dir!“ Mit vorgehaltenem Blaster rannte sie auf das Monster zu und feuerte. Chris feuerte von einer anderen Seite aus. „Genau, beschäftigt ihn kurz!“, sagte Robert, der nun eine Idee hatte, „Drachenschwert! Flammenstoß!“ Daraufhin gingen von seinem Morpher Flammen aus die seinen ganzen Körper und auch sein Drachenschwert einhüllten. Er schwang sein Schwert in Richtung des Monsters und dabei entflammte auch eine Bahn die bei Corbrax endete. Das Feuer machte die Kreatur bewegungsunfähig. Robert sprang auf die Feuerbahn und surfte auf ihr dem Monster entgegen. Er holte mit seinem brennenden Schwert aus und durchtrennte die Schlange, die den Kopf bildete. Hinter dem Monster kam er wieder zum stehen. Die größte Schlange löste sich in Rauch auf und dann explodierten die anderen.
„Super, du hast dem Biest den Rest gegeben!“, freute sich Jordan.
„Ja, aber ich denke wir wissen wohl was jetzt noch kommt!“, meinte Chris. Und nur Augenblicke begannen sich die qualmenden Überreste wieder zusammenzufügen. Corbrax erwachte zu neuem Leben und wuchs auf eine gewaltige Größe an.
„Zeit für die Zords Leute!“, rief Robert. Seine Freunde nickten ihm zu und gemeinsam streckten sie ihre rechten Hände in die Luft. Ihre Morpher leuchteten und die metallischen Geschöpfe erschienen am Himmel. Die Rangers bemannten sogleich ihre Zords.
„Ihr ssseit verloren, Rangersss!“, zischelte Corbrax und feuerte wieder seine Augenlaser ab. Den Zords machte das nicht sonderlich viel aus.
Sonnen Biest Megazord! Aktivieren!“, riefen die Rangers gemeinsam und leiteten sie die Zordverbindung ein. Der Greif bildete die Beine, der Drache den Oberkörper und die Arme und der Leviathan den Kopf.
„Reißen wir ihn auseinander!“, sagte Robert. Der Sonnen Biest Megazord stampfte auf das Schlangenmonster zu und schlug mit seinen Fäusten, doch immer wieder verformte sich das Monster und wich so den Schlägen aus.
Dann spritzte es plötzlich den Kopf des mechanischen Kriegers mit Gift voll. Die Substanz raubte den Rangers die Sicht und sie wichen zurück. Erst als es die Oberfläche beschädigt und sich dann aufgelöst hatte, konnten die Rangers wieder anständig manövrieren.
Doch dann sahen sie auch schon wieder unzählige Schlangen auf sich zu rasen und der Megazord taumelte zurück.
Drachenfeuer!“, riefen die Rangers gemeinsam. Daraufhin sperrte der Drachenkopf, der die Brust bildete, sein Maul auf und stieß eine Feuerfontäne aus. Für Corbrax gab es kein Entkommen. „Sonnensäbel aktivieren!“, riefen sie ihre Waffe. Das Monster musste sich noch von der Feuertaufe erholen, da schlug schon der Megazord mit seinem Schwert zu. Wieder und wieder holte er aus und durchtrennte die Schlangen. Man hörte nur noch ein gequältes Zischeln und Corbrax ging endgültig zu Boden und explodierte.
Megazordpower beenden!“, riefen die drei Freunde. Sie sprangen aus ihren Zords, die wieder in einem hellen Licht verschwanden.
Die Freunde verabschiedeten sich und gingen ihre Wege um sich auszuruhen. Nur Jordan wollte nochmal im Café nachsehen und ihrem Chef eine Ausrede liefern, warum John sich nicht blicken ließ. Als sie das „Coffee and more“ betrat und sah wer hinter der Theke stand, traute sie ihren Augen nicht. Es war John!

Ende

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21. Dez 2011, 23:01
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Beitrag Re: Power Rangers Alliance of Light
Episode 8

Die Dimension des Lichts

Jordan blieb verwirrt im Eingang stehen und starrte ihren Kollegen an. Wie zum Teufel kam er hierher? „John?“, fragte sie ungläubig, „Aber wie...?“ Sie wusste nicht was sie sagen sollte. Schnell ging sie zu ihm hinter die Theke. Er musste ihr dringend erklären was letzte Nacht passierte.
„Jordan, Gott sei Dank das es dir gut geht! Ich hab mir solche Sorgen gemacht!“, sagte John leise damit keiner etwas mitbekam. Er sah sonderbar blass aus und seine Stimme klang leblos.
„John, ist alles in Ordnung mit dir? Du wirkst irgendwie verändert.“, meinte Jordan besorgt.
„Nein, alles ist bestens bei mir. Aber wie bist du da wieder raus gekommen? Wurdest du auch vom roten Ranger gerettet?“, fragte John und als er den roten Ranger erwähnte, verzog er leicht sein Gesicht.
„Vom roten Ranger gerettet? Äh...ja genau! Es war...einfach unglaublich!“, sagte Jordan nachdenklich, „Und mit dir ist auch wirklich alles in Ordnung?“
Robert hat John bereits gerettet?! Das muss wirklich ein verdammt harter Schlag gegen den Kopf gewesen sein, wie kann man so was nur vergessen!
„Natürlich, ich war nur besorgt um dich. Aber dir scheint es gut zu gehen.“, meinte er.
„Na gut. Vielleicht sollten wir diesen Zwischenfall dann einfach vergessen! Es ist ja doch nochmal alles gut ausgegangen.“, sagte Jordan und hoffte John würde nicht mehr weiter danach fragen.
„Wahrscheinlich hast du Recht.“, stimmte er zu. Und nachdem nun alles geklärt war, gingen die beiden ihrer Arbeit im Café nach. Jordan hätte eigentlich nach Hause gehen können, doch sie wollte lieber noch ein Auge auf John werfen, nur um auch wirklich sicher zu gehen das mit ihm alles stimmte.
Kurz vorm Ende von Johns Schicht wollte sich Jordan verabschieden, doch ihr Kollege hielt sie nochmal zurück. „Ich hätte da noch eine Frage!“, begann er und stellte sich vor Jordan die gerade zur Tür hinaus wollte. „Unser gemeinsamer Abend verlief ja nicht gerade...normal. Und ich wollte wissen, ob du Lust hättest nochmal mit mir auszugehen. Heute oder Morgen vielleicht?“
Ein kleines Lächeln breitete sich auf Jordans Gesicht aus als sie antwortete: „Morgen wäre gut!“
John grinste und nickte, dann machte sich Jordan endlich auf den Weg nach Hause um sich auszuruhen. Auf dem Weg griff sie zu ihrem Handy um ihren Freunden zu erzählen, dass John bereits von Robert gerettet wurde und er sich anscheinend nicht mehr daran erinnern konnte. Damit hatten sie ein Problem weniger.
John ging wieder zurück und grinste noch immer. Ihm gingen Morpheus´ letzte Worte durch den Kopf: Sichere dir ihr Vertrauen und kehre dann zurück um dich für den nächsten Schritt bereit zu machen!

Am nächsten Morgen war Jordan bereits wieder im Café. Robert kramte auf dem Dachboden nach den alten Akten seines Vaters. Der Firmenname „Slater and Partners“ ging ihm nicht mehr aus dem Kopf und nachdem er nun wusste, dass die Firma Sachen nach Übersee verschiffte, musste er einfach auf Nummer sicher gehen. Sein Vater hatte auf jeden Fall etwas mit dieser Firma zu schaffen gehabt. Jetzt musste er nur noch wissen, worum es ging.
Chris befand sich auf den Weg zu der Firma „Slater and Partners“, einem Import-Export-Unternehmen, bei dem er einen Auftrag bekommen hatte. Er trug seinen Laptop mit sich, auf dem er alle wichtigen Daten hatte. Der Firmensitz war in einem der unzähligen Wolkenkratzer untergebracht. Das Büro von Mr. Slater befand sich im letzten Stockwerk. Dort angekommen wurde Chris gleich hinein gebeten. Es war ein großer Raum, dessen Rückseite ganz aus Glas bestand. Zu beiden Seiten reihten sich Regale die mit allen möglich Ordnern und Akten voll gestellt waren. Mr. Slater selbst saß hinter einem großen Schreibtisch vor der Glaswand. Er war Mitte Vierzig und hatte schwarz-graues kurzes Haar und trug einen schwarzen Anzug.
„Hallo, Mr. Donovan! Schön das Sie Zeit für uns haben!“, begrüßte ihn der Chef, Ronald Slater. Er bemerkte Chris´verbundenen Hals und fragte: „Geht es ihnen gut?“
„Guten Tag, Mr. Slater. Das mit meinem Hals war ein...kleiner Unfall, nichts besonderes. Also was genau kann ich für Sie tun?“, fragte Chris und trat vor den Schreibtisch und schüttelt die Hand seines Chefs.
„Zunächst mal wäre es gut, wenn sie sämtliche Softwareprogramme die unser Unternehmen verwendet auf den neuesten Stand bringen würden. Und sicherlich haben sie bereits von diesem tragischen Zwischenfall auf einem unserer Frachter gestern gehört. Es wäre besser, wenn sie auch alle Programme, die wir für unsere Schiffe verwenden, überarbeiten könnten. Schaffen Sie das?“, erklärte sein Auftraggeber.
„Selbstverständlich. Ich kann sofort damit anfangen. Bringen Sie mich einfach in ihren Verwaltungsraum.“, meinte Chris lächelnd.
Mr. Slater begleitete ihn persönlich in den Verwaltungsraum.

Im Reich der Schatten herrschte eine sonderbare Stimmung. Nachdem Morpheus seinen Brüdern endlich seinen Meisterplan zur Vernichtung der Power Rangers erklärt hatte, wussten sie nicht was sie dazu sagen sollten. Der Plan war verrückt und unmöglich durchzuführen. Doch Morpheus war zuversichtlich. Bald schon würden die Rangers keine ruhige Minute mehr haben und auch jetzt sollte ihnen keine Pause gegönnt sein. Zudem lief Minos langsam die Zeit davon. Sein Kampf gegen den blauen Ranger rückte immer näher. Ein Blick hinauf zur Sanduhr, die über dem Becken schwebte, verriet ihm das die Hälfte der Zeit schon abgelaufen war. Bald würde er in einem grauen Nichts verschwinden und nur zurückkehren, wenn der blaue Ranger geschlagen war.
„Ich halte deinen Plan immer noch für nicht durchführbar, Morpheus. Ein weiterer unserer dunklen Krieger sollte sich der Rangers annehmen!“, meinte Minos und trat vor seinen Bruder, der auf seinem Thron saß. Die Generäle waren ebenfalls anwesend.
„Du weißt das ich sämtliche Gedanken des gelben Rangers hören konnte während ich ihre Seele verdunkelte. Ich weiß nun wie die Rangers an ihre Power kamen und halte es für durchaus machbar!“, erwiderte der Älteste, „Doch wenn es dich beruhigt Bruder, können wir ein weiteres Monster schicken!“
Mal´akh, der zur Linken Morpheus´saß, blickte ausdruckslos zu den Generälen und meinte: „Ihr seid für unsere Truppen zuständig. Wen haltet ihr für geeignet?“.
Mantikes trat vor, ohne mit Calypso Absprache zu halten und sprach: „Wenn ihr erlaubt Meister, dann würde ich gerne gegen die Rangers antreten! Wieso sollte ein Monster mehr erreichen als ein Schattengeneral? Ich werde dieses Mal nicht versagen, ihr habt mein Wort!“ Untergeben verbeugte er sich.
Morpheus fauchte ihn an: „Du konntest nicht einmal gegen den roten Ranger alleine gewinnen, wie willst du da gegen alle drei ankommen? Und selbst mit Calypso zusammen hast du versagt!“
„Der blaue Ranger ist immer noch angeschlagen und ich weiß, dass ich sie schlagen kann! Ich ganz allein! Ich möchte meine Ehre beweisen!“, beharrte Mantikes, „Außerdem, sollte ich versagen, so habt ihr immer noch diesen Menschen! Nur lasst mich gegen die Rangers kämpfen!“
Morpheus blickte kurz zu seinen Brüdern, deren Gesichter Gleichgültigkeit verriet und antwortete: „Na gut, du sollst deinen Kampf bekommen! Enttäusche uns nicht!“
„Ich danke euch Meister!“, rief er, verbeugte sich und verschwand.

In der Innenstadt von Jericho City tauchte der Schattengeneral wieder auf. Er hatte seine große Knochenaxt herbeigerufen und überfiel damit die Menschen die ihm in den Weg kamen.
„Zeigt euch endlich Rangers, oder wollt ihr den Tod dieser Unschuldigen in Kauf nehmen!“, rief er laut. Mantikes stand mitten auf der Straße und sah einen Wagen war in greifbarer Nähe. Er packte ihn mit Leichtigkeit und schleuderte ihn auf einen davon laufenden Mann. Er war sofort tot.
„Hahaha, los Rangers! Wo seid ihr?“, rief er wieder.

Die Prinzessin bekam das natürlich schnell mit und alarmierte die Power Rangers. Sie sagte auch, dass die Drei zu ihr in den Tempel kommen sollten, wenn der Kampf vorbei war, sie hatte ihnen etwas interessantes mit zuteilen. Wie ungelegen dieser Angriff jetzt kam!
Robert und Jordan waren sofort an Ort und Stelle, nur Chris brauchte etwas Zeit um sich bei seinem Chef zu entschuldigen und verschwand dann, weil er angeblich etwas Wichtiges zu Hause vergessen hatte. Inzwischen standen Ranger Rot und Gelb dem General gegenüber.
„Lass die Leute in Ruhe und verschwinde von hier!“, rief ihm Robert entgegen.
„Ihr seid nicht in der Lage, etwas von mir zu fordern! Und wo steckt denn euer blauer Freund? Es wäre sehr umständlich wenn ich euch nicht gleich alle auf einmal erledigen kann!“, spottete Mantikes.
„Sei doch froh, so musst du nicht dein Hirn überlasten und dich auf drei Dinge gleichzeitig konzentrieren!“, meinte Jordan. Daraufhin feuerte Mantikes Laserstrahlen aus seinen Augen. Doch die Rangers wichen schnell aus.
„Glaubst du echt der gleiche Trick funktioniert jedes Mal?“, meinte Robert.
„Schattenkrieger!“, rief Mantikes laut und ein Trupp schwarzer Kämpfer in Ninjaoutfits erschien.
„Den Trick kennen wir auch schon!“, sagte Jordan. Doch noch bevor die Schattenkrieger angreifen konnten, erschien der blaue Ranger.
„Sieht so aus als käme ich gerade rechtzeitig!“, sagte er, „Sonnenklingen aktivieren!“ Mit zwei goldenen Klingen an den Handgelenken rannte er in die schwarze Gruppe.
„Hey, warte doch auf uns!“, rief Jordan, „Sun Blaster!“
„Dann wären ja alle beisammen!“, meinte Mantikes erfreut, „Und nun zu dir, roter Ranger! Führen wir unseren Kampf fort. Dieses Mal wirst du nicht entkommen!“
„Wach auf und stell dich der Realität, denn gleich bekommst du einen Tritt in den Arsch!“, sagte Robert, „Drachenschwert!“ Und während seine beiden Freunde gegen die Schattenkrieger kämpften, nahm Robert sich den General vor.
Der rote Ranger hatte große Mühe sich gegen Mantikes zu behaupten, doch so konnte er seinen Freunden den Rücken freihalten. Die beiden Kontrahenten ließen ihre Waffen immer wieder gegen einander schlagen und bei jedem Schlag entfernten sie sich immer ein paar Schritte.
Chris hatte seine Klingen gekreuzt und rannte mit ausgestreckten Armen in die Horde Schattenkrieger. Alle die ihm in den Weg kamen, wurden durchtrennt. Hin und wieder trafen die Krieger ihn mit ihren Klauen an der Seite. Als er einmal durch die Gruppe durchgelaufen war, breitete er seine Arme aus und drehte sich um sich selbst. Die umstehenden Fußsoldaten gingen zu Boden.
Jordan wehrte sich mit ihren Fäusten. Sie verteilte Schläge und Tritte und zwischendurch schoss sie. Geschickt entging der gelbe Ranger den Angriffen der Schattenkrieger. In der Luft machte sie einen Spagat und trat dabei zwei Gegner gegen den Kopf, dann blockte sie einen weiteren Angriff und schoss dem Krieger in den Magen. Dann sprang sie wieder in die Luft und schoss auf alle Schattenkrieger, die sie erwischen konnte. Nach und nach ging die Zahl der dunklen Gestalten zurück.
Robert hatte inzwischen viele Schläge mit der Knochenaxt einstecken müssen, sein Anzug qualmte bereits. Die Waffen der beiden hatten sich erneut verkantet und Mantikes drückte die Klingen mit einer unglaublichen Kraft gefährlich nahe an Roberts Körper. Dem roten Ranger ging die Kraft aus.
„Hab ich dich! Nun kannst du dich der Realität stellen und...!“, wollte Mantikes sagen, aber ein harter Schlag in den Rücken unterbrach ihn. Chris hatte ihn mit seinen Sonnenklingen erwischt. Schnell nutzte Robert den Moment aus und zog sein Schwert zurück. Dann trat er dem General in die Magengrube. Mantikes wich zurück. Dann wollte er mit seiner Axt ausholen, doch ein Schuss in seine Schulter hielt ihn davon ab. Wütend schrie er auf. Er packte seine Waffe am unteren Ende und drehte sich im Kreis. Die Axt, die einer Sense glich, riss die Rangers von den Füßen.
„Mit euch bin ich noch lange nicht fertig!“, brüllte er zornig. Aus seinen Augen schoss er rote Laserstrahlen auf die am Boden liegenden Rangers.
„Da musst du dich schon mehr anstrengen!“, rief der Anführer der Power Rangers und stand wieder auf, „Flammenstoß!“ Der rote Ranger aktivierte seine Spezialattacke und verpasste Mantikes einen Schwertschlag gegen die Brust. Dieser wich weiter zurück und hielt sich die schmerzende Stelle. Doch schon gleich kassierte er weitere Schüsse von Jordan. Auch Chris hatte seine Laserpistole gezogen und schoss.
„Ihr werdet mich nicht kriegen, denn ich werde noch viel stärker zurückkehren!“, zischte er und verschwand in schwarzem Rauch.
„Was für ein Feigling!“, sagte Chris und starrte auf die Stelle wo eben noch der General war.
„Soll der Penner doch zurück in sein schwarzes Loch und dort verrotten!“, meinte Jordan genervt.
„Ich hab das Gefühl der Typ hat´s auf mich abgesehen.“, sagte Robert.
„Sieht so aus. Aber lasst uns jetzt zu Prinzessin Kala gehen. Ich muss nämlich noch was erledigen.“, meinte Chris.
„Genau, macht mal hinne Jungs. Ich will mich heute schließlich noch mit John treffen!“, rief Jordan und verschwand. Die anderen folgten ihr schnell.

Prinzessin Kala hatte den Kampf mit beobachtet und war froh, dass den Power Rangers nichts passiert war, aber um die Menschen trauerte sie. Aber kurz bevor der Schattengeneral angriff, war sie auf etwas sehr Interessantes gestoßen. Und noch ehe sie weiter darüber nachdenken konnte, waren die Rangers auch schon da. Sie verwandelten sich zurück und schauten vor zur Prinzessin.
„Also, was ist denn so wichtig, dass ich dafür fast meine Verabredung sausen lasse?“, wollte Jordan ungeduldig wissen.
„Man Jordan, jetzt sei doch nicht so und lass sie erst mal erklären!“, meinte Robert tadelnd.
Chris stand nur still da und wartete ab. Doch die Ungeduld stand auch ihm ins Gesicht geschrieben.
„Es tut mir Leid, wenn ich euch bei euren Dingen stören muss.“, setzte Kala an, „Aber ich habe möglicherweise einen Weg gefunden wie ihr stärker werden könnt.“
„Noch stärker?“, fragte Jordan neugierig.
„Ja, die Kraft wächst stetig weiter in euch und ihr habt noch lange nicht eure volle Stärke erreicht. Und es gibt noch vieles zu entdecken. Dazu gehören auch weitere Geschöpfe die euch im Kampf unterstützen. Ich denke, ich weiß jetzt, wie ihr weitere Wesen erwecken könnt!“, erklärte Kala.
„Einen neuen Zord erwecken?!“,fragte Robert erstaunt.
„Moment mal, wo kommen unsere Zords eigentlich her? Ich meine wir rufen sie, aber wo sind sie davor?“, warf Chris ein.
„Eure Zords befinden sich in dieser Dimension. Genau wie ich wurden sie in einen tiefen Schlaf versetzt, um sie in Zeiten der Not wieder erwecken zu können. Als ihr eure Power erhieltet, wurden drei der alten Wesen von den Seelen der Krieger erwählt, damit sie euch zur Seite stehen. Aber es gibt noch sehr viel mehr von ihnen, eines mächtiger als das andere. Das Problem ist, das weder ihr noch ich die Möglichkeit haben, sie zurückzuholen. Nur die Seelen können das. Und ich konnte die Seelen nur aus einem einzigen Grund rufen, nämlich damit sie euch als Nachfolger finden. Jetzt seit ihr die Krieger und es ist unmöglich die Alten noch einmal zu rufen.“, sagte die Prinzessin. Sie war die ganze Zeit auf ihren Thron gesessen, aber nun stand sie auf und lief vor den drei Freunden auf und ab.
„Wenn man mal darüber nachdenkt, dann waren wir eigentlich noch nie außerhalb des Tempels wenn wir hier waren. Wie sieht es draußen denn aus? Wir sollten doch wenigstens wissen wo genau wir uns befinden!“, rief Jordan, „Ich bin dafür das wir mal nen Erkundungstrip machen!“
„Nein, tue das nicht!“, warnte sie Kala und schritt auf sie zu, „Denn das ist der Grund, weshalb die Zords so unerreichbar sind! Eigentlich war nur der Schöpfer dazu in der Lage den Sonnentempel zu verlassen, denn jeder lebende Organismus würde draußen sterben. Dieser Schutz war notwendig um den Tempel und seine Geheimnisse vor den Schatten zu schützen. Und die Seelen haben nun mal keinen Körper der noch sterben könnte und nur so konnten sie auch drei Geschöpfe erwecken.“
„Der Schöpfer? Soll das jetzt heißen, dass GOTT diese Dimension und die Wesen und alles geschaffen?“, platzte es aus Chris heraus.
„Ein Wesen namens Ra hat alles hier erschaffen, auch mich. Die alten Menschen verehrten ihn als Sonnengott. Er beging leider den Fehler die Macht der Schatten zu unterschätzen und wurde vernichtet. Und weil er es als Gefahr betrachtete wenn ein anderer sich in dieser Dimension frei bewegen konnte, ist es auch beinahe unmöglich das wir es können.“, erklärte sie weiter.
„Ihr wurdet von einem Sonnengott geschaffen?“, hakte Robert nach.
„Ja. Ra war ein Wesen das aus reinem Licht bestand und aus reinem Licht schuf er mich. Es war seine letzte Tat, denn gleich darauf starb er. Ra brauchte jemanden der sich um alles kümmert. Er gab mir soviel von seinem Wissen wie es ihm noch möglich war. Und es reichte aus um die Schatten zu verbannen. Doch nun sind sie zurück und ich versuche mir noch mehr Wissen aus den alten Schriften anzueignen um euch zu helfen.“, sagte Kala.
„OK, aber wieso würden wir außerhalb des Tempel sterben? Wie sieht es dort aus? Oder wisst Ihr da genauso wenig wie wir?“, fragte Jordan.
„Ra übertrug einige seiner Erinnerungen an die Außenwelt hier auf mich. Der Sonnentempel befindet sich in einer unvorstellbar großen Höhle, die aus hell leuchtenden Kristallen besteht. Die ganze Welt hier besteht aus diesen Kristallen. Ihr Licht, dass sie abstrahlen wird von überall her reflektiert, es blendet, verwirrt und treibt einen in den Wahnsinn. Aber das schlimmste an diesem Licht ist seine tödliche Wirkung. Es brennt sich nach und nach in den Körper und zerstört ihn und das noch bevor der Wahn kommt. Und weder Anzüge noch Zords können euch schützen. Das Licht würde durchdringen und euch töten.“, erläuterte sie weiter.
„Klingt ja einladend.“, meinte Robert leise.
„Wirklich zum totlachen! Wir sind die Krieger des Lichts und jetzt soll uns das Licht selbst zum Verhängnis werden!“, bemerkte Jordan bissig.
„Und wie sollen wir jetzt an die Zords kommen?“, fragte Chris verwirrt, „Wie sollen wir uns denn draußen bewegen können. Wahrscheinlich müssen wir sie erst suchen, wenn doch diese Höhle so riesig ist!“
„Die Wesen sind tatsächlich in der gesamten Höhle verstreut und schlafen. Sie zu suchen würde mehr Zeit kosten, als ihr euch überhaupt verschaffen könnt.“, sagte die Prinzessin und dann wurde ihre Miene entschuldigend und sie seufzte, „Um den Tempel zu verlassen, müsst ihr euch vollständig auf eure dunkelste Erinnerung konzentrieren. Eure Gedanken müssen alles in euch verfinstern damit ihr euch von dem Licht draußen abgrenzen könnt, dann wird es nicht in euch dringen können. Und nur eure vereinte Kraft kann die Zords erwecken.“, sagte Kala.
„Was? Das kann doch nicht Ihr Ernst sein! Bitte, dass könnt Ihr wirklich nicht gemeint haben!“, stieß Chris ängstlich hervor. Nein, bitte nicht!
Auch Jordan machte sich Sorgen, sie blickte schnell zu Chris. Ich soll mich darauf konzentrieren wie ich Chris beinahe umgebracht habe?
Besorgt besorgt schaute Kala die drei Freunde an. Sie wusste was sie da von ihnen verlangte, doch es ging nun mal nicht anders.
„Es tut mir wirklich Leid. Aber es muss auch nicht jetzt sofort sein. Vielleicht fällt es euch leichter wenn ihr euch darauf vorbereitet.“, entschuldigte sich die Prinzessin, „Glücklicherweise ich bin im Besitz von einigen Seelenkristallen. Mit ihnen müsst ihr euch nicht konzentrieren sondern sie nehmen euch vorübergehend alle Erinnerungen und lassen nur die Dunklen übrig.“
„Na toll, weil das die Sache ja soviel einfacher macht!“, rief Chris verzweifelt.
„Hey, beruhige dich man, es muss doch nicht jetzt gleich sein!“, versuchte Robert zu helfen.
„Aber trotzdem muss es irgendwann sein!“, sagte Jordan.
„Wir sehen dann schon, wann es nötig ist.“, meinte Robert zu seinen Freunden, dann schaute er wieder zur Prinzessin und fragte: „Und wie geht es dann weiter, ich meine wenn wir mal draußen sind? Was müssen wir dann tun um die Zords zu wecken?“
Kala antwortete: „Dann müsst ihr euch zu dem höchsten Punkt des Sonnentempels begeben und eure Rangerpower vereinigen. Sie wird in jeden Winkel vordringen und die Zords erwecken.“
„Na wenigstens das hört sich einfach an.“. meinte Jordan.
„Es ist eure Entscheidung wann ihr es tun wollt, doch bedenkt, dass auch die Schatten immer mächtiger werden.“, riet die Prinzessin des Lichts ihnen und blickte abwartend in ihre Gesichter.

Nachdem Mantikes geschlagen in die Schattenhöhle zurückkehrte, erwartete ihn eine böse Überraschung. Die drei Brüder sowie Calypso erwarteten ihn bereits. Er verbeugte sich ergeben und sagte: „Es tut mir Leid, Meister. Fürs erste konnte ich die Rangers nicht besiegen, doch ich bin noch lange nicht am Ende. Ich werde sie mit...“
„Genug!“, unterbrach ihn Morpheus, „Entgegen deinem Versprechen hast du versagt! Dieses Mal wird dir nicht vergeben werden!“
„Aber ich kann sie für euch vernichten! Mit einer neuen Waffe aus den Kammern kann ich...“, setzte Mantikes an, wurde aber diesmal von Minos unterbrochen: „Nein! Selbst damit versagst du noch! Du wolltest deine Ehre unter Beweis stellen, nun das hast du! Du bist ehrlos! Du hast dich hinter den Schattenkriegern versteckt und bist geflohen!“
„Du bist eine Schande für unser Reich! Und für deine Niederlage wirst du bestraft werden!“, fügte Mal´akh hinzu.
„Von nun an stehst du zusätzlich unter Calypsos Befehl, du wirst tun was sie verlangt!“, entschied Morpheus.
„Aber das könnt ihr doch nicht...“wollte Mantikes verzweifelt sagen doch Mal´akh fuhr dazwischen: „Du hast gehört was der Älteste gesagte hat, also gehorche!“
Es hatte keinen Sinn, Mantikes hatte versagt und das Vertrauen seiner Herren verloren. Er hatte seine Gegner unterschätzt und nun musste er sich damit abfinden.
„Natürlich Meister, verzeiht!“, sagte er und verbeugte sich.
„Dann wäre das geklärt. Ich ziehe mich zurück.“, sagte Mal´akh und erhob sich von seinem Thron. Als er an Calypso vorbei kam, warf er ihr einen unauffälligen Blick zu und bedeutete ihr damit, ihm zu folgen.
Minos starrte hinauf zu Sanduhr. Die Zeit verging unaufhaltbar.

Ende

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25. Dez 2011, 18:53
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Beitrag Re: Power Rangers Alliance of Light
Episode 9

Schwarz

Die drei Rangers befanden sich immer noch im Sonnentempel, denn es gab eine wichtige Entscheidung zu treffen. Sollten die Freunde jetzt schon die schwierige Aufgabe erledigen und die alten, schlafenden Geschöpfe wecken, oder sollten sie besser noch warten. Prinzessin Kala saß auf ihrem Thron und wartete geduldig ab wie nun entschieden wurde.
„Meinetwegen können wir sofort loslegen. Ich glaube ich kann damit umgehen.“, meinte Robert und blickte dabei ernsthaft in die Gesichter seiner Freunde, „Aber ihr müsst selbst wissen ob ihr euch schon dazu bereit fühlt und anders als ich habt ihr heute noch was vor. Also wär´s wohl besser wir verlegen das Ganze.“ Sofort meinte Chris: „Ich hätte schon längst wieder zurück in der Firma sein sollen.“ Dann senkte er den Blick und sagte leise: „Und ich denke nicht, dass ich das schon kann.“ Jordan sah zu Chris und hatte sofort wieder die Bilder im Kopf, wie er verwundet am Boden lag. Kurz verzog sie das Gesicht bevor sie sich an ihn wandte und ihn zu aufzumuntern versuchte: „Hey, es ist doch nicht heute. Und bis jetzt kommen wir mit unseren drei Zords ganz gut zurecht. Es hat also noch Zeit.“ „Dann sind wir uns einig.“, sagte Robert und und klopfte seinen Freunden kurz auf die Schulter, „Warten wir ab, bis wir die neuen Zords wirklich brauchen. Und bis es soweit ist, können wir uns drauf vorbereiten.“ Chris schaute ihn ausdruckslos an und meinte: „Darauf vorbereiten, wenn es doch nur so einfach wäre.“ „Wir stehen alle hinter dir.“, sagte Jordan, „Und wenn du glaubst, du hast als Einziger Angst davor, dann irrst du dich. Meinst du etwa mir macht das nichts aus? Im Gegensatz zu Robert bin ich normal.“ Robert überging die Bemerkung und meinte nochmal: „Wie gesagt, ich richte mich da nach euch. Aber wenn die Zeit gekommen ist, dann ziehen wir´s durch.“ „Dann hätten wir das wohl geklärt. Ich hab´s jetzt jedenfalls eilig, bis Morgen dann Jungs!“, sagte Jordan, dann verschwand sie um sich mit John zu treffen. „Ich muss auch los, man sieht sich.“ meinte auch Chris und verschwand ebenfalls. Robert stand noch einen Augenblick da und wandte sich dann an Kala: „Tja, ich schätze das war´s.“ Die Prinzessin lächelte ihn an und sagte: „Ja. Und als Anführer hast du heute klug entschieden. Du wirst deiner Aufgabe wirklich gerecht.“ „Danke.“, erwiderte Robert und dann ging auch er.

Chris war leider etwas zu spät gekommen, denn bei Slater and Partners war bereits Feierabend. Er konnte sich nur noch schnell bei Mr. Slater´s Sekretärin entschuldigen. Jetzt blieb ihm nichts anderes übrig, als nach Hause zu gehen und dort würden ihn die Gedanken an die Zukunft plagen. Er hatte keine Ahnung wie er es anstellen sollte, seinen Kameraden bei der Wiedererweckung der Zords zu helfen. Wenn er doch nur auch so stark sein könnte wie Robert. Aber Robert hatte nun mal nichts mit dem Tot seiner Eltern zu tun und Chris gab sich nach wie vor die Schuld an dem schrecklichen Autounfall, der das Leben seiner Freundin beendete.
Als er in seine Wohnung kam, setzte er sich gedankenverloren in einen Sessel und versuchte zur Ruhe zu kommen.

Jordan war ganz anderer Stimmung als Chris. Weil ihr letzter gemeinsamer Abend mit John ein schnelles Ende nahm, da sie beide in die Schattenwelt verschleppt wurden, freute sie sich jetzt umso mehr. Alles hatte glücklicherweise ein gutes Ende genommen, so glaubte sie jedenfalls.
John war eben gekommen um sie abzuholen. Draußen dämmerte es bereits, als sie nebeneinander hergingen. Sie waren auf dem Weg ins nächste Kino.
„Und, verrätst du mir was du heute den ganzen Tag gemacht hast?“, fragte John grinsend. Seine Stimme klang immer noch eigenartig leblos. „Dies und das.“, gab Jordan nach kurzem Überlegen zur Antwort. Johns Grinsen wurde noch breiter als er meinte: „Verstehe.“ Natürlich wusste er, dass sie heute gegen den Schattengeneral kämpfen musste und auch das Mantikes für sein Versagen bestraft wurde. „Und was hast du heute gemacht?“, fragte Jordan dann. John lachte leise und sagte: „Darauf warten das endlich der Abend kommt.“ „Verstehe.“, meinte Jordan lächelnd. Nach kurzer Zeit erreichten sie das Kino.

Robert kramte inzwischen wieder auf dem Dachboden in den alten Akten seines Vaters. Er war sich sicher, dass es einmal einen Fall gab bei dem es um Slater and Partners ging. Als Robert eine weitere Kiste durchwühlt hatte und wieder nichts fand, machte er sich gleich über die Nächste her. „Verdammt, wenn ich´s nicht bald finde dann ersticke ich noch an dem ganzen Staub hier!“, fluchte er. Doch bevor er sich noch weiter aufregen konnte, hatte er endlich den richtigen Ordner erwischt. Ungläubig las er was drin stand.

„Das ist wohl der sinnloseste Film des Jahres!“, sagte Jordan lachend, als sie mit John das Kino verließ, „Wie kann man so was nur gut finden?“ „Wieso, ich wüsste nicht, was es an diesem Film auszusetzen gibt.“, meinte John. „Oh ja, ne Zombie-Armee die Dorf um Dorf abschlachtet, dass muss man einfach gut finden, wirklich eine äußerst anspruchsvolle Handlung!“, erwiderte sie und lachte wieder. John stimmte in ihr lachen mit ein, doch wieder klang es seltsam.
Die beiden gingen noch ein Stück, dann fragte John: „Und, wollen wir noch was essen gehen?“ „Klar, weil ich nach dem ganzen Popcorn noch so viel Hunger hab“, meinte sie wieder lachend. „Scherz, nee ich könnte schon noch ne Kleinigkeit vertragen. Hier um die Ecke wäre ein guter Laden.“, sagte sie dann. „Dann los.“, meinte John und nahm ihre Hand.

„Ich glaub meine Mutter schläft mit Elvis! Oh man, Chris! Wie kann man nur an solche Typen geraten?“, stieß Robert hervor nachdem er die Akte gelesen hatte. „Aber klar, hier in Jericho ist das wirklich nicht weiter wunderlich.“ Laut dachte er nochmal über die Anschuldigungen nach: „Verbindungen zur kriminellen Unterwelt von Jericho City, insbesondere zum Kobra Kartell, einem der größten Drogenkartelle Jerichos. Mr. Ronald Slater, angeblich einer der führenden Köpfe des Kartells, soll die berüchtigte „Schlange“ sein. Und Drogenlieferungen nach Übersee! Das transportieren die also in ihren Schiffen! Man, geht da überhaupt noch was mit rechten Dingen zu? Und wer sind die Partner von and Partners?“
Robert packte den Aktenordner und ging nach unten ins Wohnzimmer. Dann griff er zum Telefon und rief Chris an. „Hi Chris, ich bin´s! Hey, du ahnst nicht, was ich herausgefunden habe! Es geht um Slater and Partners!“ „Robert, hat das nicht Zeit bis morgen? Ich wollte mich endlich mal ausruhen, es war ein harter Tag heute!“, meinte Chris verärgert, „Morgen im Café, OK? Jetzt hab ich einfach nicht die Geduld für so was.“ „Es wäre wirklich wichtig, aber wie du meinst“, sagte Robert nachgiebig, „Bye.“

John und Jordan hatten inzwischen etwas gegessen und schlenderten noch in der Gegend umher. Es war schon spät und es waren nur noch wenige Menschen auf den Straßen unterwegs. John grinste und meinte: „Bisher sind noch keine dunklen Gestalten aufgetaucht.“ Jordan zuckte bei diesem Gedanken leicht zusammen und sagte: „Das ist nicht witzig. Wenn ich daran denke, was letztes Mal alles hätte passieren können... Aber was soll´s. Der heutige Abend war genau so wie ich mir ihn vorgestellt hab. Ich sollte wirklich öfter mal was unternehmen.“ „Meinst du öfter im Sinne von mit mir zusammen oder allgemein?“, fragte John nach. Jordan lächelte und meinte: „Lass dich überraschen.“ Dann gab sie ihm einen kleinen Kuss auf die Wange. „Ich deute das mal als ein Ja.“, sagte John darauf. Danach begleitete er Jordan noch zu ihrer Wohnung.
In der Tür stehend meinte John dann: „So stellst du dir also einen perfekten Abend vor?“ „Nicht ganz.“, gab Jordan zur Antwort. Sie ging auf John zu und küsste ihn leicht auf die Lippen, dann flüsterte sie: „Jetzt ist er perfekt.“ John lächelte. „Ja, perfekt.“, stimmte er zu.

In der Schattendimension standen Morpheus und Mantikes um das Becken und beobachteten John. Ganz wie Morpheus befohlen hatte, hatte der Mensch sich das Vertrauen des gelben Rangers erschlichen. Zufrieden über John´s Erfolg ging der Älteste der drei Brüder zu seinem Thron. Minos saß schon die ganze Zeit da und hatte immer noch Zweifel an Morpheus´ Plan. Mantikes stand nur stumm da und hoffte auf eine Chance, sein Versagen wieder gut zu machen. Bisher hatte er den Menschen auf alles Kommende vorbereitet, vielleicht würde seine Hilfe bald wieder gebraucht werden.
Mal´akh und Calypso befanden sich in den Archiven. Der Schattenmeister hatte inzwischen alle notwendigen Informationen die er brauchte, um die Lebensenergie seiner Brüder in sich aufzunehmen. Jetzt stand nur noch die Frage offen, wann es soweit war. Die beiden standen sich an einem schwarzen Steintisch gegenüber.
„Wie willst du das anstellen? Um die Energie eines Wesens auf dich zu übertragen, musst du sein Herz herausschneiden. Wie willst du einen deiner Brüder überwältigen wenn doch der andere gleich zur Hilfe kommen würde? Allein schon Morpheus ist mächtiger als wir alle zusammen!“, überlegte Calypso. „In der Tat, meine Brüder zu trennen wird sehr schwierig werden. Doch selbst dafür habe ich mir schon etwas überlegt. Einen Ort gibt es tatsächlich, der wie geschaffen für mein Vorhaben ist!“, entgegnete Mal´akh. „Und der wäre?“, fragte Calypso neugierig und beugte sich über den Tisch nach vorne. Der Schattenmeister grinste überlegen und antwortete: „Die graue Zwischenwelt! Ein unwirtlicher Ort. Dorthin wird schon bald Minos verschwinden, zusammen mit dem blauen Ranger und nur einer wird ihn wieder verlassen können. Ich werde einen Weg finden, damit ich ihm folgen kann und dann wird der Ranger ihn für mich erledigen. Ich brauche nur zuzuschauen und mir sein Herz besorgen!“ Calypso dachte über seine Worte nach ehe sie antwortete: „Eine wahrhaft gute Lösung, doch wird es nicht gefährlich sein wenn du deinem Bruder dorthin folgst?“ „Wenn ich Minos folgen kann, dann kann ich auch dem blauen Ranger wieder zurück folgen.“ meinte er. „Verstehe, doch ich sehe da noch ein weiteres Problem! Wenn deine Brüder es nun schaffen die Rangers vorher zu vernichten, dann wäre alles umsonst! Und mit diesem Menschen den Morpheus für sich einsetzen will, könnte ihnen das schneller gelingen als uns recht ist!“, warf Calypso ein. „Dann müssen wir eben dafür sorgen das der Mensch versagt!“, entschied Mal´akh.

Am nächsten Morgen trafen sich Robert und Chris im Coffee and more. Chris sollte erst wieder gegen Mittag seine Arbeit bei Slater and Parterns fortsetzen. Jordan hatte im Café Frühschicht, aber da so früh noch nichts los war, saß sie bei ihren Freunden am Tisch. „Also, was hast du nun so Unglaubliches über Mr. Slater herausgefunden?“, wollte Chris wissen. Robert holte den Ordner mit den Unterlagen hervor, den er mitgenommen hatte und überreichte ihn seinem Freund. „Hier, sieh selbst. Ich sag´s dir, dein Boss ist ne linke Schlange!“, sagte Robert leise. Chris und Jordan beugten sich über die Akten und laßen sie aufmerksam durch. Nach ein paar Minuten des Schweigens meinte Chris: „Ich kann nicht glauben, dass Mr. Slater ein Drogenhändler und dergleichen sein soll!Diese Akten sind Jahre alt und es kam noch nicht mal zu einer Verhandlung. Abgesehen davon ist Mr. Slater ein angesehener Bürger dieser Stadt, wovon es hier in Jericho City viel zu wenig gibt! Er ist bei allen möglichen Wohltätigkeitsorganisationen dabei und unterstützt sie wo er nur kann!“
„Das ist wahr.“, gab Jordan nachdenklich zurück, „Aber die Akten sagen das Gegenteil und die sehen ziemlich echt aus. Roberts Vater hätte keinen Grund gehabt, die zu fälschen. Damit hätte er niemandem geholfen!“ „Genau, mein Vater war einer der wenigen bei der Staatsanwaltschaft, der nicht nur an seinen eigenen Vorteil bedacht war und er ließ sich auch von niemandem einschüchtern! Diesen ganzen Wohltätigkeitskram veranstaltet Slater doch nur, um von seinen kriminellen Machenschaften abzulenken!“, meinte Robert. Chris wurde langsam ärgerlich. Sein Chef tat so vieles für die Stadt und das war nun der Dank dafür. „Wie dem auch sei, ich glaube nichts von dem was da drin steht! Ich werde meinen Job bei Slater and Partners erledigen und das war´s dann für mich!“, entgegnete er. „Du willst also einem Drogenbaron helfen, seine Firma auf den neuesten Stand zu bringen? Man, Chris! Es kam damals nur nicht zur Verhandlung weil meine Eltern kurz zuvor starben und niemand diesen heiklen Fall übernehmen wollte!“, sagte Robert. Auch er wurde langsam sauer. „Hey, das ist deine Meinung! Und ich halte Mr. Slater für einen guten Menschen! Also hör mit den Märchen auf!“, rief Chris laut. „Willst du etwa sagen, dass mein Vater ein Lügner war?!“, sagte Robert und stand von seinem Stuhl auf. Jetzt mischte sich Jordan ein: „Jetzt macht mal halblang Jungs und kommt wieder runter! Klar, die Akten sind beunruhigend und langsam glaub ich auch, dass dieser Slater Dreck am Stecken hat! Aber schließlich muss jeder selbst entscheiden, was er von der Sache hält!“ Chris sah sie überrascht an und meinte sarkastisch: „Wow Jordan! Ich wusste gar nicht, dass du so vernünftig sein kannst!“ „Ach weißt du was? Wenn du Slater für nen Heiligen hälst, dann geh doch gleich wieder zu ihm! Vielleicht bekommst du dann einen Platz in seinem Drogenimperium!“, rief Jordan gereizt. „Genau, geh zu deinem Engel!“, meinte Robert, „Ich jedenfalls, werde dafür sorgen das der Fall neu aufgerollt wird. Das war das Letzte woran mein Vater gearbeitet hat und ich werde es zu Ende bringen!“ Er packte den Ordner und verließ das Café. Chris sah ihm wütend hinterher. Dann stand auch er auf und sagte zu Jordan: „Ich hab noch zu tun. Viel Spaß wenn dein John kommt!“ Dann verschwand er schnell zur Tür hinaus „Du wirst schon sehen was du davon hast wenn du für diesen Typen arbeitest!“, rief sie ihm noch laut nach. Dann ging sie hinter die Theke zurück. Zum Glück hatte ihr Chef den Streit nicht mitbekommen.

John war in die Schattenwelt zurückgekehrt. Er verbeugte sich ergeben vor den drei Brüdern, die auf ihren Thronen saßen. „Meister, ich habe nun das Vertrauen des gelben Rangers gewonnen, ganz wie ihr befohlen habt! Was ist mein nächster Auftrag?“, sagte er unterwürfig. Morpheus stand auf und ging um John herum während er sagte: „Als nächste werden wir die Power geben, damit du dich der Lichtkrieger annehmen kannst!“ „Ja Meister!“, rief er und senkte den Kopf. Von Minos kam ein Zischen. Morpheus drehte sich zu ihm um. „Bruder. Wieso schenkst du mir nicht dein Vertrauen in mein Vorhaben?“, fragte der Älteste enttäuscht. „Weil es einfach nicht möglich ist einen weiteren Ranger zu schaffen! Die Power dieser drei Rangers existiert weil wir existieren. Wir sind das dunkle Gegenstück ihrer Power, doch wer wird das Gegenstück zu der Power die du erschaffen willst? Einzig Ra würde dafür in Frage kommen, doch der wurde längst vernichtet und die Prinzessin ist nichts weiter als ein schwacher Abklatsch seiner Macht. Damit wäre deine Power nicht ausgeglichen und der Mensch würde in ewiger Dunkelheit versinken noch ehe er überhaupt daran denken kann, seine neue Kraft zu nutzen!“ Jetzt ergriff auch Mal´akh das Wort: „Er hat nicht ganz Unrecht, Bruder! Wie willst du nun deinen Plan verwirklichen?“ Morpheus begann zu lachen. „Ihr denkt nicht weit genug, meine Brüder! Ich werde eine vollkommen neue Power erschaffen! Sie wird kein helles Gegenstück benötigen, sondern etwas Eigenständiges sein. Basieren soll sie auf dem Sagengeschöpf, welches die Menschen damals am meisten fürchteten. Ich werde dafür die Kraft unseres gefallenen Kriegers Vlad Dracul auf unseren Menschen übertragen. Ihr wisst, dass Vlad Dracul die gleiche Rüstung wie die alten Lichtkrieger besessen hat. Seine Rüstung befand sich noch immer in einem verborgenen Teil unserer Waffenkammern. Ich habe sie verändert damit sie den kraftvollen Anzügen der Rangers entspricht. Jetzt muss John, so wie die Menschen ihn nennen, nur noch zu einem Bluttrinker wie Vlad Dracul werden. Dann wird er die Rüstung nutzen können und eine neue Macht ist geboren! Und es ist unmöglich, das John bei der Verwandlung getötet wird, da er das Blut der Höllenbestie getrunken hat!“, erklärte Morpheus triumphierend und genoss den Augenblick. Es dauerte eine Weile bis seine Brüder darauf eine Antwort hatten. „Das ist brillant, mein Bruder!“, brachte Minos schließlich hervor. Seine Zweifel waren wie weggewischt. Bei
Mal´akh klang widerwillige Bewunderung durch, als er sagte: „Ein wahrer Meisterplan, Bruder!“ Er warf Calypso einen unauffälligen, jedoch vielsagenden Blick zu, die still mit Mantikes in der Mitte des Raumes stand. Es war also doch möglich, einen neuen Ranger zu schaffen.
„Ich wünsche das die Schattenkrieger die Power Rangers solange beschäftigen bis unser neuer Krieger geschaffen ist!“, verlangte Minos, „Wir sollten ihnen keine Zeit der Ruhe gönnen!“
Calypso trat vor und verbeugte sich. „Ich werde mich darum kümmern!“, sagte sie und verschwand. Mantikes blieb zurück, er würde erst wieder kämpfen wenn Calypso als seine Vorgesetzte es ihm befahl.

Prinzessin Kala merkte es sofort, als die Schattenkrieger und Calypso in Jericho City auftauchten. Schnell nahm sie Kontakt zu den Rangers auf. Bedauerlicherweise musste sie dabei feststellen, dass sich die Freunde gestritten hatten. Doch wenn es darum ging, die Menschen in der Stadt zu schützen, dann würden sie auch gemeinsam kämpfen.
Fast gleichzeitig erreichten die Power Rangers den Ort des Geschehens, diesmal eine gut besuchte Einkaufstraße. Die Schattenkrieger drangen als unsichtbarer Nebel in die Köpfe der Menschen und veränderten ihren Charakter. Schon jetzt gingen mehrere Leute aufeinander los. Doch die Gegenwart der Rangers zwang die Schattenkrieger in ihre eigentliche Form zurück.
„Lasst gefälligst die Leute in Frieden und legt euch mit uns an!“, rief der rote Ranger. „Sieh an, sieh an! Die Power Rangers! Hahaha, Schattenkrieger zum Angriff!“, sagte Calypso. „Nicht die schon wieder!“, meinte Jordan. „Ist doch egal welche Typen die schicken! Machen wir sie fertig und dann war´s das!“, sagte Chris.
Die Schattenkrieger hatten die Rangers nun umzingelt. Einige von ihnen schossen Laserstrahlen aus ihren Augen, doch die Rangers wichen ihnen aus und so trafen sie nur die eigenen Leute. „Soviel Dummheit gehört schon verboten!“, meinte Robert und zog seine Laserpistole, „Sun Blaster, Feuer frei!“ Er sprang über den Kreis aus dunklen Kriegern hinweg und schoss dabei Lasersalven auf seine Gegner. So wurde ein Teil der Krieger von seinen Freunden abgelenkt, um den er sich in Ruhe kümmern konnte.
Chris griff auch zum Sun Blaster und schoss sich einen Weg aus dem Kreis. Dann ging er in den Nahkampf über. Mit Tritten und Schlägen und mehreren Schüssen verteidigte er sich gegen die dunklen Gestalten.
„Sonnenklingen aktivieren!“, rief Jordan. Mit den zwei Schwertern ausgerüstet griff sie an. Sie ließ ihre Gegner auf sich zukommen, nur um sie dann zu durchtrennen wenn sie in Reichweite waren. Die Schattenkrieger waren eigentlich keine Herausforderung für die Rangers, doch heute wollten sie einfach kein Ende nehmen. Immer wieder kamen Neue nach und hielten die Rangers auf. Und auch Calypso griff ein und attackierte die Rangers.

Während die Rangers sich müde kämpften, erschuf Morpheus seinen neuen Krieger. Ein Schattenkrieger kam in seinem Auftrag zurück und überbrachte ihm einen dunkelroten, metallisch glänzenden Armreif mit einem schwarzen Kristall in der Mitte. „Wie ich bereits sagte, diese Power ist vollkommen anders als die der Rangers, jedoch ähnelt sie in Benutzung und Aussehen.“ meinte Morpheus. Er schickte seinen Boten wieder zurück und gab John den Armreif. Dieser legte ihn sich um sein rechtes Handgelenk. „Ich danke euch, Meister!“, sagte er.
Morpheus holte einen kleinen goldenen Gegenstand mit einer Spitze hervor. „Das hier ist der letzte Rest von Vlad Draculs Gift.“, erklärte er und schritt auf John zu, „Es wird dich zu seinesgleichen machen. Du wirst stärker und schneller als normale Menschen sein und damit fähig, die alte Rüstung zu nutzen! Du wirst zu einem unsterblichen Krieger unserer Schattenarmee werden!“ John sah auf den spitzen Gegenstand und fragte: „Aber wird mir das Sonnenlicht und damit die Lichtkrieger dann nicht gefährlich werden?“ „Nein, das ist nur eine Lüge an die die Menschen sich damals klammerten um sich sicherer zu fühlen. Sonnenlicht kann Vampiren nichts anhaben! Sorge nur dafür das du genug Blut in deinem Körper hast, denn das macht dich stärker.“, erklärte der Älteste weiter. „Dann bin ich bereit!“, rief John entschlossen und ging auf die Knie, „Verwandelt mich und gebt mir die Kraft die Krieger des Lichtes für Euch zu vernichten!“ Morpheus lachte düster und packte Johns Kopf, dann rammte er die Spitze in seine Halsschlagader und drückte das Gift in seinen Organismus. Nur wenige Augenblicke später sank John ganz zu Boden und schrie vor Schmerz. Das Gift brannte wie die Hölle, als es sich in seinem Körper ausbreitete. Es schien die Menschlichkeit aus ihm herauszubrennen.
Morpheus wandte sich grinsend zu seinen Brüdern um und rief über Johns Schreie hinweg: „Es wird Zeit Vald Draculs Geist zu rufen! Das Einzige was von ihm übrig geblieben ist, nachdem sein Körper verbrannt wurde. Wenn wir seinen kraftvollen Geist in den Kristall des Armreifs übertragen, dann wird er John die Fähigkeit geben, ein machtvolles Geschöpf zu kontrollieren so wie die Rangers es können!“
Minos und Mal´akh traten zu ihrem Bruder. Dieser holte noch einen Gegenstand hervor, diesmal einen gelblichen Reißzahn. Er nahm ihn in die rechte Hand, an der sich sein Ring befand. Seine Brüder hoben ebenfalls ihre rechten Hände und legten sie auf seine. Sie konzentrierten ihre Kraft und murmelten eine Beschwörung in einer seltsamen Sprache. Dann richteten sie ihre Hände auf John und ein schwarzer Strahl schoss aus ihnen hervor. Der Strahl suchte sich den schwarzen Kristall um Johns Handgelenk. Dieser begann nun zu leuchten. John schrie noch lauter als zuvor. Und dann, als der Strahl endete, verstummten auch die Schreie.
John spürte eine Kraft in sich, die er nicht für möglich gehalten hätte, doch auch ein schmerzliches Brennen in der Kehle und den Drang es zu löschen. Wütend sprang er auf, so schnell das ein normaler Mensch nur eine verschwommene Bewegung wahrgenommen hätte. Morpheus machte einige Schritte auf ihn zu und John verbeugte sich. „Ich spüre die Kraft in mir, Meister!“, sagte er.
„Ausgezeichnet, dann geh jetzt und unterstütze Calypso! Zeige den Verteidigern des Lichts, dass sich eine neue dunkle Macht erhoben hat!“, befahl Morpheus. „Ja Meister!“, rief John mit einem erwartungsvollem Grinsen im Gesicht. Er aktivierte seinen Morpher, der aussah wie die der Rangers, nur dunkelrot statt golden. „Dark Power!“, rief er und überkreuzte seine Arme vor der Brust wie Kamen Rider Gills, „Awake!“, dann ließ er seine Arme auf Hüfthöhe sinken. John musste keine grausamen Erinnerungen durchleben wie die anderen, denn ihm wurden sämtliche Erinnerung genommen. Schwarzer Blitze schossen aus seinem Morpher hervor und hüllten ihn ein. Und plötzlich stand er in einem schwarzen Anzug mit goldenen Schulterplatten da. Ein irres Lachen kam von ihm, als er die Power spürte. John berührte den Kristall an seinem Verwandler und wurde wieder von Blitzen eingehüllt, Augenblicke später war er verschwunden.

Die Power Rangers hatten inzwischen alle Schattenkrieger erledigt, jetzt mussten sie nur noch Calypso vertreiben. Dank ihrer Schnelligkeit konnte sie den Angriffen der Rangers immer ausweichen.
Gerade als die Rangers auf sie stürmen wollten, schoss sie Laserstrahlen aus ihren Augen. Sie erwischte den roten und gelben Ranger, die dadurch kurz inne hielten. Doch der blaue Ranger war den Schüssen ausgewichen und griff nun mit seinen Sonnenklingen an. Calypso, die auch ihr Schwert in Händen hielt, blockte den Angriff ab. Sie verpasste Chris einen Schwerthieb gegen die Brust, der ihn nach hinten und auf seine Freunde schleuderte. „Kannst du nicht aufpassen wo du hin fliegst!“, beschwerte sich Jordan. „Entschuldige, es kann nicht jeder so viele Flugstunden haben wie du!“, sagte Chris. „Genug jetzt, dafür ist später noch Zeit!“, rief Robert genervt. Die Rangers standen wieder auf, nur um gleich wieder von schwarzen Blitzen zu Boden geworfen zu werden, die scheinbar aus dem Nichts kamen. Ein dunkles Lachen war zu hören.
„Was soll das schon wieder wenn´s fertig ist!?“, wollte Robert wissen. „Keine Ahnung, aber als unserer Anführer solltest du vorgehen!“, erinnerte ihn Chris. „Hey, Streitigkeiten sind jetzt nicht angebracht!“, meinte Jordan. „Du bist ja schon wieder so vernünftig!“, sagte Chris beißend. „OK, es reicht jetzt wirklich!“, entschied Robert. Bevor sie noch weiter streiten konnten, hörten sie eine unbekannte, düstere Stimme. Schnell standen die Rangers wieder auf. Die Blitze waren verschwunden und und zum Vorschein kam, zum großen Erstaunen der drei Rangers, ein weiterer Ranger. Mit seiner dunklen, tiefen Stimme sagte er: „Ein wirklich jämmerlicher Haufen und mir wollte man Glauben machen, dass ihr mächtige Krieger seid!“ „Ey Kollege, ein bisschen netter wenn´s geht!“, entgegnete ihm der gelbe Ranger. „Genau, immerhin siehst du aus wie einer von uns!“, fügte der rote Ranger hinzu. „Ich glaube nicht, dass er einer von uns ist.“, meinte der blaue Ranger. „Oder zu uns gehören will!“ „Ganz recht! Euer blauer Freund hat eine schnelle Auffassungsgabe!“, rief der schwarze Ranger, „Ich werde euch vernichten und dann werden die Schatten über diese Welt herrschen!“ Wieder lachte er.
Die drei Rangers sahen sich schweigend an, dann blickten sie zu ihrem neuen Gegner. Doch dieser stand längst nicht mehr dort wo er war. Es war nur ein verschwommener Umriss zu sehen und plötzlich spürten die Rangers harte Schläge am ganzen Körper. Weißer Qualm und Funken sprühten aus ihren Anzügen, ehe sie erneut zu Boden sanken. Hinter ihnen kam der schwarze Ranger zum stehen und lachte amüsiert.
Der wahre Kampf hatte gerade erst begonnen.

Ende

_________________
Castle: "Es gibt zwei Sorten von Menschen die darüber nachdenken, wie man am besten Leute tötet: Psychopathen und Krimiautoren. Ich gehöre zur besser bezahlten Sorte."


29. Dez 2011, 21:50
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Beitrag Re: Power Rangers Alliance of Light
Episode 10

Es werde Licht

Nach seinem Auftauchen hatte der geheimnisvolle schwarze Ranger keine Zeit verloren, er hatte die drei Rangers des Lichtes sofort angegriffen. Sein Angriff war so schnell wieder vorbei, wie er gekommen war und die Rangers lagen am Boden. Ihre Anzüge hatten sichtbar Schaden davongetragen.
„Verdammt, für wen hält sich dieser Typ eigentlich?“, brachte Robert hervor. „Für einen von diesen Schatten falls du nicht aufgepasst hast!“, antwortete Chris. „Gut, dann können wir ihn auseinander nehmen ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen!“, meinte Jordan. Daraufhin hörten sie wieder ein dunkles Lachen. „Große Worte für jemandem der am Boden liegt!“, spottete der schwarze Ranger und drehte sich zu seinen Gegnern um. Diese standen inzwischen wieder auf den Beinen, waren jedoch völlig erschöpft. „Sag uns warum du das machst!“, fragte Robert den Unbekannten Feind, „Du bist wie wir ein Power Ranger! Also wieso bist du dann nicht auf unserer Seite?“ „Weil ich geschaffen wurde um euch zu vernichten!“, entgegnete ihm der schwarze Ranger. „Noch deutlicher geht’s wohl nicht! Los Leute, zeigen wir ihm wo der Hammer hängt!“, meinte Jordan entschlossen. „Ausnahmsweise stimmte ich dir zu.“, sagte Chris. „Moment mal, ich sehe da immer noch die Möglichkeit ihn von unserer Sache zu überzeugen!“, warf Robert ein, „Der Typ ist doch wohl genauso ein Mensch wie wir. Wieso sollte er dann die Vernichtung der Menschheit wollen?“ Als der schwarze Ranger das hörte, musste er nur noch mehr lachen. „Glaubt mir, ich bin ganz und gar nicht wir ihr!“ Dann rief er laut: „Schattenklingen aktivieren!“ Die vorderen der beiden dunkelroten Klingen klappten an seinen Handgelenken nach vorne und ähnelten den Sonnenklingen der drei Rangers, die Hintere blieb wo sie war. „Zeigt mir eure wahre Stärke!“, forderte er sie auf. Die Rangers reagierten sofort und aktivierten ihrerseits die Sonnenklingen. „Gut.“, sagte der schwarze Ranger zufrieden. Mit einer unglaublichen Geschwindigkeit rannte er auf den roten Ranger zu, der herausfordernd einige Schritte noch vorn getreten war. Kurz vor ihm blieb er stehen, Robert hatte noch nicht mal Zeit seine Schwerter zu erheben, und zog ihm in kürzester Zeit mehrmals seine Klingen über die Brust. Der schwarze Ranger war ungeheuer stark und der letzte Hieb beförderte Robert mehrere Meter durch die Luft, bis er hart gegen eine Wand prallte. Regungslos blieb er am Boden liegen. Chris und Jordan konnten nicht mal eingreifen, so schnell war der Angriff erfolgt. Dann ging der schwarze Ranger auch schon auf Chris los, den er ebenfalls gegen die Wand schleuderte und der dann neben Robert landete. „Und jetzt zu dir!“, rief er bevor er sich Jordan zu wandte. Nicht einmal bei ihr zögerte er. Jordan konnte gerade noch die Klingen vor der Brust überkreuzen um sich zu schützen, doch das konnte ihren Gegner nicht aufhalten. Er durchschlug die nutzlose Verteidigung und wenige Augenblicke später lag Jordan neben ihren Kameraden. „Erbärmlich!“, höhnte der schwarze Ranger und schritt in normalem Tempo auf die bewegungslosen Rangers zu, „Ich wünschte ihr hättet mich mehr gefordert. Kaum zu glauben wie ihr euch so lange gegen die Macht der Schatten wehren konntet!“ Inzwischen stand er bei den Rangers und hatte seine rechte Schattenklinge erhoben um zuerst Robert ein Ende zu bereiten. Doch dann hielt er inne, als er plötzlich, trotz des Helms einen intensiven Geruch wahrnahm. Seine Sinne waren schärfer als die gewöhnlicher Menschen und dieser Geruch brannte ihm in der Kehle. Er lenkte ihn ab und nahm sein ganzes Denken in Anspruch, er musste ihm einfach folgen.
Durch die Wand, gegen die er die Rangers geschleudert hatte, führte ein Durchgang zu mehreren Geschäften. In einer Ecke hatte sich eine junge Frau versteckt, die vor den angreifenden Schattenkriegern geflohen war. Sie blutete am Arm und genau das war es, was den schwarzen Ranger angelockt hatte. Sie erschrak und schrie auf, als sie die schwarze Gestalt erblickte. „Geh weg!“ rief sie panisch und wollte aufstehen um davon zu rennen. Der schwarze Ranger packte sie und verwandelte sich zurück. Er war wie ferngesteuert. Aus seinem Oberkiefer wuchsen zwei Reißzähne und seine Augen glühten rot auf. John stieß seine Zähne in den Hals der Frau und saugte sie leer. Endlich konnte er seinen Durst löschen. Aber als er ihr ganzes Blut getrunken hatte, kamen das Brennen und das Verlangen nach mehr zurück. Das machte John wahnsinnig. Wie in Trance ging er in ein Geschäft, wo er Menschen hören konnte die sich ebenfalls versteckten. Wie ein Tier fiel er über sie her und saugte sie aus. Kurz nachdem er den Letzten tötete, wurde er von schwarzem Rauch eingehüllt und verschwand.

Die Rangers lagen immer noch regungslos auf dem Boden, als sich zwei erstaunte Menschen näherten. Es waren Logan Baker, ein Reporter der JNC und seine Kamerafrau Sophie Brown. „Eine Fata Morgana, eindeutig!“, stieß Logan hervor als er die Power Rangers sah. „Jetzt krieg´ dich wieder ein, wir sind hier um zu berichten!“, erinnerte ihn Sophie. „Richtig! Und zwar über die Identitäten der Power Rangers! Wir werden berühmt sage ich dir!“, rief Logan. Er sah aus als wollte er gleich einen Freudentanz vollführen. Sophie aber sah die Sache etwas anders. Den Power Rangers die Helme abnehmen während sie verletzt am Boden lagen? Das konnte unmöglich richtig sein. „Was?! Spinnst du? Die haben nicht ohne Grund Helme auf! Du kannst ihnen die nicht einfach abnehmen während sie ohnmächtig daliegen!“, warf Sophie ihm vor. „Ich sag´s dir nicht gern Sophie, aber du hast nen Knall! Das bringt uns an die Spitze!“, erwiderte Logan. „Vergiss es!“, sagte Sophie, „Wir sollten ihnen besser helfen, die sehen ganz schön fertig aus!“
Während sich die Reporter weiter stritten, kamen die Rangers langsam wieder zu sich. „Von diesem Geschrei bekomme ich Kopfweh.“, meinte Robert leise, „Los, wir verziehen uns. Prinzessin Kala muss über diesen schwarzen Ranger informiert werden.“ Die Rangers ließen sich von hellem Licht einhüllen und waren verschwunden.
Das Licht überraschte die Reporter, die ihren Streit sofort beendeten. Zu ihrer Enttäuschung waren die Power Ranger verschwunden. „Hey, wo sind die hin?“, fragte Logan und blickte sich in alle Richtungen um. „Weg, das siehst du doch. War wohl doch ne Fata Morgana“, meinte Sophie grinsend, „Das hast du nun davon. Du hättest mich besser ein paar Aufnahmen machen lassen sollen, wie du ihnen hilfst. Dann wärst du selbst als so ne Held dagestanden. Der große Logan Baker, der trotz Gefahr den Power Rangers zu helfen versucht! Aber jetzt...“ Verärgert darüber, dass sie nicht mal eine einzige Aufnahme von den Power Rangers gemacht hatten, rief Logan: „Schöne Pleite! Ist alles nur deine Schuld! Du musstest ja unbedingt davon anfangen, was richtig und falsch ist!“ Sophie hob ihre Kamera und sagte genervt: „Halt jetzt endlich die Klappe! Stell dich hin und berichte über den Vorfall!“

Die Schattenbrüder hatten John zurückgeholt. Sie waren nicht gerade davon angetan, dass er sich hat ablenken lassen während er gerade im Begriff war, die Power Rangers zu vernichten. Der kleinste Geruch menschlichen Blutes und John vergaß wer er war. „Du musst lernen dich besser zu beherrschen! Lass deine Gier nach Blut nicht deinen Verstand kontrollieren!“, zischte Morpheus.
John begriff langsam, was es bedeutete ein Vampir zu sein und sagte: „Verzeiht Meister, es wird nicht noch einmal geschehen.“ Reuevoll senkte er seinen Kopf. „Ich hoffe es um Deinetwegen.“, meinte der Älteste. Dann ergriff Minos das Wort. Er wandte sich an Mantikes, der insgeheim froh war das John versagt hatte. Bald schon würde er wieder in der Gunst seiner Herren stehen. „Besorge unserm neuen Krieger mehr Blut von der Höllenbestie, dass wird ihm eine Zeit lang genügen!“, befahl Minos. „Gewiss, Meister!“, sagte der ehemalige General und ging.
Mal´akh erhob sich von seinem Thron und verließ ebenfalls den Raum. Er war sehr zufrieden über Johns Versagen und wusste nun wie er ihn daran hindern sollte, die Rangers zu vernichten ehe er sie für sich nutzen konnte. Er zog sich in die alten Archive zurück, nach einiger Zeit stieß auch Calypso zu ihm. Mal´akh lachte leise. „Damit hätten wir wohl seine größte Schwäche herausgefunden. Wir müssen nur dafür sorgen, dass der Geruch von Blut ihn im Kampf ablenkt. Damit sollten sich die Lichtkrieger solange wie nötig verteidigen können!“, sagte er. „Dann werde ich dafür sorgen, dass Blut ihn um den Verstand bringt!“, meinte Calypso. „Tue das! Ich suche derweil nach einer Möglichkeit, Minos in die graue Zwischenwelt zu folgen.“, sagte der Schattenmeister. Calypso legte ihre Arme um seinen Hals als sie flüsterte: „Und nichts und niemand wird uns dann noch aufhalten können!“

Die Rangers standen im Sonnentempel Prinzessin Kala gegenüber, die auf sie zu kam. Sie hatten sich wieder zurück verwandelt. „Ich verstehe das nicht!“, sagte Kala erschrocken, „Wie kann so etwas nur möglich sein? Wie können die Schatten einen vierten Ranger geschaffen haben?“ „Keine Ahnung wie, aber sie haben´s geschafft. Und der schwarze Typ hat leider ordentlich Power.“, meinte Robert. „Ja, wir konnten gar nicht schnell genug schauen, schon lagen wir am Boden!“, fügte Chris hinzu. „Und gegen seine Stärke ist auch kein Kraut gewachsen!“, sagte Jordan. „Er hätte uns fertig machen können, aber stattdessen scheint er einfach abgehauen zu sein! Wieso?“, fragte sich Robert. „Vielleicht weil er ein Sadist ist und uns ein langsames und qualvolles Ende bereiten will.“, sagte Chris. „Klar, das wird’s wohl sein.“, meinte Jordan beiläufig, „Aber jetzt mal im Ernst! Wieso hat er uns nicht fertig gemacht?“ „Ich weiß es nicht.“, sagte Kala betrübt, „Und ich weiß auch nicht wozu er noch alles imstande ist noch wer er ist.“ „Aber was wir wissen ist, dass wir praktisch keine Chance gegen ihn haben!“, warf Robert ein und ging auf und ab um seine aufkommende Wut zu unterdrücken. „Seine Stärke könnten wir ja noch ausgleichen.“, meinte Chris. „Weil uns das auch so viel weiter bringt! Der Typ tritt dir schneller in den Hintern als du Aua sagen kannst!“, rief Jordan gereizt. „Das bedeutet, dass uns demnächst keine rosigen Zeiten bevorstehen.“, sagte Robert und überlegte weiter, „Was wenn der Kerl auch einen Zord hat, der ähnlich stark ist und so weiter. Oder gar einen Megazord!“ „Jetzt hört doch mal mit dieser Schwarzmalerei auf!“, beschwerte sich Chris. „Netter Ausdruck. Mal ehrlich Chris, wo siehst du auch nur die kleinste Möglichkeit wie wir den Typen im schwarzen Strampler besiegen können?“, fuhr Jordan ihn an. „Im Gegensatz zu dir denke ich wenigstens positiv!“, rief Chris und sah sie wütend an. „Nicht jetzt, Leute!“, wies Robert sie zurecht. Dann hörten sie die Prinzessin sprechen. „Möglicherweise...“, begann sie, „könnten euch die schlafenden Zords, wenn sie denn wieder erwachen, eine zusätzliche Kraft verleihen. Ich konnte leider nichts Genaueres darüber nachlesen, doch es wäre den Versuch wert.“ „Heißt das, wir sollen einfach nur die Zords erwecken und dann geben die uns mehr Power?“, fragte Robert. „So ist es.“, bestätigte Kala. „Worauf warten wir dann noch? Ran an die Arbeit und dann drehen wir den schwarzen Angeber durch den Fleischwolf!“, meinte Jordan nun besserer Laune. „Ihr wollt die Zords jetzt erwecken?“, rief Chris. Robert seufzte, auch wenn er gerade Streit mit Chris hatte, tat er ihm im Moment Leid. „Hör zu. Wenn der schwarze Ranger wieder auftaucht, dann reicht unsere Power nicht aus um ihn aufzuhalten. Wir haben keine Wahl, als es jetzt zu tun!“, meinte der Anführer. „Aber es ist doch noch nicht mal klar, ob wir dann überhaupt mehr Power bekommen!“, meinte Chris. „Hey, du bist doch der Positivdenker! Da hast du deine Chance wie wir gewinnen können!“, erinnerte ihn Jordan. „Ich fürchte, ihr habt tatsächlich keine andere Wahl.“ meinte Kala. Aber Chris fürchtete sich noch immer davor, sich mit seinen Erinnerungen auseinander setzen zu müssen. Robert sagte kühl: „Also entweder wir wecken die Zords auf oder wir hoffen das uns der schwarze Ranger bei nächsten Mal nicht umlegt.“ „Tolle Alternative.“, bemerkte Jordan. Das Argument hatte eine bestechende Logik, gegen die Chris nichts einwenden konnte. „Gut, ich schätze mal je weniger ich darüber nachdenke, desto leichter wird es.“, meinte er dann. „Ich hab dir gesagt, dass wir alle hinter dir stehen.“, sagte Robert und klopfte ihm auf die Schulter, „Also dann, los geht’s!“ „Ich werde euch die die Seelenkristalle holen.“, rief Kala und verschwand durch einen der Durchgänge die vom Hauptraum abzweigten. Die Rangers schauten sich vielsagend an.

„Hier, sorge dafür das unser Freund das trinkt.“, sagte Mal´akh und überreichte Calypso ein Fläschchen mit durchsichtiger Flüssigkeit, „Es wird dafür sorgen, dass es John noch mehr nach Blut dürstet.“ „So gut wie erledigt!“, meinte sie und ging davon. Die Schattengenerälin wusste schon wie sie dafür sorgen sollte, dass der schwarze Ranger es trank. Sie war auf dem Weg zur Höllenbestie, die unter dem Tempel hauste. Mantikes kam ihr, ganz wie sie erhofft hatte, entgegen. Er trug einen Krug mit dem Blut der Bestie, dass für John bestimmt war. „Gib mir den Krug und kümmere du dich besser um die Schattenkrieger. Du weißt das sie schnell aufeinander losgehen wenn sie nichts anders zu tun haben.“, sagte Calypso desinteressiert. „Meister Minos hat mir aufgetragen, das Blut zu besorgen und genau das werde ich auch tun!“, meinte Mantikes trotzig. Er hasste es wenn er von seiner ehemaligen Kollegin wie ein unfähiger Trottel behandelt wurde, nur weil sie jetzt über ihm stand. „Du wirst dich sofort um die Schattenkrieger kümmern!“, entschied Calypso. Mantikes fauchte und meinte: „Du solltest dich besser vorsehen, denn lange werde ich nicht dein Untergebener sein!“
„Ach nein? Na wir werden sehen.“ entgegnete sie ungerührt. Dann nahm sie ihm den Krug ab und verschwand. Mantikes schlug wütend mit einer Faust gegen die schwarze Felsmauer. „Ja, wir werden sehen!“, knurrte er.
Außer Sichtweite schüttete Calypso die Flüssigkeit ins Blut und ging Richtung Thronsaal, wo John wartete.

Prinzessin Kala kam mit einer schwarzen Schatulle mit goldenen Verzierungen darauf zurück. „Diese Seelenkristalle werden alles Glück aus euren Seelen saugen, solange ihr sie ihn Händen haltet. Nur die dunklen Erinnerungen werden bleiben und wie ein Schatten auf euch liegen. Das tödliche Licht draußen wird nicht in euch eindringen können. Doch funktionieren die Kristalle nur, solange ihr unverwandelt seid. Ihr müsst euch beeilen, bevor euch das Licht in den Wahnsinn treiben kann!“, erklärte sie nochmal. „Na wenn´s weiter nichts ist.“, meinte Jordan ironisch. Kala sprach weiter: „Vergesst nicht, ihr müsst euch zum höchsten Punkt des Sonnentempels begeben und mit eurer vereinten Power die Zords rufen und damit erwecken.“ Dann ging sie auf Robert zu und übergab ihm die Schatulle. „Geht zum Haupteingang des Tempels und nehmt die Kristalle in die Hand, bevor ihr das Tor öffnet. Der höchste Punkt ist der große Turm, dessen Spitze man nur von außen über eine Art Treppe erreichen kann, die aus den den Kristallen der Höhle gebildet ist, in der sich der Sonnentempel befindet.“ sagte sie. „Ich muss im Hauptraum bleiben, weil das einfallende Licht mich sonst treffen würde.“ Kala wusste, dass das alles unumgänglich war, doch das ließ die Geschichte trotzdem nicht weniger gefährlich erscheinen, als sie war. „OK, alles klar.“, meinte Robert, „Wir packen das schon!“ Er nickte seinen Freunden zu und gemeinsam gingen sie zum Eingang des Tempels.

John hatte das Blut der Höllenbestie getrunken, doch anstatt das es seinen Durst löschte, brannte seine Kehle nur noch mehr. Aber er ließ sich nichts anmerken, denn seine Meister erwarteten von ihm, dass er ein disziplinierter Krieger war. „Ich bin bereit es noch einmal mit den Power Rangers aufzunehmen!“, antwortete er nur. „Dann geh! Locke sie aus ihrem Versteck heraus und vernichte sie endgültig!“, befahl Morpheus mit lauter Stimme. „Wie Ihr es wünscht, Meister!“, sagte John und aktivierte dabei seinen Morpher. „Dark Power Awake!“, rief er. Schwarze Blitze verwandelten ihn und gleich darauf verschwand er.
In Jericho City angekommen, nutze er seinen Morpher gleichzeitig als Laser. Der schwarze Kristall leuchtete und Laserstrahlen kamen aus seinen Fingerspitzen hervor. Die Bewohner waren verwundert, dass ausgerechnet ein Power Ranger sie angriff. Schreiend suchten sie das Weite. Nicht mehr lange und die Krieger des Lichts würden kommen.

Der Eingang bestand aus einem großen goldenen Tor, auf dem Bilder eingeritzt waren, die an Höhlenmalerei erinnerten. Laut Prinzessin Kala musste nur einer von ihnen seine rechte Handfläche auf die Darstellung einer Hand in der Mitte des Tors legen. Jordan dachte nicht lange nach und meinte: „Also dann, gib uns die Kristalle Robert!“ Bei dem Satz zuckte Chris leicht zusammen, gleich würde es los gehen. Robert sah kurz zum Tor und dann zu seinen Freunden, dann öffnete er das Kästchen. Insgesamt lagen darin fünf schwarze, längliche Kristalle die die Größe eines kleinen Fingers hatten. „Jetzt wird’s Ernst.“, erinnerte er. Die anderen nickten, dann griffen sie der Reihe nach hinein. Sobald sie die Kristalle in Händen hielten, spürten sie die enorme Wucht ihres eigenen Unglücks. Ihre Körper fühlten sich merkwürdig bleiern und schwach an. Es war schwer, an etwas anderes zu denken als an die dunkle Vergangenheit. Chris überkam plötzlich das Gefühl von tiefer Schuld. Geschockt davon, ließ er den Seelenkristall wieder fallen. Doch dann sah er die Gesichter seiner Freunde und er atmete tief durch. „Ich schaffe das!“, meinte er durch zusammengebissene Zähne und nahm den Kristall wieder. Robert sagte leise: „Auf geht’s, Leute. Ich öffne jetzt das Tor. Seid ihr bereit?“ Sie nickten.
Daraufhin ging Robert die letzten Schritte zum Tor und legte seine rechte Handfläche auf die Abbildung. Sein Armband begann zu leuchten und helles Licht erleuchtete die Schnitzereien im Tor. Dann öffnete es sich in der Mitte und schwang wie eine Flügeltür auf. Grelles Licht kam von draußen. Doch das Licht kam den Rangers seltsam dunkel vor. Langsam schritten sie hinaus. Alles glänzte und strahlte, doch die Rangers schienen es nicht zu bemerken. Die Kristallhöhle in der sich der Tempel befand, war riesig. Der Tempel hätte locker noch fünfmal hinein gepasst. An der gegenüberliegenden Wand erblickte Chris die Treppe. Sie war in die Wand hinein geschlagen und trat nur weiter ob hervor, um wie eine Brücke zum Turm zu führen. Robert nickte seinen Freunden zu und ging auf die Treppe zu. Gemeinsam stiegen sie die vielen Stufen hinauf. Es war ein langer und anstrengender Aufstieg. Die Freunde wechselten kein Wort miteinander, zu sehr auf ihre Erinnerungen fixiert. Glücklicherweise mussten sie sich nicht darum sorgen, dass das Licht sie verrückt machte, es war als würden sie durch einen dunklen Tunnel laufen. Und dann, nach einer gefühlten Ewigkeit, hatten sie den Turm erreicht und erst jetzt sahen sie die unglaubliche Größe der Höhle. Sie hatten sich in einem Dreieck aufgestellt und die Armbänder in ihre Morpher umgewandelt. Die Rangers legten ihre rechten Hände übereinander und riefen laut: „Wir rufen die alten Zords, erwacht zu neuem Leben!“ Ihre Verwandler leuchteten hell auf und Lichtstrahlen schossen in alle Richtungen davon. Tief verborgen im Kristall trafen die Strahlen die alten Geschöpfe. Golden leuchteten ihre Umrisse auf und sie warfen die Strahlen noch verstärkt zurück. Langsam hatten die Ranger Mühe, die strahlende Verbindung aufrecht zu erhalten. „Nicht aufgeben!“, rief Robert angestrengt. Dann bewegten sich die Zords. Als sie versuchten aus ihrem Kristallgefängnis auszubrechen, erzitterte die Höhle. Die Brücke die zur Treppe führte, krachte unheilvoll. Laut brüllten die alten Wesen auf. „Verschwinden wir von hier!“, meinte Jordan daraufhin und gemeinsam eilten sie über die Brücke. Sie erreichten die Treppe und liefen so schnell sie konnten hinunter. Unten angekommen eilten sie schnell zum Tempeleingang, als einige Kristalle von der Decke herabstürzten. „Vorsicht!“, schrie Robert. Schnell rannten sie in den Tempel, bevor die Kristalle sie treffen konnten. Dann legte Robert wieder seine Hand auf das Tor und verschloss es. Und als kein Licht mehr einfiel, konnten die Freunde endlich die Seelenkristalle loslassen. Erleichtert atmeten sie auf. „War doch gar nicht schwer.“, meinte Robert. Chris sah das anders: „Für dich vielleicht!“ In seinem Kopf schwirrten immer noch die alten Erinnerungen. „Na wenigstens hätten wir das jetzt hinter uns. Ab jetzt kann´s wohl nur besser werden , oder?“, sagte Jordan. Zusammen liefen sie zum großen Saal zurück. Doch leider war Jordan im Unrecht, denn der schwarze Ranger war wieder aufgetaucht!

Der schwarze Ranger wunderte sich allmählich, wo die Lichtkrieger blieben. Er hatte bereits großen Schaden angerichtet, doch niemand kam. Wütend griff er zu einer anderen Waffe, seiner Fledermausarmbrust. Die Mittelsäule der Armbrust glänzte silbern. Der Bogen sah aus wie die Flügel einer Fledermaus. Doch verschoss die Armbrust keine Pfeile, sondern dunkelviolette Energiestrahlen. John schoss wild um sich, in der Hoffnung es würde die Rangers endlich anlocken.
„Kommt endlich aus eurem Versteck heraus!“, rief er laut und schoss auf zwei Autos, die darauf explodierten.
„Dreh dich doch mal um und schau genauer hin!“, sagte der rote Ranger plötzlich. „Und so was nennt der Schnelligkeit.“, meinte der gelbe Ranger. Nur der blaue Ranger schwieg, der heutige Tag war sehr schwer für ihn.
„Hahaha! Ihr habt euch ganz schön Zeit gelassen!“, bemerkte der schwarze Ranger, „Aber sei´s drum. Euer Ende war sowieso absehbar!“ Dann riss er seine Fledermausarmbrust hoch und schoss auf die Rangers. Diese konnten sich gerade noch zur Seite abrollen. „Natürlich. Zuerst kommen sie alle mit ihren tollen Lasertricks und versuchen und abzuknallen.“, meinte Jordan unbeeindruckt. „Und wie steht es damit?“, rief ihr Gegner und rannte mit Superspeed auf die Rangers zu und schlug mit seiner Armbrust auf sie ein. Diesen schnellen Angriffen konnten sie nicht ausweichen und landeten hart auf dem Boden. „Das ist wohl kaum was Neues!“, entgegnete Chris, als sie wieder aufstanden. „Aber dafür ist das hier was Neues!“, rief Robert, „Seid ihr bereit?“ „Bereit!“, antworteten Ranger Blau und Gelb gemeinsam. Zusammen streckten sie ihre rechten Hände nach vorne und riefen: „Mit dem Licht des Ra!“ Ihre Verwandler strahlten hell und eine goldene Lichtwand erschien vor ihnen. Der schwarze Ranger schoss auf diese Wand, doch die Schüsse prallten einfach ab. Die Lichtwand bewegte sich auf die Rangers zu und verwandelte ihre Anzüge. Nun hatten alle goldene Stiefel, goldene Ringe um den Oberarmen und goldene Schulterplatten. Hinter ihnen verschwand die Lichtwand wieder. Die neuen Anzüge glänzten im Sonnenlicht, der schwarze Ranger betrachtete sie erstaunt. „Gleich geht dir der Arsch auf Grundeis, Kumpel!“, sagte der rote Ranger. John wusste um die Fähigkeit der Rangers, immer noch stärker zu werden. Doch er spürte nur seine eigene Stärke und glaubte fest daran, dass er trotzdem immer mächtiger als die Lichtkrieger je sein würden. Amüsiert meinte er: „Ich hoffe ihr könnt mir dieses Mal einen anständigen Kampf liefern!“ „Verlass dich drauf!“, antwortete ihm der gelbe Ranger.
John stürmte wieder mit seiner Waffe auf die Rangers los und versuchte sie damit zu schlagen. Doch ihre neue Power verlieh den Rangers bessere Reflexe und machte sie schneller. Da John aber dennoch schneller war, traf er seine Gegner einige Male. Die drei Rangers konnten nur einigen seiner Schläge ausweichen. Aber dank ihrer neuen Anzüge nahmen sie kaum Schaden davon.
Robert konnte einen Schlag abfangen und hielt die Fledermausarmbrust fest umklammert. Chris hatte seine Sonnenklingen aktiviert und schlug auf Johns Rücken ein. Der schwarze Ranger riss seine Waffe los, wirbelte herum und feuerte auf den blauen Ranger, der einige Meter zurück fiel. Doch durch diese Aktion konnte er Jordans Attacke nicht ausweichen, die mit ihrem Sun Blaster auf den schwarzen Ranger schoss. Und Robert hatte sein Drachenschwert gerufen, dass er John mehrere Male kraftvoll über seine Brust zog. Mit qualmendem Anzug wich der schwarze Ranger immer mehr zurück. Wütend schrie er auf und schoss wie wild mit seiner Armbrust auf die Rangers. Doch diese sprangen schnell zurück. Aber noch während sie sich in der Luft befanden, rannte John auf sie los und schlug mit seiner Waffe auf sie ein. Er schlug mit all seiner Kraft zu und warf die Rangers gegen Lampenmasten und Wände. „Eure neue Power ist nichts im Vergleich zu meiner Macht!“, rief er laut und wartete darauf, dass sie wieder angriffen. Die Power Rangers standen wieder auf und versammelten sich. Der Kampf war zwar ausgeglichener als der Letzte, doch der schwarze Ranger war immer noch zu stark. Es wurde Zeit für andere Tricks. „Ich hab eine Idee.“ sagte Robert leise, „Chris, du wirbelst den Kerl durch die Luft während Jordan und ich ihm eine verpassen.“ Die beiden nickten und riefen Waffen, die Greifenaxt und den Levispeer.
John setzte schon wieder zu einer seiner Blitzattacken an. Chris reagierte schnell und rief: „Energiewirbel!“ Auf den Rücken des blauen Rangers erscheinen die Flügel eines Greifs. Chris breitete seine Flügel aus und fing an mit ihnen zu schlagen. Die Schwingen luden sich mit blauer Energie auf und schleuderten diese wie eine Windböe auf John. Während dieser durch die Luft flog, aktivierten Robert und Jordan ihre Spezialattacken. Der rote Ranger verpasste John in der Luft einen harten Schlag mit seinem flammenden Schwert und schleuderte ihn damit zu Jordan, die von der anderen Seite mit ihrem Speer angeflogen kam und ihn gegen den Kopf des schwarzen Rangers stieß. Aus John Anzug sprühten Funken und weißer Qualm. Sein Helm hatte einen kleinen Riss.
„Klassisches Schachmatt würde ich sagen!“, meinte Robert. „Wenn ihr glaubt, ihr hättet mich besiegt, so habt ihr euch gewaltig getäuscht!“, zischte der schwarze Ranger zornig, „Bringen wir das ganze auf eine höhere Ebene!“ Er streckte seine rechte Hand in die Luft und rief: „Fledermauszord, erscheine!“ Der Himmel verdunkelte sich und schwarze Blitze durchzuckten ihn. Dann erschien eine gigantische schwarze Fledermaus mit zwei Reißzähnen im Maul. „Jetzt fängt der Spaß erst richtig an!“, lachte der böse Ranger und sprang in seinen Zord. „Also Matt ist der noch lange nicht, noch nicht mal Schach.“, sagte Jordan.
Der Fledermauszord landete auf einem der Wolkenkratzer und krallte sich am Dach fest. Dann schlug er mit seinen Flügeln und verursachte einen heftigen Sturm. Die zerstörten Autoteile flogen durch die Gegend und richteten noch mehr Schaden an. Lampen und die Bäume im nahen Park wurden herausgerissen. Die Rangers konnten sich kaum auf den Füßen halten. Der Tag war noch lange nicht vorbei.

Ende

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Castle: "Es gibt zwei Sorten von Menschen die darüber nachdenken, wie man am besten Leute tötet: Psychopathen und Krimiautoren. Ich gehöre zur besser bezahlten Sorte."


8. Jan 2012, 19:29
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Beitrag Re: Power Rangers Alliance of Light
Episode 11

Unerwartet

Nachdem die Rangers des Lichtes dem Ranger der Dunkelheit knapp entkommen waren und sich dazu entschieden, die alten Zords zu erwecken um noch stärker zu werden, folgte nun der nächste Kampf. Auch der schwarze Ranger hatte einen Zord und mit diesem griff er Jericho City an. Sein Fledermauszord entfachte einen Sturm, wirbelte alles durch die Luft und verursachte großen Schaden.
„Worauf warten wir noch? Schicken wir den Kerl zurück in seine Höhle!“, rief Jordan. Bei dem starken Wind konnte man sie kaum verstehen. „Zeit für die Zords, Leute!“, schrie Robert gegen den Wind. Die Power Rangers streckten ihre rechte Hand in die Luft und riefen: „Wir rufen die Power der alten Geschöpfe!“ Ihre Morpher begannen zu leuchten und helles Licht durchbrach den verdunkelten Himmel. Der Drachenzord, der Greifenzord und der Leviathanzord erschienen. Die Ranger bemannten ihre Zords und steuerten sogleich auf den schwarzen Ranger zu. Dieser stieg mit seinem Fledermauszord in die Luft und augenblicklich hörte auch der Sturm auf, den sein Flügelschlagen verursacht hatte. Im Inneren seines Zord war es schwarz wie die Nacht. Die dunkle Fledermaus flog auf die drei gegnerischen Zords zu und traf sie hart, als sie schnell an an ihnen vorbei zischte. Gleich darauf drehte sie schnell um, setzte sich wieder auf einen Wolkenkratzer und schlug mit ihren Flügeln. Die Rangers wurde weit zurückgeschleudert.
„Schluss jetzt!“, sagte Robert und flog wieder auf den schwarzen Zord zu, „Drachenfeuer!“ Sein roter Drache spie einen Feuerschwall direkt auf den Feind, der nicht rechtzeitig vom Dach abhob und getroffen wurde. Jordan nutzte gleich die Gelegenheit und meinte: „Zeit für ne Abkühlung!“ Daraufhin spuckte ihr Leviathanzord einen Wasserstrahl auf die Fledermaus. Wütend schrie der schwarze Ranger: „Feuer und Wasser werden mich nicht aufhalten. Schockwelle!“ Der Fledermauszord riss sein Maul auf und schrie. Es war ein Schrei, der durch Mark und Bein ging. Er ließ die Glasscheiben in der Umgebung splittern und lähmte die Rangers. Dann hörte der Schrei auf und die Fledermaus griff an. Sie krallte sich den Greifenzord und warf ihn auf den Drachenzord. Den Leviathanzord packte die Fledermaus am hinteren Ende und benutzte ihn wie eine Peitsche gegen die beiden anderen Zords. Zusammen fielen sie zu Boden. „Er setzt uns einfach gegen uns selbst ein!“, sagte Chris. „Das wird er nicht mehr lange können.“, meinte der Anführer, „Zordverbindung zum Sonnen Biest Megazord!“ Die Zords verbanden sich und standen nun als Einheit dem Fledermauszord gegenüber. „So gefällt mir die Sache schon besser!“, sagte Jordan. Doch noch bevor der Megazord angreifen konnte, fing der Fledermauszord wieder mit seinem schrecklichen Geschrei an. Die Schallwelle drängte den gigantischen Krieger zurück. Dann flog der schwarze Zord auf die Rangers zu und traf sie hart. Aber der Megazord war schnell wieder unter Kontrolle und die Ranger packten die Fledermaus, bevor sie sie wieder treffen konnte. Mit der linken Hand hatte der Megazord den Fledermauszord an einem Flügel gepackt und mit der Rechten den Kopf. Mit aller Kraft zog der Sonnen Biest Megazord an der Fledermaus, um sie auseinander zu reißen. Metallisches Krachen war zu hören und im Inneren des schwarzen Zords schrie John, denn er spürte den Schmerz seines Zords, der mit ihm verbunden war. Schnell aktivierte er die Augenlaser seines Kampfgefährten, schoss auf den Kopf des Megazords und nutzte die Ablenkung, um zu verschwinden. Fürs erste war dieser Kampf unentschieden.

Endlich konnten sich die Rangers nach diesem anstrengenden Tag ausruhen. Am nächsten Morgen war Jordan wieder bei ihrer Arbeit im Coffee and more. Sie wunderte sich, warum John nicht da war.
Und Robert war noch mit Vorbereitungen für den nächsten Monat beschäftigt, ab dem er dann an der Jericho State University Jura studieren würde. Außerdem zerbrach er sich den Kopf, was er wegen Slater and Partners unternehmen sollte. Er hatte die Sache immer noch nicht mit Chris geklärt, der Mr. Slater nach wie vor für einen Wohltäter hielt. Nur Eines war sicher: Robert würde Slater hinter Gitter bringen, so wie sein Vater es vorhatte.
Chris war inzwischen wieder bei der Arbeit in Slaters dubioser Firma. Er hatte sich für sein Fehlen entschuldigt und versprochen, heute noch alles in Ordnung zu bringen und morgen würde er die Programme zur Steuerung von Slaters Frachtschiffen überarbeiten.
Gerade saß Chris im Verwaltungsraum vor dem Hauptrechner. Alles was in diesem Unternehmen vor sich ging, wurde hier gespeichert. Er war eigentlich so gut wie fertig und wollte nur noch einmal alles überprüfen, als er auf einen verschlüsselten Ordner stieß. Merkwürdig, dachte Chris, Eigentlich müsste man auf alles zugreifen können. Wieso sollte man Unterlagen vor den Mitarbeitern verbergen, die sie doch für ihre Arbeit brauchten? Da kamen Chris Roberts Worte in den Sinn. Nein, Mr. Slater hat nichts mit diesen Anschuldigungen zu tun! Er ist ein anständiger Mann!, ging es im durch den Kopf. Und doch schien Chris nun zu zweifeln und dachte daran, wie Ernst es seinem Freund mit den alten Akten war. Unbewusst traf er eine Entscheidung: Er holte seinen Laptop wieder hervor und kopierte diese seltsame Datei. Zu hause konnte er sie dann in Ruhe entschlüsseln.
Unerwartet legte ihm jemand die Hand auf die Schulter und Chris fuhr erschrocken herum. Vor ihm stand ein kräftig aussehender Kerl mit Glatze und einem misstrauischem Gesichtsausdruck. „He, was machen Sie da? Wieso packen Sie den Laptop wieder aus?“, fragte der Typ mürrisch. Es schien als hätte er den neuen Mitarbeiter die ganze Zeit im Auge behalten. Chris fühlte sich ertappt, doch er antwortete so ruhig er konnte: „Ich musste nur nochmal was checken, aber wie es aussieht ist alles in Ordnung. Damit wäre meine Job für heute erledigt.“ Chris packte seine seine Sachen wieder ein und stand auf. Der Kerl hatte blickte ihn immer noch misstrauisch an und meinte: „Wenn Sie es sagen.“ Dann wandte er sich ab. Als Chris ging, starrte der glatzköpfige Mann ihm hinterher.

In der Höhle der Schatten waren alle im Thronsaal versammelt. Minos saß still auf seinem Thron und machte sich Gedanken über das weitere Geschehen. Morpheus hatte seine Wut über Johns Niederlage herausgelassen. Immer noch zornig lief er auf und ab. Mal´akh stand mit verschränkten Armen vor seinem Thron und beobachtete alles. Calypso, Mantikes und John standen in einer Reihe vor dem Becken.
Morpheus hätte große Lust, den nichtsnutzigen Menschen zu töten, doch andererseits wäre dies eine Verschwendung. Für die neue Macht der Power Rangers konnte er immerhin nichts. Und wie sollte ein einziger Zord gegen drei andere ankommen. Eines stand fest: Der schwarze Ranger brauchte noch mehr Power.
Nach einiger Zeit sprach Minos: „Wir stellen John einfach einen unserer Krieger zur Seite. Zusammen werden sie die Power Rangers vernichten. Entweder im Nahkampf, oder sie werden mitsamt ihrem Megazord untergehen!“ „Ja. Mit ihrer neuen Macht sind die Lichtkrieger dem schwarzen Ranger ebenbürtig. Doch mit Verstärkung auf seiner Seite, wird unser Freund den Sieg davontragen können.“, meinte Mal´akh düster. Ihm gefiel nicht, dass er das zugeben musste. Er ließ seinen Blick schnell zu Calypso wandern, die das Gleiche dachte. „Und wen schlägst du vor, Bruder?“, fragte Morpheus, blieb stehen und musterte Minos. „Wie wäre es mit unserem Wolfskrieger, Lykan? Ein Wolfsmonster und ein Blutsauger, diese beiden Wesen fürchteten die Menschen schon damals.“, überlegte dieser. „Ein interessanter Gedanke.“, meinte der Älteste, „Wirklich Bruder, dein Vorhaben gefällt mir!“ Morpheus Laune hatte sich schlagartig verbessert. „Also ist es entschieden und Lykan wird erweckt.“, sagte Mal´akh nüchtern. Die drei Brüder versammelten sich um das Becken und hauchten dem gefallenen Krieger Lykan neues Leben ein. Das Monster sah aus wie ein muskulöser, aufrecht gehender Wolf mit dunkelbraunem Fell. Er trug eine silberne Rüstung und hatte als Waffen scharfe, lange Klauen an den Fingern. Seine Augen leuchteten bedrohlich gelb. „Wie kann ich Euch dienen, mein Meister?“, fragte er mit fauchender Stimme an Morpheus gewandt.

Nachdem Chris sich bei Mr. Slater gemeldet hatte und ihm sagte, dass er mit der heutigen Arbeit fertig sei und sämtliche Programme auf den neuesten Stand wären, ging er nach Hause. Morgen würde er dann den letzten Teil seiner Arbeit erledigen.
In seiner Wohnung angekommen, machte er sich erst einmal eine Tasse Kaffee. Dann setzte er sich im Wohnzimmer vor seinen Laptop und machte sich daran, die Datei zu entschlüsseln, die er verbotener Weiße kopiert hatte. Was hat mich bloß dazu gebracht, die Datei zu kopieren? Das ist strafbar verdammt!, dachte er. Doch anscheinend hatte Mr. Slater etwas zu verbergen und wenn Robert und Jordan Recht hatten, dann musste man diesem Typen das Handwerk legen.
Die Datei war wirklich schwer zu knacken, doch Chris wusste was zu tun war und nach ungefähr einer dreiviertel Stunde hatte er Erfolg. Gespannt laß er sich alles durch. Mit klopfendem Herzen ließ er sich in seinen Sessel sinken. Das kann doch alles nicht wahr sein! Das kann niemals Mr. Slater persönlich betreffen!, dachte er ungläubig. Was sich auf Chris´ Laptop befand, waren alles Unterlagen, die man besser nicht bei den normalen Firmenakten aufbewahrte. Hier wurde fein säuberlich alles vermerkt, von Kundenlisten, Lieferdaten und Kaufabwicklungen, bis hin zur fragwürdigen Ware und anderen angebotenen Dienstleistungen, mit der Slater ein steuerfreies Vermögen verdiente. Plötzlich musste Chris an den merkwürdigen Mann mit Glatze von heute denken, der überhaupt nicht nach einen normalen Mitarbeiter aussah. Was wenn die anderen doch recht haben?, überlegte er, Vielleicht sollte ich mich morgen auf den Frachtern etwas genauer umsehen. Danach können sich immer noch Robert und die Polizei darum kümmern. Damit war die Sache für Chris beschlossen. Obwohl es sehr dumm von ihm war, nicht gleich seine Freunde von seinem Fund zu informieren, wollte er unbedingt erst alles mit eigenen Augen sehen und sich selbst davon überzeugen, dass es wahr ist. Trotz dieser Dokumente wollte er es einfach nicht glauben.

Robert saß im Café und starrte auf den Flachbildfernseher an der Wand, ohne etwas vom TV-Programm mit zu bekommen. Zu hause hatte er es nicht mehr ausgehalten. Er war hin-und her gerissen, was er bezüglich der alten Akten über Slater and Partners machen sollte. Robert hatte ein schlechtes Gewissen wegen Chris. Zudem konnte er sich nicht vorstellen, dass es einen Staatsanwalt gab, der verrückt genug war, um so ein heißes Eisen an zufassen. Slater würde alles daran setzen um denjenigen zu stoppen. Das Einzige was ihn im Moment aufheiterte, war Logan Baker der mit seiner Kamerafrau am Tisch gegenüber saß und sich mit ihr über die Power Rangers stritt. Nach einer Weile setzte sich dann Jordan zu ihm an den Tisch, die ein besorgtes Gesicht machte. „Eigentlich hätte John schon seid Stunden da sein müssen.“, sagte sie, „Meinst du, ihm ist etwas passiert? Vielleicht haben die Schatten ihn sich wieder geholt. Ganz nach dem Motto: Wenn sie mich die kriegen, dann eben meine Freunde.“ „Weißt du, ich würde nicht immer gleich vom Schlimmsten ausgehen und...“, wollte Robert sagen, doch dann glühten ihre Armbänder auf. Sie sahen sich kurz an und suchten sich dann ein ungestörtes Eck, um zu antworten. „Was gibt es?“, fragte der Anführer leise. Prinzessin Kala meldete sich: „Ein neues Monster ist zusammen mit dem schwarzen Ranger in der Stadt aufgetaucht! Chris ist schon auf dem Weg. Beeilt euch!“ „Alles klar.“, entgegnete Robert. „Nicht gleich vom Schlimmsten ausgehen, was?“, meinte Jordan. Zu zweit verließen sie das Coffee and more zum Hintereingang und aktivierten ihre Verwandler. „Sunlight Power Up!“, riefen sie gemeinsam. Dann teleportierten sie sich weg.

Als Robert und Jordan am Ort des Kampfes eintrafen, landete Chris gerade zu ihren Füßen als er vom Wolfsmonster durch die Luft geschleudert wurde. Jordan half ihm wieder auf und fragte: „Seid wann stehst du denn auf Alleingänge?“ „Ist doch nicht meine Schuld, wenn ihr so lange braucht!“, meinte dieser nur. „Sieh an, dann wären wir ja alle beisammen!“, hörten man die dunkle Stimme des schwarzen Rangers sagen. „Aber nicht mehr lange!“, fügte das Monster hinzu. Der rote Ranger betrachtete das neue Wesen und meinte: „Mach dir erst gar nicht die Mühe und gib besser gleich auf!“ „Und du mit dazu!“, rief Jordan zum schwarzen Ranger. „Mit Bitten kommt man bei mir nicht weiter, Süße.“, meinte dieser kühl, „Schattenklingen aktivieren!“ Wieder nutzte John seine unglaubliche Geschwindigkeit, um die Rangers mit seinen Klingen zu verletzten. Bevor die drei Freunde auch nur etwas sehen konnten, lagen sie schon mit qualmenden Anzügen am Boden. „Ihr wisst, was zu tun ist.“, sagte der rote Ranger als sie wieder aufstanden. Seine Kameraden nickten und riefen gemeinsam: „Mit dem Licht des Ra!“ Eine goldene Lichtwand erschien vor ihnen und verändert ihre Anzüge und Fähigkeiten.
Lykan, der Wolfskrieger, war der Nächste der angriff. Er setzte zu einem Sprungkick auf Robert an. Doch dieser konnte schnell ausweichen und schlug Lykan stattdessen in die Magengrube. Fauchend wandte er sich dann an den gelben Ranger und wollte ihn mit seinen Klauen verletzen, aber Jordan blockte den Angriff mit einem Arm ab, griff nach Lykans Handgelenk und schleuderte ihn herum und direkt auf Chris zu. Dieser verpasste ihm noch während des Flugs einen Tritt und das Biest krachte in eine Hauswand. Gegen die neue Macht der Rangers konnten sich die Monster nur schwerlich wehren.
„Dann bin ich wohl jetzt wieder dran!“, rief der schwarze Ranger. Während Lykans Attacke hatte John seine Fledermausarmbrust gerufen und feuerte jetzt auf die Rangers. Unvorbereitet wurden die Rangers von dunkelvioletten Energiestrahlen getroffen. John rannte auf sie zu und benutze die Armbrust wie einen Schlagstock. Er landete bei Chris einen Treffer gegen die Brust, bevor Jordan ihn von hinten packen konnte. Robert hatte seinen Sun Blaster gezogen und schoss auf den schwarzen Ranger, ehe dieser sich losreißen konnte und Jordan zu Boden warf.
Lykan lag immer noch regungslos in den Überresten einer Wand. So ging der Kampf weiter. Keiner schien die Überhand gewinnen zu können.

Die Schatten beobachteten alles ganz genau. Nach einer Weile gab Mal´akh Calypso unbemerkt zu verstehen, dass sie etwas unternehmen sollte. Sie verließ die Höhle und tauchte in der Nähe des Kampfes, an einem etwas belebteren Ort, wieder auf. Die Schattengenerälin suchte sich ein Versteck und wartete auf ein passendes Oper. Nicht lange und eine junge Frau lief unwissentlich an ihr vorbei. Schnell griff sie nach ihr und hielt ihr den Mund zu. Sie zog sie mit sich, dorthin wo niemand sie sehen konnte. Mit ihren Fingernägeln schlitzte sie der Frau den Hals auf, bis das Blut spritzte. Dann schleifte Calypso sie nahe genug an das Kampffeld heran, damit John sie riechen musste.

Lykan stand wieder auf den Beinen und kämpfte an der Seite des schwarzen Rangers. Zusammen stellten sie eine große Herausforderung dar. Aber auf einmal hielt der dunkle Ranger inne und drehte sich ruckartig in die entgegengesetzte Richtung um. Es schien als hätte der den Kampf völlig vergessen. „Was ist los?“, kläffte Lykan ihn an. Doch da verfolgte John schon die Spur. Wieder war sein Verstand wie ausgeschaltet und er fühlte sich von dem Geruch angezogen. Auch das Wolfsmonster roch jetzt das Blut und wusste was vor sich ging. Wütend fauchte er die Power Rangers an und zischte: „Es ist noch nicht vorbei, Krieger des Lichts!“ Dann jagte er John nach, um zu verhindern, dass dieser noch sein wahres Gesicht zeigte.
John hatte sich bereits zurück verwandelt und die inzwischen bewusstlose Frau leer gesaugt, als Lykan eintraf. John wollte sich schon auf den Weg machen, um noch mehr Menschen zu überfallen, doch Lykan packte ihn und brachte ihn in die Schattenwelt zurück.
„Was war das jetzt schon wieder?“, fragte sich Robert, „Wieso haut der schon wieder ab?“ „Weil er nicht mehr alle Latten am Zaun hat!“, rief Jordan gereizt. „Das sowieso. Aber irgendwas stimmt mit dem Kerl nicht und je eher wir herausfinden was, desto besser.“, meinte Chris. „Ja, scheint als ob er irgendeine Schwäche hätte.“, überlegte Robert. „Dann finden wir sie raus und treten ihm dermaßen hinten rein, dass er den Abdruck nicht mehr raus bekommt!“, sagte Jordan. „Übertreiben müssen wir es auch nicht gleich!“, erwiderte Chris. „Genau.“, fügte Robert hinzu, „Immerhin ist er auch ein Power Ranger. Wenn wir außerdem herausfinden, wer er ist, dann können wir ihn womöglich von dem Einfluss der Schatten befreien.“ Er blickte sich noch einmal kurz um und meinte dann, als er die sich nähernden Reporter sah: „Aber das hier ist nicht der richtige Ort für ein solches Gespräch.“, Dann verschwanden sie.

Am nächsten Tag begab sich Chris wieder zu seiner Arbeit, diesmal zum Hafen um dort die Programme der Schiffe zu überprüfen. Er hatte seinen Laptop dabei. Ein Mitarbeiter von Slater and Partners erwartete ihn vor dem Frachter Atlantic Star. Die Slater International stand noch immer verlassen im Hafen, seid dort die Crew vor ein paar Tagen dem Schlangenmonster zum Opfer fiel. „Guten Morgen, Sie müssen Mr. Donovan sein. Ich bin Mr. Hale.“, wurde Chris vom Arbeiter begrüßt, „Hier entlang bitte!“ Aber seine Stimme klang nicht gerade erfreut. „Danke.“, sagte Chris nur und folgte ihm. Mr. Hale führte ihn auf die Brücke der Atlantic Star. „Bitte sehr, beginnen sie mit ihrer Arbeit. Ich werde hier bleiben, für den Fall dass Sie irgendwelche Fragen haben sollten.“, sagte Mr. Hale mit fester Stimme. „Danke, aber ich denke ich komme auch allein zurecht. Sie müssen sich wegen mir keine Umstände machen.“, versuchte Chris ihn loszuwerden. Für das was er vorhatte, konnte er keinen Aufpasser gebrauchen. „Aber Mr. Slater besteht darauf. Wenn Sie dann bitte anfangen wollen.“, meinte der Mann und verschränkte seine Arme vor der Brust. Er würde sicherlich nicht von der Stelle weichen. Chris seufzte und machte sich an die Arbeit.
Kurz bevor Chris fertig war, bekam Mr. Hale einen Anruf. Als dieser sein Handy hervorholte und die Nummer sah, blickte er entschuldigend zu Chris und sagte: „Ein wichtiges Gespräch, wenn Sie mich entschuldigen wollen.“ Er trat vor die Tür.
Jetzt war Chris ungestört. Vielleicht fand er ja hier auf der Brücke der Atlantic Star etwas, wenn doch Mr. Slater angeblich Drogen nach Übersee verschiffte. Leise und so schnell wie es möglich war, durchsuchter er den Raum. In einem Fach mit verschiedenen Seekarten fand er ein schwarzes Notizbuch, welches vermutlich dem Kapitän gehörte. Chris griff danach und schlug es auf, draußen hörte er immer noch gedämpft Mr. Hale sprechen. Er fand einen Eintrag für morgen Abend: 16. August, 21:00 Uhr an Bord der Slater International, Treffen mit Ron und Bloody Jack! Chris konnte nicht einmal darüber nachdenken, da hörte er schon, wie sein Aufpasser sich der Tür näherte. Schnell ließ der das Büchlein wieder verschwinden und ging zu seinem Arbeitsplatz zurück. Gerade noch rechtzeitig bevor Mr. Hale eintrat. Dieser schaute Chris erst misstrauisch an und fragte dann: „Ist bei Ihnen soweit alles klar?“ „Selbstverständlich. Ich wäre dann auch fertig. Mit den Programmen sollten Sie keine Probleme mehr haben. Ihre Techniker können sich dann um die anderen Schiffe kümmern, die derzeit nicht im Hafen sind“, meinte Chris. Mr. Hale musterte ihn kurz und sagte dann: „Vielen Dank, Mr. Donovan. Ich bringe Sie dann wieder hinaus.“ Chris nickte und wurde wieder hinaus geführt.
Zu hause konnte Chris dann endlich in Ruhe über den Eintrag im Notizbuch nachdenken. Mit Ron könnte Ronald Slater gemeint sein. Dann steckt er also doch persönlich mit drin! Und ist dieser Bloody Jack nicht der Zuhälter um den es in letzter Zeit so großen Wirbel gab?, schoss es ihm durch den Kopf. Er konnte es einfach nicht glauben. Slater ist tatsächlich eine Schlange. Da tut er soviel Gutes für Jericho City und ist eigentlich nur ein gewöhnlicher Drogendealer! Das musste unbedingt Robert erfahren, wenn er schon so darauf versessen ist, Slater hinter einzubuchten. Aber noch bevor Chris zum Telefon greifen konnte, glühte sein Armband auf. Es wartete bereits die nächste Arbeit auf ihn und seine Freunde!

Diesmal trafen die drei Rangers gemeinsam auf dem Kampffeld ein. Wieder standen ihnen der schwarze Ranger und Lykan gegenüber. Sie riefen wieder ihre neue Power zur Hilfe und konnten sich so einigermaßen wehren. Nach einer Zeit konnten sie den schwarzen Ranger vom Wolfsmonster trennen. Während Robert John beschäftigte, griffen Chris und Jordan das Monster mit ihren Spezialattacken an. Noch ehe Lykan sich davon erholen konnte, rammten ihn der blaue und gelbe Ranger beide die Sonnenklingen in die Brust und er explodierte. Zornig schrie der schwarze Ranger daraufhin auf und knallte Robert vor die Füße seiner Freunde. „Das ist noch nicht das Ende!“, brüllte John und rief seinen Fledermauszord. Zeitgleich setzten sich Lykans Überreste wieder zusammen und wuchsen auf Hochhausgröße an. „Wir rufen die Power der alten Geschöpfe!“, riefen die Rangers gemeinsam und sprangen sogleich in ihre kommenden Zords, „Sonnen Biest Megazord!“ Nun standen sie ihren zwei Feinden als Einheit gegenüber.
Lykan ging auf sie zu und packte den mächtigen Zord an seinen Oberarmen. Er riss sein Maul auf und biss in die rechte Schulter des Zords. Funken sprühten. „Drachenfeuer!“, riefen die Rangers gemeinsam. Daraufhin sperrte der Drachenkopf, der die Brust bildete, sein Maul auf und stieß eine Feuerfontäne aus. Lykan wich zurück. Doch schon näherte sich die Fledermaus, krallte sich in den Rücken des metallischen Kriegers und flog mit ihm hoch, sodass er sich nicht wehren konnte. Lykan zog seine scharfen Klauen über die Brust des Zords und riss die tiefe Furchen in die Oberfläche, bis es qualmte. Dann lies der schwarze Ranger den Sonnen Biest Megazord auf den Rücken fallen und direkt in einen Wolkenkratzer, der einstürzte. Lykan trat auf den Zord drauf und knurrte: „Das wird euer Ende, Lichtkrieger!“ Er stampfte die Rangers förmlich in den Boden. „Verdammt, wir können uns nicht befreien!“, schrie der rote Ranger im Inneren. „Wir müssen hier raus!“, rief Chris hektisch. „Und einfach aufgeben? Vergiss es!“, meinte Jordan.
Plötzlich wurde es am Himmel strahlend hell, alles erschien golden. Und da sah man den Umriss, eines gewaltigen Wesens. „Was ist das?“, brüllte Lykan, dem das helle Licht in den Augen brannte. Die Ranger erkannten was es war. „Leute, ein neuer Zord!“, sagte Robert erleichtert. Die drei Rangers betrachteten staunend das neue Wesen. Es war ganz in Gold, hatte neuen Köpfe mit langen Hälsen und Ähnlichkeit mit einem Drachen. Es war eine Hydra! Der Hydrazord flog auf Lykan zu und drängte ihn vom Megazord weg. Mit ihren neuen Köpfen biss die Hydra das Wolfsmonster. Mit jedem Bissen riss sie Stücke aus ihm heraus, bis er schließlich mit seinen schmerzerfüllten Schreien aufhörten und endgültig explodierte.
Der Sonnen Biest Megazord stand inzwischen wieder und nahm sich der Fledermaus an. Doch der Zord war schwer beschädigt und die Fledermaus war schnell. Der Hydrazord griff ein und spie Feuerbälle aus seinen Köpfen. Aber der schwarze Ranger wich ihnen allen aus und aktivierte seine Attacke: „Schockwelle!“ Der durchdringende Schrei lähmte alle. Der Fledermauszord flog auf die Hydra zu und rammte seine zwei Reißzähne in einen der Hälse. Die Hydra schrie und plötzlich färbten sich ihre roten Augen schwarz. Die Fledermaus landete auf dem Rücken des goldenen Zords und dunkler Rauch hüllte beide ein. Ein dreckiges, düsteres Lachen war zu hören. Während der schwarze Ranger mit dem Hydrazord verschwand, verhöhnte er die Lichtkrieger und rief: „Oh ja, wir werden noch eine Menge Spaß miteinander haben! Ihr solltet euch besser vorsehen!“ Damit war er verschwunden und mit ihm der Hydrazord.

Ende

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13. Jan 2012, 23:07
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Beitrag Re: Power Rangers Alliance of Light
Episode 12

Monster

Die Rangers konnten kaum glauben, dass der schwarze Ranger mit ihrem neuen Hydrazord einfach so verschwunden war. Die Drei waren auf der Stelle zu Prinzessin Kala geeilt, doch auch sie wusste keinen Rat. Wie konnte der Fledermauszord des schwarzen Rangers nur solch eine Fähigkeit besitzen und andere Zords kontrollieren? Der Hydrazord befand sich mit Sicherheit in der Schattenwelt und dieses Mal schied eine Reise dorthin wohl aus. Der Zord war garantiert bestens bewacht und außerdem hatten sie keine Ahnung, wie sie ihn vom Einfluss des schwarzen Rangers befreien sollten. Also mussten sie wohl oder übel abwarten, bis der Hydrazord wieder zum Einsatz kam und dann erst konnten sie handeln.

Am nächsten Tag plante Chris, beim Treffen mit Slater, Bloody Jack und dem Kapitän eines von Slaters Frachtschiffen, mit dabei zu sein. Heute Abend um 21:00 Uhr musste Chris an Bord der Slater International sein. Er wollte wissen worum es ging und notfalls Beweise sammeln. Aber in solchen Dingen kannte sich Robert wohl besser aus, also beschloss Chris ihm alles zu erzählen, was er zufällig herausgefunden hatte. Jordan wollte er auch einweihen, doch die war mit John zusammen, der wieder aufgetaucht war. Anscheinend ging es ihm gerade nicht so gut.
Robert kam gegen Mittag bei der Wohnung seines Freundes an., noch wusste er nicht, was Chris ihm so Wichtiges zu sagen hatte.
Als Chris mit seinen Erklärungen zum Ende kam, wusste Robert nicht, wo er anfangen sollte. Natürlich war Chris mehr oder weniger zufällig an die Infos gelangt, doch sein Vorhaben heute Abend war wirklich mehr als dumm. Um solche Dinge sollte sich die Polizei kümmern und nicht irgendein Computerfreak. Aber Chris war nicht von der Idee abzubringen, er wollte es unbedingt mit eigenen Augen sehen, was Slater so trieb. Also blieb Robert wohl nichts anders übrig, als Chris zu unterstützen. Und außerdem würde er dann auch Beweismittel bekommen, um Slater auffliegen zu lassen und müsste sich nicht nur auf die alten Akten verlassen. Jetzt stand nur noch die Frage offen, wieso das Treffen auf dem Schiff stattfinden sollte, welches vor Kurzem Schauplatz einer grausamen Monsterattcke geworden war.

John war bei Jordan zu hause. Nachdem er es als schwarzer Ranger noch immer nicht geschafft hatte, die Lichtkrieger zu vernichten, sollte er weiterhin in Jordans Nähe bleiben, denn Morpheus hatte noch vieles mit ihr vor. Und einzig Johns Erfolg, den Hydrazord zu stehlen, bewahrte ihn vor einer harten Strafe.
Zu zweit saßen sie im Wohnzimmer auf dem Sofa. „Weißt du, du siehst irgendwie gar nicht gut aus.“, meinte Jordan, nachdem sie ihren Freund eine Zeit lang gemustert hatte. „Du siehst so blass aus.“ „Findest du? Aber so sehe ich doch immer aus.“, gab John zur Antwort. „Trotzdem, ich denke du solltest dich hinlegen oder etwas essen.“, beharrte sie. „Nein, danke. Mir geht es wirklich ausgezeichnet.“, sagte er und lächelte, doch es glich einer Grimasse. In Wahrheit hatte John großen Durst und alles in ihm verlangte im Moment nach Jordans Blut. Denn er hatte nichts mehr getrunken, seit er den letzten Kampf abgebrochen hatte und über eine junge Frau, die eine Schlitzwunde am Hals hatte, herfiel. Doch Morpheus hatte ihm verboten, sie zu töten, bis er sie für einen bestimmten Zweck nutzen konnte. Auch im Kampf hatte er den gelben Ranger zu verschonen und sollte sich lediglich um die zwei anderen kümmern. Und mit dem erbeuteten Zord würde das nun allzu einfach werden.
Doch jetzt galt es sich zu beherrschen und Jordan nicht aus Versehen umzubringen. John holte tief Luft um die Ruhe zu bewahren, doch das war keine gute Idee, denn so nahm er den Duft von Jordans Blut nur umso stärker war. Schnell biss er die Zähne zusammen und ballte die Hände zu Fäusten. Er stand vom Sofa auf und sagte mit angestrengter Stimmte: „Entschuldige, aber ich muss schnell noch etwas erledigen bevor es zu spät ist! Ich bin bald zurück!“ Kaum sagte er das, stürmte er auch schon zur Tür hinaus, bevor Jordan etwas einwenden konnte. Verwirrt blieb sie zurück.

Draußen dämmerte es bereits und John lauerte im Schatten eines Baumes im Park. Er hatte Durst und der nächste Mensch der an ihm vorbeikam, würde ihm als Mahlzeit dienen. Und er musste auch nicht lange warten, bis eine junge Familie vorbei lief. Eine Frau und ihr Mann, der ein Kleinkind auf dem Arm trug. John aber kannte kein Mitgefühl mehr uns so stürmte er auf sie zu. Erst schlug er die Frau zu Boden, ehe sie aufschreien konnte. Dem Mann rammte gleich seine Zähne in den Hals und trank, bis er den letzten Tropfen herausgesaugt hatte. Das Kind hatte er noch schneller als seinen Vater verspeist. Die Frau kam zum Schluss.
Jetzt war sein Durst halbwegs gelöscht und er konnte sich wieder auf wichtigere Dinge konzentrieren. Wie zum Beispiel Jordan eine vernünftige Ausrede zu liefern.

Es war 19:00 Uhr und Chris und Robert machten sich gerade auf den Weg zum Hafen, wo das fragwürdige Treffen auf der Slater International stattfinden sollte. Um Beweise zu sammeln, hatten die beiden einen Camcorder und eine kleine Kamera dabei. Des weiteren hatte Robert eine spezielle Brille, die alles aufzeichnete was man sah und an einen Watchman übertrug. Nur für alle Fälle.
„Weißt du überhaupt, auf was du dich da einlässt? Dieser Bloody Jack ist ein Zuhälter der ganz üblen Sorte und Slater ist sowieso zu allem fähig!“, versuchte Robert seinem Freund nochmal ins Gewissen zu reden, während sie beide das verlassene Schiff betraten. Es würde noch über eine Stunde dauern, bis Slater und seine Leute eintrafen. Genug Zeit um sich in einer dunklen Kabine zu verstecken und abzuwarten. Zum Glück hatte man die Überreste der Crew schon vom Frachter gebracht, nachdem das Monster Corbrax sie tötete. Aber trotzdem hatte dieses verdammte Schiff etwas Unheimliches an sich und jagte den zwei Amateurdetektiven Schauer über den Rücken. „Ich denke, ich weiß wieso Slater das Horrorschiff gewählt hat.“, flüsterte Robert nach einer Weile, „Kein vernünftiger Mensch würde freiwillig hierher kommen.“ „Das du hier mit mir bist, heißt dann wohl, dass du genauso unvernünftig bist wie ich.“, meinte Chris, „Aber es beweist auch, dass du ein wahrer Freund bist. Danke.“ „Kein Thema. Ich hoffe nur wir kommen nicht vergebens.“, sagte Robert. Nach längerem Warten konnten sie leise Stimmen und Schritte hören.

John war kurz vor Jordans Wohnung, als seine Herren ihn über sein Armband zu sich riefen. Untergeben leistete er dem Befehl Folge.
Im Hauptraum saßen die drei Schattenbrüder auf ihren Thronen. John verbeugte sich respektvoll und fragte: „Was kann ich für euch tun, Meister?“ „Es wird Zeit, dass du den Hydrazord einsetzt. Nachts wird er zusammen mit dem Fledermauszord seine ganze Stärke entfalten können. Und den Lichtkriegern darf keine Möglichkeit gegeben werden, um ihren Zord zurückzubekommen! Geh und zerstöre den Megazord der Power Rangers! Aber denke daran, dem gelben Ranger darf nichts zustoßen!“, befahl Morpheus und stand dabei auf, „Und nun gehe!“ „Wie Ihr es wünscht, Meister Morpheus!“, sagte John ergeben und verwandelte sich sogleich.
Er teleportierte sich in der Stadt auf das Dach eines Wolkenkratzers und streckte die Hand mit dem Verwandler in die Höhe. „Fledermauszord, Hydrazord! Erscheint!“, rief er laut. Es zogen schwarze Wolken auf, aus denen die beiden Zords hervorkamen. Da das Gift des Fledermauszords sich im Hydrazord befand, konnte der schwarze Ranger ihn befehligen. Doch das Gift war nicht stark genug, um die Zords der anderen Rangers zu beeinflussen, da diese sich schon zu lange unter ihrer Kontrolle befanden.
John bemannte seine schwarze Fledermaus. „Zordverbindung einleiten!“, befahl er. Die Zords gehorchten aufs Wort. Die goldene Hydra bildete den größten Teil dieses neuen Megazords. Sie landete auf ihren Hinterbeinen und richtete ihren gewaltigen Körper auf, wobei die Vorderbeine zu den Armen des metallischen Riesen wurden. Ihre Flügel verschwanden. Unter den neun Köpfen, die alle an langen Hälsen waren, kam ein neuer Kopf zum Vorschein, der mehr Ähnlichkeit mit dem eines Menschen hatte, als die anderen. Mit den neun Drachenköpfen auf dem Menschenkopf, glich die Hydra der antiken Medusa mit ihren Schlangenhaaren. Nun kam der Fledermauszord angeflogen. Er trennte seine Beine ab, welche zu schwarzen Beinschützern für die Hydra wurden. Der Reißzähne der Fledermaus koppelten sich ebenfalls ab und befestigten sich im Mund des menschlichen Kopfes. Der Rest der Fledermaus landete auf dem Rücken des Megazords und legte die langen Flügel über dessen Schultern. Während der Fledermauskörper den Rücken schützte, schützten die Flügel den Brustbereich, welche über den Schultern bis zur Körpermitte reichten. Die neun langen Hälse, die erst noch wirr durcheinander vom Hauptkopf ab standen, veränderten auch ihre Lage. Fünf von ihnen legten sich auf den Rücken. Vier von ihnen umschlangen den Hals des Menschenkopfes und die Hälse der anderen fünf Köpfe, damit diese in Position blieben. Jetzt stand ein Gold-schwarzer Gigant mitten in Jericho City. „Schatten Biest Megazord! Verwandlung abgeschlossen!“, rief John im Inneren des Zords. Mit schwarzen Augenlasern begann der neue Megazord seinen Angriff auf die Stadt.

In einer Kabine auf der Slater International lauschten Robert und Chris auf die Geräusche der Neuankömmlinge. Die Schritte entfernten sich immer mehr vom Bereich der Kabinen und es hörte sich so an, als würden sie hinunter in Richtung Frachtraum gehen. Chris nickte seinem Freund zu und nach kurzem Warten, um Abstand zu Slater zu halten, folgten sie den anderen. Zur Vorbereitung hatte Chris sich vorher Pläne dieses Schiffstyps angesehen und wusste ungefähr den Weg. Schleichend fanden sie den Eingang zu den Treppen, die hinunter führten. Am Eingang zu dem Frachtraum, hielten sie inne und lauschten. Slater und seine Leute waren zu tief drin in diesen großen Raum, um sie hören zu können, also mussten sie weitergehen.
Es standen diverse Holzkisten im Frachtraum und so konnten sich die zwei Freunde unentdeckt von Kiste zu Kiste bewegen. Auch die durchdringende Dunkelheit kam ihnen zugute. Nur ziemlich weit hinten sahen sie helles Licht, das von einem tragbaren Scheinwerfer kam. Hinter einer großen Kiste in der Nähe dieser Lichtinsel gingen Robert und Chris in Deckung. Nun konnten sie mühelos alles mitanhören und sehen. Es waren genau vier Männer die im Licht standen: Ronald Slater, Bloody Jack und zwei Unbekannte. Chris zeichnete alles mit seinem Camcorder auf und Robert schoss Fotos, während zugleich seine Brille alles mit aufzeichnete.
„...Das ist mir egal! Das Zeug muss noch diese Woche geliefert werden!“, hörte man Slater verärgert sagen. „Aber die verschärften Kontrollen! Die Küstenwache springt zur Zeit oft für die viel zu überforderte Polizei ein und...!“, versuchte ein anderer Mann, vermutlich der Kapitän, zu sagen. „Meine Kunden erwarten ihre Lieferungen pünktlich! Und es wäre nicht ratsam, sie warten zu lassen!“, rief Slater nun lauter. Den Zuhälter, Bloody Jack, erkannte man sofort an seinen Klamotten. Dieser meldete sich nun auch zu Wort: „Ich habe dieses Geschäft überhaupt erst an Land gezogen! Diese Leute haben mein Wort und wenn etwas schief geht, dann bin ich der Verantwortliche!“ „Der Stoff wird noch Morgen aufs nächste Schiff geladen und ausgeliefert!“, meinte Slater entschieden.
So ging das Gespräch noch eine Weile weiter. Zwischendurch wurde es unterbrochen und eine umstehende Kiste wurde geöffnet. Das Gespräch drehte sich um den Inhalt dieser Kiste, welche randvoll mit Kokain war! Chris wollte es nicht wahrhaben. Das Slater tatsächlich derart kriminelle Geschäfte trieb! Er hatte gehofft, dass diese sich zumindest noch in Grenzen halten würden. Aber nun hatte er den Beweis.
Eigentlich hatten sie nun genug gehört und es wäre besser zu gehen, bevor sie noch entdeckt werden würden, aber das plötzliche Aufglühen ihrer Armbänder erschreckte sie kurz. Chris stieß versehentlich mit seinem rechten Ellenbogen gegen die Kiste. Schnell sah Robert nach, ob das Geräusch vielleicht doch unbemerkt blieb, doch der vierte Mann schaute genau in seine Richtung und sah ihn. „Hey, du! Raus da!“, schrie der Mann und zog eine Schusswaffe aus einem Holster hervor. Der Schuss hallte in dem großen Raum wider und schmerzte in den Ohren. Robert und Chris standen hektisch auf und versuchten zu fliehen. Doch ein weiterer Schuss traf Robert im Oberarm und er stolperte zu Boden. Chris drehte sich um, um seinen Freund zu packen, aber Slaters Handlanger war schon da und schlug mit seiner Waffe gegen Chris´ Kopf. Dann wurde alles schwarz.

Jordan fragte sich noch immer, wo John so dringend hin musste und wo er so lange blieb. Dann glühte ihr Armband auf und alles andere war vergessen. Laut Kala tobte angeblich der schwarze Ranger in Jericho City und das in einem eigenen Megazord! Das ist dann also aus unserem schönen, neuen Zord geworden. Aber wäre doch gelacht, wenn wir dem Kerl nicht ordentlich den Arsch aufreißen!, dachte sie. „Sunlight Power Up!“, rief sie dann und verwandelte sich. Wieder einmal verfolgte sie dabei die Vision, wie sie Chris beinahe umbrachte und er blutend am Boden lag. Irgendwann musste sie das klären, doch jetzt gab es Wichtigeres zu tun. Unverzüglich teleportierte sie sich an den Ort des Geschehens.
„Oha!“, war alles was Jordan herausbrachte, als den Schatten Biest Megazord und die Verwüstung sah. Sie griff zu ihrem Verwandler um die Jungs zu rufen, die immer noch nicht da waren. „Leute, macht die Socken scharf, hier wartet ein hartes Stück Arbeit auf uns!“, rief sie ihre Kameraden. Als nach kurzer Zeit niemand antwortete, wunderte sie sich, was nun schon wieder los war. „Dafür ist jetzt echt keine Zeit!“, meinte sie eilig, „Dann erledige ich das eben alleine!“
Augenblicke später erschienen der Drachen-, Greifen-, und Leviathanzord und vereinigten sich zum Sonnen Biest Megazord! „OK, Kumpel! Dann zeig mal was das dein neues Spielzeug alles drauf hat!“, forderte der gelbe Ranger ihren Gegner heraus. Jetzt galt es, den schwarzen Ranger zu stoppen, um den Hydrazord mussten sie sich später kümmern.

Langsam kam Chris wieder zu sich. Noch konnte er keinen klaren Gedanken fassen. Er spürte nur, dass er sich nicht mehr bewegen konnte. Man hatte ihn gefesselt! Hinter sich konnte er noch jemanden spüren, Robert. Beide saßen auf Stühlen und waren Rücken an Rücken gefesselt. „Sieh einer an. Mr. Donovan!“, meinte eine Stimme, die Chris bekannt vorkam, „Welch Überraschung!“ „Slater, Sie verlogenes Schwein!“, sagte Chris und drehte seinen Kopf in dessen Richtung. Dabei erkannte er noch den vierten Mann, der sie auch verfolgte hatte. Es war Mr. Hale, der Chris gestern bei seiner Arbeit beobachtet hatte. Und wie es den Anschein hatte, befanden sie sich nicht mehr im Frachtraum, sondern auf der Brücke und zwei der vier Männer waren bereits gegangen. „Ich muss doch wohl sehr bitten, redet man so etwa mit seinem Chef?“, überging Slater die Beleidigung, „Bereits in der Firma sind Sie einem meiner Vertrauten aufgefallen und wie man sieht, sind Sie tatsächlich neugieriger als Ihnen gut tut.“ „Ich hätte niemals gedacht, das ausgerechnet Sie in derartige Geschäfte verwickelt sind! Ganz Jericho feiert Sie als Wohltäter. Aber das ist alles nur Fassade!“, rief Chris lauter. „Eine Fassade, die ihren Zweck voll und ganz erfüllt. Nicht viele sind je auf die Idee gekommen, dass ich etwas mit Jerichos Problemen zu tun haben könnte.“, meinte er kühl. „Und die, die Ihnen nachgestellt haben, die haben Sie fachgerecht entsorgt, nicht wahr?“, meldete sich nun Robert zu Wort. Seine Schussverletzung brannte wie die Hölle, doch er versuchte nicht darauf zu achten. „Hätte ich sie etwa weitermachen lassen sollen und zusehen, wie sie meine Firma zerstören?“, entgegnete Slater und grinste dabei. Er war eindeutig ein Monster, so wie er da über die Leben anderer sprach. „Tatsächlich hat es bisher nur einer gewagt, sich mit mir anzulegen. Ja, eine äußert engagierte Journalistin, die kleine Jenny White. Sie hätte gut daran getan, ihre Nase nicht in fremde Angelegenheiten zu stecken! Sie wusste leider zu viel. Aber sei´s drum. Die Frage ist jetzt, was mache ich mit euch.“ sagte er. Dabei trat Mr, Hale, ein Muskelprotz mit Glatze vor und richtete schon mal die Waffe auf Chris. „Nein, es wäre besser wenn mein ehemaliger Mitarbeiter auf eine natürlichere Art stirbt, sonst kommen noch zu viele Fragen auf. Bei dem anderen ist es mir egal.“, entschied Slater. Aber Chris bekam das alles gar nicht mit, denn seid er den Namen Jenny White gehört hatte, konnte er an nichts anderes mehr denken. Denn das war der Name seiner verstorbenen Freundin, welche ebenfalls Journalistin war! „Was sagten Sie da? Jenny White? Unmöglich, sie starb bei einem Autounfall! Ihr haben Sie garantiert nichts angetan!“, platzte es aus Chris heraus, er schrie fast. Das brachte Slater und seinen Komplizen dazu, inne zu halten. Ronald Slater lachte dreckig. „Ja, aber dieser Unfall war gewiss kein Zufall! Es gab noch nicht mal Ermittlungen, deswegen! Sagen Sie bloß, Sie kannten sie?“ „Sie war meine Freundin, verdammt! Und Sie, Sie dreckiger Bastard, haben die Schuld an ihrem Tod!“, brüllte Chris nun. Wild zerrte er seinen Fesseln herum und versuchte sich loszureisen, um sich Slater vorzuknöpfen. Aber Mr. Hale schlug ihm mit der Faust ins Gesicht, wobei ihm ein Zahn herausfiel und brachte ihn damit zur Ruhe. Slater war´s! Er hat den Unfall verursacht! Ich bin nicht Schuld an ihrem Tod! Er war´s! Bei Gott, ich schwöre ich bringe ihn dafür um!, schoss es Chris immer wieder durch den Kopf.
Robert wurde allmählich ganz anders zumute. Er hatte schon ziemlich viel Blut verloren und schwarze Punkte tanzten vor seinen Augen, aber trotzdem wollte er mehr wissen und er trug immer noch die Videobrille. „Und was war mit Staatsanwalt King? Er hatte auch gegen Sie gearbeitet! Oder wussten Sie etwa nichts davon?“, sagte er und schaute Slater dabei ins Gesicht. Dieser begann zu überlegen und meinte dann: „Ich frage mich, woher Sie das wissen sollten. Aber dieser King war damals ein harter Knochen und lies sich durch niemandem beeinflussen. Ich hatte höchstens eine Ahnung davon, dass er gegen mich arbeitete. Aber sein Tod kam mir doch sehr gelegen. Oh und bevor Sie fragen, nein, ich hatte nichts mit seinem Tod zu tun. “ Robert schwieg. „Und jetzt verraten Sie mir, was Sie genau über mich in Erfahrung bringen konnten! Dann können wir die ganze Sache hier endlich beenden!“, forderte Slater.
Viel länger konnten sie das Ende wohl kaum hinauszögern. Sie mussten hier raus und zwar am besten lebend. Schnell überdachte Robert ihre Möglichkeiten.

Jordan hatte wirklich Mühe, sich gegen den schwarzen Ranger zu behaupten. Der Schatten Biest Megazord war ungeheuer stark und Jordan musste den Megazord auch noch alleine steuern. Das kostete ihre ganze Konzentration und lies nur wenig Freiraum, um sich einen Angriffsplan zu überlegen. Zudem handelte der schwarze Ranger sehr schnell und die nächste Attacke folgte. Die neun Hydraköpfe lösten sich von ihrer festen Position und packten alle gleichzeitig den Sonnen Biest Megazord. Zusammen hoben sie ihn in die Luft und ließen ihn in ein Gebäude krachen, welches sofort in sich zusammenfiel. Die Köpfe packten erneut zu und hoben Jordans Zord immer wieder hoch und ließen ihn fallen. Funken und weißer Qualm sprühten und der Zord büßte langsam an Beweglichkeit ein. Wenn nicht bald Robert und Chris kamen, dann konnte Jordan den Megazord nicht mehr aufrecht halten und der schwarze Ranger konnte weiterhin die Stadt zerstören. „Verdammt, Jungs, wo steckt ihr solange?“, versuchte der gelbe Ranger nochmal die anderen zu rufen, „Unser Megazord ist schon jetzt die größte Wunderkerze der Welt!“ „Hahaha, was ist los Rangers? Geht euch langsam die Power aus?“, höhnte der schwarze Ranger. „Ach halt´s Maul! Für dich reicht meine Power noch allemal!“, schrie Jordan wütend. „Wenn du meinst.“, rief John gleichgültig und startete bereits den nächsten Angriff. Doch dann fiel ihm etwas auf und er stoppte die Attacke: „Was soll das heißen, deine Power? Hast du da nicht deine nutzlosen Freunde vergessen!“ Aber weiter kam John gar nicht, denn Jordan nutzte die Gelegenheit und aktivierte das Drachenfeuer! Aus dem Drachenkopf auf der Brust des Megazords kam eine gewaltige Feuerfontäne und drängte Johns Zord zurück. Dann ging Jordan in den Nahkampf über und schlug mit den Fäusten auf den Schatten Biest Megazord ein. John reagierte nicht, sondern dachte nach: Nur der gelbe Ranger befindet sich im Megazord! Ah, nein! Als aus seinem Megazord auch schon die Funken sprühten, kam er zu einem Entschluss. Der Kampf musste aufhören um den gelben Ranger nach Morpheus´Befehl zufolge zu verschonen! John blockte weitere Angriffe Jordans ab und sammelte alle Kraft seines Megazords an. Mit zwei rot glühenden Fäusten schlug er auf den Sonnen Biest Megazord ein, bis Jordan die Kontrolle über ihn verlor und hinausflog. Die Zords verschwanden augenblicklich. Enttäuscht, weil er schon wieder nicht seinen Auftrag ausführen konnte, sprang John hinterher. Auch seine Zords verschwanden.
Zornig lief der schwarze Ranger in der Nacht umher, bis er Jordan fand, die gerade wieder aufstand. Er packte sie hart an den Schultern, ehe sie überhaupt mitbekam was Sache war und sagte leise: „Heute hattest du nur Glück, dass du alleine warst! Deine feigen Freunde sollen sich mir stellen, ansonsten werde ich großes Leid über diese Stadt bringen! Hast du das verstanden! Überbringe ihnen diese Nachricht!“ Dann stieß er sie zu Boden und verschwand in schwarzem Rauch. „Du bist kein Mensch sondern ein Monster!“, rief Jordan ihm hinterher.

Während Robert durch einen Schuss sterben sollte, sollte Chris im Meer ertrinken um mögliche Spuren zu Slater and Partners auszuschließen. In der Zeit, als dies beschlossen wurde, kam auch Robert zu einer Entscheidung. Wir dürfen hier nicht sterben! Wir haben eine Aufgabe zu erfüllen! Wir müssen um jeden Preis die Schatten vernichten! Sonst ist alles verloren! Wir müssen hier raus, egal wie! Also bleibt nur eine Möglichkeit!, dachte er.
Schnell bevor Hale abdrücken konnte, rief Robert laut: „Sunlight Power Up!“ Sein Anzug schützte ihn vor der tödlichen Kugel, die sein Herz getroffen hätte. Nun konnte er sich auch von seinen Fesseln befreien. Er entwaffnete Hale, bevor dieser auf Chris schießen konnte und befreite auch ihn. „So weit sollte es eigentlich nicht kommen, aber es musste sein.“, sagte der rote Ranger und wandte sich an Slater und Hale, „Seien Sie unbesorgt, Sie werden sich sowieso an nichts mehr erinnern können.“ Mit diesen Worten ging er erst zu Hale und schlug mit voller Wucht auf seinen Kopf. Stöhnend ging der Muskelprotz zu Boden. Wenn er wieder aufwachte, würde er sich bestimmt an nichts mehr erinnern können. Dann lies er Chris den Vortritt, der schon darauf brannte, seine Wut an Slater auszulassen. Die Schlange, so wie Slaters kriminelle Geschäftsleute ihn auch nannten, war zu überrascht um sich vom Fleck zu rühren. Chris schlug mit all seiner Kraft und seinem Zorn zu und dann gleich noch einmal. Als er zum dritten Mal ansetzte, stoppte Robert ihn. „Es ist genug, der wird sich nicht mal mehr ans Frühstück erinnern können.“ „Was? Genug? Es ist noch lange nicht genug!“, schrie Chris, „Er hat den Unfall verursachen lassen! Sonst wäre überhaupt nichts passiert!“ Wütend trat er nach Slater, der am Boden lag. „Ich sagte GENUG! Das bist nicht du!“, rief Robert und packte seinen Freund, „Er wird seine gerechte Strafe bekommen! Die Schlange wird bis an ihr Lebensende im Gefängnis schmoren!“ Eine Zeit lang wehrte sich Chris noch, dann wurde er ruhiger. „Ja, Jerichos Gefängnisse sind die Hölle auf Erden! Der Tot wäre viel zu gut für diesen Bastard!“ „Und wir haben genug Beweise um ihn einzubuchten! Selbst wenn sie Camcorder und Kamera genommen haben, die Brille hat alles aufgezeichnet.“, meinte Robert, „Und jetzt weg von hier!“ Mit Chris zusammen teleportierte er sich weg.

Der schwarze Ranger war wieder in der Schattenwelt. Er hatte sich zurückverwandelt und verbeugte sich vor seinen Meistern. „Es tut mir leid, dass ich meinen Befehl nicht ausführen konnte, doch der rote und blaue Ranger waren nicht anwesend. Und wie gewünscht habe ich den gelben Ranger nicht getötet.“, erklärte John den erneuten Fehlschlag. Morpheus fauchte erbost. „Wie ist das möglich? Ich glaube nicht an derartige Zufälle! Sie müssen davon gewusst haben, dass ich nur hinter Rot und Blau her bin!“, rief er laut. „Vielleicht hat sich unser schwarzer Freund hier insgeheim gegen uns gestellt und hilft nun den Lichtkriegern! Das wäre in meinen Augen die einzig logische Erklärung.“, klagte Mal´akh John an und stand von seinem Thron auf. Er wusste nicht, ob dies der Wahrheit entsprach, doch es konnte ihm nur recht sein, wenn der schwarze Ranger wegen Verrats vernichtet werden würde. „Ist das wahr?“, richtet Minos das Wort an John. „Was? Nein! Natürlich nicht! Ihr habt mir Macht und Unsterblichkeit geschenkt, ich würde es niemals wagen, euch zu hintergehen!“, verteidigte er sich und sank dabei auf die Knie. „Nun gut, dann stand das Glück ein weiteres Mal auf Seiten der Lichtkrieger. Aber auch Glück wird sie nicht vor ihrem sicheren Tot bewahren können!“, meinte Morpheus. Er stand ebenfalls auf und ging um John herum. „Gehe jetzt und sichere dir weiter das Vertrauen des gelben Rangers. Denn bald ist die Zeit gekommen da wir die Quelle des Lichts auslöschen werden!“, sagte der Älteste.

Ende

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16. Jan 2012, 22:18
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Beitrag Re: Power Rangers Alliance of Light
Episode 13

Eine Stadt voller Probleme

Nach den Ereignissen auf der Slater International musste Robert sich erst einmal um seine Schussverletzung kümmern und war ins nächste Krankenhaus gegangen. Chris war gleich nach Hause gegangen und hatte Jordan angerufen, damit sie endlich erfuhr was Sache war. Zudem war sie auf die geistreiche Ausrede der Jungs gespannt, weswegen sie sie im Kampf gegen den schwarzen Ranger im Stich gelassen hatten.
Bis Robert dann auch in Chris´ Wohnung ankam, hatte dieser Jordan bereits die Aufnahmen von Slater gezeigt und von allem berichtet, was geschehen war. Nur das die Schlange seine Freundin umgebracht hatte, behielt er für sich. Alle saßen sie im Wohnzimmer und nachdem Chris geendet hatte, wusste selbst die schlagfertige Jordan nicht, was sie dazu sagen sollte außer: „Also wie oft seit ihr mit dem Kopf gegen eine Wand gerannt, um auf die bescheuerte Idee zu kommen, einem Drogenboss hinterherzulaufen?“ „War alles seine Idee.“, meinte Robert und deutete auf Chris, „Ich konnte ihn nicht davon abbringen und außerdem haben wir so noch stichhaltigere Beweise um Slater einzusperren.“ „Trotzdem! Ihr wärt fast draufgegangen! Und mich lasst ihr alleine gegen den schwarzen Ranger antreten!“, erwiderte sie nun lauter. „Es tut uns leid, nächstes Mal werde ich schlauer sein! Aber genug davon jetzt! Erzähl uns erst mal von von dem Kampf und dem Hydrazord!“, beendete Robert das Thema. „Da gibt´s nicht viel zu erzählen. Der Kerl hat unseren Zord voll unter Kontrolle und mit seiner verdammten Fledermaus hat er sogar einen eigenen Megazord, der unseren auseinander genommen hat!“, sagte Jordan. „Das war´s?“, fragte Chris. „Naja, merkwürdigerweise scheint er nur euch beide umlegen zu wollen. Als ich am Boden lag, meinte er nur, ihr sollt euch ihm ohne mich stellen oder er bringt großes Leid über die Stadt.“, meinte sie dann. „Was? Was will er dann damit schon wieder bezwecken?“, rief Robert. „Wieso fragst du mich das? Besser wir überlegen, was wir deswegen machen!“, sagte Jordan. „Wenn wir nichts machen, dann wird etwas Schreckliches in Jericho geschehen. Und nur zweit gegen den schwarzen Typen wäre nicht ratsam. Was schlägst du vor, Anführer?“, meinte Chris an Robert gewandt. „Egal was der Typ vorhat, wir treten gemeinsam gegen ihn an, ansonsten können wir gleich einpacken. Wenn wir das nächste mal auf ihn stoßen, dann halten wir ihn auf, klar? Wir finden heraus wer er wirklich ist und was genau er will und stoppen ihn endgültig!“, entschied der Anführer der Lichtrangers.

In der Dimension, in der sich der Sonnentempel befand, regte sich etwas. Ein Wesen, das lange in seinem Kristallgefängnis geschlafen hatte, erwachte langsam wieder zu neuem Leben. Doch ein Zord war es nicht.

In der Schattenwelt ging der ehemalige General Mantikes in seinem Raum auf und ab. Obwohl der schwarze Ranger die Lichtkrieger bisher nicht vernichten konnte, ziehen die drei Schattenbrüder weiterhin diesen Menschen Mantikes vor. Sie vertrauen auf seine Macht und darauf, dass er bald Erfolg haben wird. Mantikes wusste nicht, was er tun sollte. Niemals würde er seinen Herren in den Rücken fallen, doch er war auch erbost darüber, dass sie ihm seines hohen Ranges enthoben hatten. Und er wollte unbedingt derjenige sein, der die Verteidiger des Lichtes besiegte. Würde John, aus welchem Grund auch immer, versagen, so würde er wieder bevorzugt werden. Also lag der Gedanke nahe, den schwarzen Ranger eigenhändig zu beseitigen. Ich habe dem Menschen damals die Erinnerung genommen. Das hat ihn zu einem gehorsamen Krieger meiner Meister gemacht. Aber ich kann ihm die Erinnerungen auch wieder zurückgeben und so würde er abtrünnig werden. Dann wäre ich wieder am Zug und könnte meine Fähigkeiten beweisen. Aber nein, ich kann meine Meister nicht hintergehen!, überlegte Mantikes. Wütend stampfte er weiter auf und ab. Würde er seine Meister auf diese Art schädigen, so wäre er dem Rang eines Schattengenerals nicht würdig.

Am nächsten Tag trafen sich John und Jordan bei ihrer Arbeit im Café Coffee and more wieder. Alle Kunden waren bedient und so hatten die beiden eine kurze Pause. Sie standen hinter der Theke und unterhielten sich über den gestrigen Tag. „Also, verrätst du mir jetzt den Grund, weshalb du gestern so plötzlich weg musstest?“, wollte Jordan wissen. „Ich hatte einen Arzttermin. Entschuldige, aber ich wollte dich damit nicht belasten, deswegen hatte ich es nicht erwähnt. Es ist der Stress, weißt du, ich konnte in letzter Zeit nicht richtig schlafen. Nichts um was du dich sorgen musst.“ erklärte John. Diese Lüge ging ihm glatt über Lippen, als wäre es nichts als die Wahrheit. „Deswegen siehst du auch so blass aus.“, stellte Jordan fest. „Ja, aber es ist in Ordnung, wirklich.“, meinte er, um das Thema zu beenden. „Nein, ist es nicht! Wenn du so gestresst bist, dann solltest du mal Urlaub nehmen und dich ausruhen!“, sagte Jordan, mit einer Stimmte die keinen Widerspruch duldete, „Es geht hier immerhin um deine Gesundheit!“ „Ich werde jetzt erst mal die nächsten Tage abwarten, OK?“, entschied John. Dann mischte sich der Chef des Cafés ein, der gerade aus der Küche kam, die sich hinter der Theke befand. „Genug rumgeturtelt, bringt besser die neue Lieferungen rein!“, rief er ihnen zu und beendete damit ihr Gespräch.

Robert und Chris gingen zusammen ins Justizviertel von Jericho City, auf direktem Wege zur Staatsanwaltschaft. Sie hatten das gestrige gesammelte Material dabei. Natürlich hatte Chris es leicht bearbeitet und die Szenen herausgeschnitten, in denen Robert seine Identität als roter Ranger verraten hatte. Und mit diesem Videomaterial musste man sehr vorsichtig umgehen. In Jericho konnte man damit nicht einfach zur nächsten Polizeistation rennen und Anzeige erstatten, denn hier wurde praktisch jeder geschmiert oder bedroht, damit er bei allem den Mund hält. Aber Robert kannte noch einen alten Freund seines Vaters, ebenfalls ein Staatsanwalt, der soweit er wusste, vertrauenswürdig war und wie sein Vater dem Verbrechen den Kampf angesagt hatte. Sein Name war Bill Lawrence.
Das Gebäude der Staatsanwaltschaft war ein eher kleiner, aber wuchtig aussehender Steinbau. Die neueren Gebäude hatte man einfach darum herum gebaut und so wirkte es, als ob die Staatsanwaltschaft gar nicht zur Stadt gehören würde. Wie passend, dachte Robert. Als die beiden dort ankamen, erkundigten sie sich zunächst wo Mr. Lawrence´ Büro war. Dann gingen sie die Treppen hoch in den dritten Stock. Die Gänge hier hatten allesamt weiße Wände und dunkelbraune Türen. Robert und Chris suchten die Tür mit der der Zahl 310, die sich ganz am Ende des Ganges befand. Robert klopfte leise an und öffnete dann die Tür. Er fragte sich, ob Bill sich noch an ihn erinnerte. „Kommen Sie herein!“, hörte man eine Stimme vom Schreibtisch in der Mitte des Raumes sagen. Es war ein relativ kleiner und mit Aktenschränken vollgestopfter Raum und mit einem gekippten Fenster hinter dem Schreibtisch. Robert und Chris traten ein und Mr. Lawrence erhob sich kurz und begrüßte sie. „Wie kann ich behilflich sein?“, fragte er. Bill war ein etwas rundlicher Mann Mitte vierzig, mit braunem Haar, dass langsam zurückging. „Guten Morgen, mein Name ist Robert King. Ich bin der Sohn von Daniel King. Und das ist mein Freund Christian Donovan.“, stellte Robert sich und Chris vor. „Dannys Sohn! Sie kamen mir gleich so bekannt vor! Meine Güte, wie doch die Zeit vergeht! Als ich dich das letzte Mal sah, gingst du mir kaum bis zu den Knien!“, staunte Bill. „Schön, dass Sie sich an mich erinnern, denn wir brauchen Ihre Hilfe!“ sagte Robert. Bill setzt sich hinter seinen chaotisch aussehenden Schreibtisch zurück und deutete auf die zwei Stühle davor. Als Robert und Chris Platz genommen hatten, fragte er: „Also, was kann ich nun für euch tun?“ An seinem Tonfall erkannte man, dass er sein Gäste wie zwei alte Freunde betrachtete. Robert überließ seinem Freund die Erklärung ihrer Situation. „Sie kennen doch bestimmt Ronald Slater, den großen Wohltäter Jerichos oder? Nun so wohltätig ist er gar nicht! Hier, sehen Sie selbst!“, begann Chris und zeigte Bill nun die Aufzeichnungen aus dem Schiff. Aber er ließ diese enden, bevor sie gefangen genommen worden waren. Danach war Bill Lawrence mehr als unbehaglich zumute. Kreidebleich lehnte er sich in seinem Stuhl zurück. „Das ist nicht gut, ganz und gar nicht gut! Ihr solltet besser wieder verschwinden und die Finger von dieser Sache lassen. Ihr tut euch damit wirklich keinen Gefallen!“, stieß er hektisch hervor. „Wie bitte? Aber ich dachte, Sie wollten uns helfen!“, meinte Robert überrascht. „Hör mal, Robert. Ich kann mich noch daran erinnern, wie dein Vater vor Jahren gegen Ronald Slater Verdacht gehegt hat. Alle hier hatten sich aus Furcht vor möglichen Konsequenzen von Danny abgewandt. Und viele glauben immer noch, dass Slater ihn auf dem Gewissen hat.“, versuchte Bill zu erklären. „Sagen Sie bloß nicht, Sie hätten Angst! Ich dachte, Sie wären einer der Anständigen hier! Sie können Slater nicht einfach seine schmutzigen Geschäfte weiterbetreiben lassen!“, meinte Robert. „Was für ein Anwalt sind Sie eigentlich?“, rief Chris enttäuscht. „Die Zeiten haben sich geändert. Damals war der Job noch leichter, aber Jericho wurde immer verkommener! Hier kannst du niemandem mehr trauen, weil praktisch jeder auf der Gehaltsliste von Typen wie Slater steht. Die Stadt ist korrupt bis ins Mark! Und wer den Mund zu weit aufmacht, der wird auf die eine oder andere Weiße zum Schweigen gebracht. Kein Richter würde Slater verurteilen, einen der großen Bosse der Stadt. Zumal die Leute hier in Slater Hoffnung für die Zukunft von Jericho City sehen!“, sagte Bill und beobachtete dabei seine Gäste. „Das hat meinen Vater auch nicht davon abgehalten, seine Arbeit zu machen!“, warf Robert ihm vor. „Sie würden mich einfach unter Druck setzen und meine Familie bedrohen! Mir sind die Hände gebunden!“, rief Bill nun laut, „Geht jetzt, ich möchte damit nichts zu tun haben! Und lasst euch diesen Tipp geben: Zeigt niemandem sonst dieses Video. Manche würden euch vielleicht ans Messer liefern!“ „Verstehe, Sie sind also auch nicht besser als all die andern hier!“, meinte Robert und ging in Richtung Tür. Chris erhob sich wortlos und ließ Bill Lawrence dabei nicht aus den Augen. An der Tür drehte er sich dann noch einmal um und sagte: „Ich werde dafür sorgen das Slater seine gerechte Strafe bekommt, mit oder ohne Ihrer Hilfe!“ Dann knallte er die Tür hinter sich zu.
„Und das soll deiner Meinung nach einer der besseren Staatsanwälte sein! Möchte gar nicht erst wissen, wie feige der Rest ist.“, meinte Chris, als die zwei das Gebäude verließen, „Ich bin weg, ruf an wenn du was brauchst!“ „Wo willst du denn hin? Ich dachte du willst Slater hinter Gitter sehen!“, fragte Robert und lief Chris hinterher, der schnellen Schritts vorausgeeilt war. „Ich muss meinen Kopf frei kriegen, klar? Bevor ich Slater selbst erledige! Wie sonst soll man ihn denn aufhalten?“, rief Chris nun aufgebracht. „Hey, stell jetzt bloß nichts, an was du später sicher bereuen wirst!“, sagte Robert. „Glaub mir, ich werde es sicher nicht bereuen, Slater ausgeschaltet zu haben! Und jetzt lass mich in Ruhe!“, meinte er und ging schnell weiter. „Du kannst doch nicht einfach...!“, wollte Robert sagen, aber Chris unterbrach ihn, „Ich will jetzt einfach in Ruhe nachdenken, OK? Ich werde schon nichts anstellen!“ Dann ging er weiter und Robert ließ ihn gehen.

Johns Pflichten um seine menschliche Maskerade aufrecht zu erhalten, waren beendet. Nach dem Job im Coffee and more ist er in der Stadt umher gewandert. Er war zur Jericho National Cathedral, der größten Kirche der Stadt gegangen und auf den vorderen, rechten Kirchturm geklettert, was dank seiner Vampirfähigkeiten ein Kinderspiel war. Dort stand er nun und dachte nach. Er hatte erwartet, die Power Rangers würden schnell agieren und auf seine Forderung eingehen. Er hatte den Auftrag, Ranger Rot und Blau zu töten und dachte eigentlich, die beiden würden ihn noch in der selben Nacht herausfordern. Doch niemand zeigte sich. Vielleicht habe ich meiner kleinen Freundin nicht genug gedroht. Nun dann wollen wir das mal nachholen. Sie sollen alle sehen was passiert, wenn sie meiner Bitte nicht nachkommen!, dachte er mit einem irren Grinsen im Gesicht. Er sprang vom Turm und landete geschickt wie eine Katze mit den Füßen auf dem Boden. Gemächlich schritt er durch die große Doppeltüre des Haupteingangs ins Kircheninnere. Es war still und angenehm kühl dort und gedämpftes Licht drang durch Buntglasfenster. Ein Messdiener bereitete alles für den nächsten Gottesdienst vor, ein paar Leute waren in Gebeten versunken und einige Touristen sahen sich um. Da ließ John seine Reißzähne zum Vorschein kommen und stürzte sich auf den nächstbesten Menschen. Das wilde Geschrei und das Chaos das nun entstand, drang nicht nach draußen und so schlachtete John alle Menschen hier ab. Zuletzt kam der Messdiener, diesem schlug er den Schädel ein und riss ihm sein Hemd vom Leib. Dann zückte er ein kleines, silbernes Klappmesser und ritzte folgende Worte auf die Brust des Toten: RANGER ROT UND BLAU STELLT EUCH MIR! Dann legte er den Messdiener gut sichtbar auf den Altar und verschwand in aller Seelenruhe, während er sich zufrieden den Mund abwischte.

Robert war wieder nach Hause gegangen und hatte sich aufs Sofa gesetzt und den Fernseher eingeschaltet. So saß er da und ließ sich einfach berieseln, nur um sich mal um nichts sorgen zu müssen. Plötzlich wurde das Programm durch eine Sondermeldung unterbrochen: Zu sehen war eine Reporterin, die vor der Jericho National Cathedral stand. Unten lief eine Textzeile: Grausiger Fund im Hause Gottes! 24 Tote und eine sonderbare Nachricht! „Guten Tag, hier spricht Caroline Fox für JNC. Ein grausames Verbrechen hat sich in der Jericho National Cathedral ereignet. Dort wurden von dem ahnungslosen Father Harvey Knowles, der derzeitig unter Schock steht, insgesamt 24 Leichen gefunden. Wie Gerichtsmediziner uns bestätigten, weißen diese Leichen allesamt merkwürdige Bisswunden auf und sind blutleer! Ja, Sie haben richtig gehört! Bisswunden und kein Tropfen Blut mehr im Körper. Aber mindestens genauso seltsam, ist die Nachricht, die offenkundig an die Power Rangers gerichtet ist. Eingeritzt in die Brust des Messdieners, steht dort: Ranger Rot und Blau stellt euch mir! Dies ist scheinbar als Warnung zu verstehen, dass wenn....!“, und so redete die Reporterin noch einige Zeit weiter, bis Robert den Fernseher ausschaltete. Der schwarze Ranger, er war das! Er hat all die Leute umgebracht! Nur weil er Chris und mich haben will! Dieses Monster, er ist...er ist...ein Vampir? Kann das sein? Halt, Moment mal! An seinem Helm hat er doch auch so ne Art Reißzähne. Das erklärt warum er auf der Seite der Schatten steht. Menschen sind für ihn doch nichts weiter als ne Mahlzeit auf zwei Beinen! Aber ist so was überhaupt möglich? Prinzessin Kala, sie wird’s besser wissen!, dachte Robert. Sofort rief er über sein Armband die anderen, um sich gemeinsam mit ihnen im Sonnentempel zu treffen.

Im Sonnentempel erzählte Robert allen von den Toten in der Kirche und von seiner Theorie über den schwarzen Ranger. „Ja, die Schattenbrüder hatten schon damals Vampire in ihrer Armee. Nur dachte ich, alle Vampire seien vernichtet worden. Doch was in dieser Kirche passierte, lässt leider keinen Zweifel zu.“, bestätigte Kala, die sich von ihrem Thron erhoben hatte und nachdenklich umher schritt. „Und dieser schwarze Bastard wird weiter morden, bis wir ihn aufhalten!“, rief Chris laut, „Er muss doch töten, um überhaupt leben zu können! Er ist kein Mensch sondern ein Monster und als solches müssen wir es vernichten!“ „Ja, du hast recht.“, meinte Robert nach kurzem nachdenken, „Wenn ich bis jetzt noch die Hoffnung hatte, ihn irgendwie auf unsere Seite ziehen zu können, dann ist spätestens jetzt klar, dass das nichts wird.“ „Rammen wir diesem dreckigen Mörder einen Pflock ins Herz, am besten einen stumpfen!“, sagte Jordan, „Oder lassen wir ihn in der Sonne schmoren!“ „Nun, Sonnenlicht wird diesem Vampir nichts ausmachen. Das war auch in der Vergangenheit nicht so. Und pfählen geht nur, solange er unverwandelt ist. Ansonsten kann man Vampire überhaupt nur durch Enthaupten töten oder mit reinem Silber schwächen.“, erklärte Kala. „Jetzt da wir wissen, mit was wir es tun haben, können wir ihn auch bezwingen. Wir müssen und nur noch eine passende Vorgehensweise überlegen!“, meinte der Anführer des Teams.

Draußen brach die Abenddämmerung herein. In hellem, goldenen Licht, erschienen der rote und blaue Ranger im Stadtpark. „Los zeig dich, Mörder! Uns wolltest du doch!“, schrie Robert und hoffte auf die Ankunft des schwarzen Rangers. „Also hier sind wir!“, fügte Chris hinzu. Beide sahen sich zu allen Seiten um und warteten ab.
Nach einiger Zeit hörten sie ein düsteres Lachen und von einer Sekunde auf die nächste stand der schwarze Ranger vor ihnen. „Ihr seid meiner kleinen Bitte also endlich gefolgt. Es ist wohl doch nur alles eine Frage des Formulierens!“, rief der schwarze Ranger. Beim letzten Satz wurde seine Stimme spöttisch. „Du hast 24 Menschen getötet, nur um einen Kampf mit uns zwei zu erzwingen! Du bist ein gewissenloses Monster und als solches wirst jetzt sterben!“, sagte Robert leise und beherrscht. „Wärt ihr dann nicht genauso schlecht wie ich? Und das sind dann unsere stolzen Krieger des Lichts.“, meinte John amüsiert. „Unsere Aufgabe ist es, die Menschen vor Monstern wie dir zu beschützen! Und genau das werden wir auch tun!“, erwiderte Chris. „Dann kämpft!“, schrie der schwarze Ranger nun und rannte auf seine Gegner zu. Währenddessen aktivierte er seine Schattenklingen und mit diesen Schwertern stieß er nun nach den Lichtkriegern. Doch diese wussten schon, was nun kommen würde und sprangen schon im Voraus zur Seite. Noch im Sprung aktivierten beide ihre Sonnenklingen. Zusammen griffen sie den Vampirranger an, aber der blockte mühelos die Schwerthiebe. Über seinem Kopf kreuzten sich nun alle Klingen, aber John schlug sie einfach beiseite. Dann trat er mit einem Bein in Sekundenschnelle jedem gegen die Brust, sodass sie gleich mehrere Meter weit flogen und hart auf dem Boden landeten. Robert stand als erster wieder auf, nur um gleich von fünf schwarzen Laserschüssen nieder geworfen zu werden. John nutze seinen Morpher wieder als Laserpistole und hatte jetzt Chris im Visier, doch dieser wich den Schüssen aus und zog seinerseits den Sun Blaster. „Feuer mit Feuer!“, rief er und schoss. Aber auch er verfehlte sein Ziel. Der Vampir war zu schnell. Aber Robert schoss bereits von hinten und diese Schüsse trafen Johns rechte Schulter. Merkwürdigerweise hatten die Schüsse eine andere Wirkung als sonst. Der schwarze Ranger schrie zornig, rannte mit Superspeed zum roten Ranger und mit einem einzigen Kinnhaken wurde Robert gegen einen nahe stehenden Baum geschleudert. Keuchend stützte er sich am Stamm ab. „Ist das etwa schon zu viel für dich?“, höhnte John. Robert schrie wütend und wollte zuschlagen, wurde jedoch von den nächsten Schüssen in die Knie gezwungen. Da fielen erneute Lasersalven und diese zielten genau auf Johns Kopf. „Los, zeig mir dein Gesicht! Ich will sehen wer du wirklich bist!“, schrie der blaue Ranger, der schnell angerannt kam. John war noch benommen und so schlug Chris mit den Sonnenklingen über dessen Brust, bis die Funken flogen. Auch der rote Ranger hatte sich wieder aufgerappelt schlug mit den Klingen auf den Rücken seines Gegners ein. John schrie wild auf und knurrte wie ein Tier, was durch seine dunkle, tiefe Stimme die er als Ranger immer hatte, noch bedrohlicher klang. Zu schnell für das menschliche Auge riss er seine Schwerter hoch und stoppte die Attacken. Er nutzte seine Geschwindigkeit und schlug abwechselnd nach seinen Feinden. Hinter jedem Schlag steckte eine ungeheure Stärke und keine halbe Minute später qualmten die Anzüge der Lichtrangers. Erschöpft lagen sie am Boden. „Ihr seid erledigt!“, rief er immer noch beinahe knurrend.
Da trafen ihn plötzlich wieder ein paar harte Geschosse im Rücken. Schon wieder waren die Schüssen ungewöhnlich schmerzhaft. „Fahr zur Hölle!“, rief plötzlich Jordan mitten in die hereinbrechende Nacht. „Was...ist das? Es...fühlt sich so anders an!“, stotterte John. Der gelbe Ranger kam aus seinem Versteck heraus. In einem etwas weiter entfernten Baum hatte Jordan auf den richtigen Moment gewartet, um einzugreifen. „Sieht so aus als würde dir unsere neue Munition nicht bekommen!“, meinte Jordan. Der rote und blaue Ranger standen inzwischen auch wieder. „Unsere Blaster wurden von Prinzessin Kala mit Silber gefüllt!“, sagte Chris. „Wir wissen das du ein Vampir bist! Du warst zu auffällig in der Kirche.“, erzählte Robert weiter. „Silber kann dich schwächen, doch dein Poweranzug hat dich anfangs noch geschützt. Aber jetzt zeigt es seine Wirkung!“, sagte Chris. „Nein!“, schrie der schwarze Ranger, wütend darüber eine Schwachstelle zu haben, die obendrein seine Feinde kannten. Er achtete nicht auf den Schmerz und rief seine Waffe, die Fledermausarmbrust und schoss blindwütig umher. Dunkelviolette Energiestrahlen verfehlten die Lichtrangers nur knapp. „Der dreht völlig durch!“, meinte Jordan. „Dann beenden wir es!“, rief Robert, „Los, nehmt ihn unter Beschuss!“ Die Power Rangers konzentrierten ihre ganze Feuerkraft auf den den schwarzen Ranger und wichen dabei seinen Schüssen aus. Nicht lange und Johns Anzug fing zu rauchen an, als wolle er sich auflösen. Er schrie immer lauter vor Schmerz, bis er sich nicht mehr auf den Beinen halten konnte und selbst die Armbrust ihm zu schwer wurde. Doch er blieb weiterhin verwandelt. „Und jetzt zeig uns endlich dein wahres Gesicht!“, sagte der rote Ranger der langsam mit erhobener Waffe auf John zu kam. „Niemals!“, brachte dieser noch hervor. Mühevoll stand er wieder auf und wollte Robert weiterhin angreifen, doch der brachte ihn mit einem einzigen Schuss wieder auf den Boden. Dann war Robert nahe genug um dem schwarzen Ranger den Helm vom Kopf zu reisen. Er beugte sich über ihn herab, aber da wurde er plötzlich von Laserschüssen in den Bauch getroffen und er fiel nach hinten zurück. John hatte wohl darauf gewartet, dass Robert ihm zu nahe kam. Jordan eilte sofort zu Robert, während Chris nun die Identität des schwarzen Kriegers lüften wollte. Aber John ließ sich bereits von schwarzem Rauch einhüllen und war verschwunden. Fluchend über seine eigene Unvorsichtigkeit, stand Robert wieder auf. „Wir hatten ihn doch fast!“, rief er verärgert, „Dieser verdammte Feigling!“ „Aber dafür haben wir jetzt bessere Chancen gegen ihn! Es dauert zwar bis das Silber wirkt, aber dann entzieht es ihm schnell seine Kraft!“, meinte Chris. „Und nächstes Mal bringen wir ihn dann endgültig zur Strecke!“, sagte Jordan. „Ja, das nächste Mal!“, meinte Robert dann mit entschlossener Stimme. Dann gingen auch die drei Freunde nach Hause.

Auf den Rücken liegend, landete John ihm Thronsaal der Schattenbrüder. Er zwang sich aufzustehen und rief verzweifelt: „Warum hat ihr mir nicht gesagt, dass Silber mich schwächen kann!“ Die Brüder saßen allesamt auf ihren Thronen. Morpheus sagte mit ausdrucksloser Stimme: „Jetzt weißt du es.“ Es hatte ihn sichtlich überrascht, dass die Lichtkrieger zu Silbergeschossen gegriffen hatten. Dieser Teil war in seinem Plan nicht vorgesehen. Zum Glück konnte John noch seine Identität wahren, sonst hätte er auch seine weitere Pläne vergessen können. „Schafft ihn in seine Räumlichkeiten.“, befahl der Älteste einer Gruppe Schattenkrieger, die sich am Rande des Raumes aufhielt. Mal´akh genoss diesen Anblick des besiegten schwarzen Rangers. Minos starrte nur zur Sanduhr hinauf. Über Dreiviertel des Sandes waren bereits verstrichen und der blaue Ranger lebte noch immer. Ich komme wohl nicht umhin ihn selbst in der Grauzone zu töten!, dachte Minos launisch.

In der Lichtdimension bewegten sich ein paar Kristallbrocken, als ein Körper sich erheben wollte. Doch das Wesen war noch zu schwach und so blieb es weiterhin liegen.

Ende

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19. Jan 2012, 22:24
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Beitrag Re: Power Rangers Alliance of Light
Episode 14

Illuminati Teil 1

Es war ein verregneter Sonntagmorgen in Jericho City. Robert, Chris und Jordan waren im Coffee and more und frühstückten. Vor zwei Tagen hätten sie beinahe das Geheimnis des schwarzen Rangers gelüftet und seither hatte er sich nicht mehr gezeigt. Die drei hatten die Zeit genutzt und über das Problem mit Slater der Schlange nachgedacht, doch sie konnten einfach zu keinem Ergebnis gelangen. In dieser Stadt würde ihnen niemand helfen, der nicht lebensmüde war. Und so hatten sie beschlossen, diesen Sonntag einmal nichts zu tun und einfach nur auszuruhen. Robert war ganz vertieft in ein Buch mit dem Titel Illuminati. Während er laß, trank er beinahe schon abwesend seinen Kaffee. Seine Freunde beobachteten ihn eine Weile, bis Jordan es nicht mehr aushielt, sich das Buch griff und sagte: „Weißt du, ich hab dich noch nie lesen sehen. Was soll so Besonderes an diesem Buch sein?“ Kurz starrte Robert seine leeren Hände an und meinte: „Hey, gib das wieder her!“ Nachdem Jordan die Beschreibung auf der Rückseite gelesen hatte, holte er sich schnell sein Buch zurück und meinte dann: „Das Buch ist genial. Lies es selbst, dann weißt du wovon ich spreche!“ „Aber du bist gerade mal am Anfang.“, bemerkte Chris mit einen Blick auf die aufgeschlagene Seite. „Ja. Und der Anfang ist genial! Der zwingt mich praktisch dazu, weiter zu lesen!“, erwiderte Robert und widmete sich wieder seinem Buch. „Dann wird es dich sicher freuen zu erfahren, dass dieses Buch noch zwei Fortsetzungen hat.“, sagte Chris. „Ich weiß, die stehen bei mir bereits im Regal!“, meinte Robert. „Hast du das Buch etwa auch gelesen, weil du so gut darüber Bescheid weist?“, fragte Jordan Chris. „Nein, aber die Buchreihe ist ziemlich bekannt.“, antwortete dieser. So frühstückten sie in Ruhe zu Ende, bis sich Chris nach einer Weile verabschiedete. Seine Freunde blieben noch und unterhielten sich über das Buch, an dem Jordan wohl Gefallen gefunden hatte.

Die Schattenbrüder beobachteten nach wie vor die Power Rangers. Sie standen am Rande des Lochs in der Raummitte und so bekamen sie auch die Unterhaltung im Café mit. Ein neuer Plan zur Vernichtung der Power Rangers musste her. Mal´akh erkannte hier eine Chance, wie er die Rangers für eine Zeit lang beschäftigen konnte, ohne das sie dabei starben. Genau das Richtige um es seinen Brüdern unmöglich zu machen, die Lichtkrieger zu töten bis Minos´ Kampf bevorstand. „Ich hätte da einen Vorschlag, Brüder!“, begann er und trat von dem Loch zurück, „Wie wäre es, wenn wir die Power Rangers in dieses Buch verbannen würden, dass ihnen so gefällt. Sie wären in der Geschichte gefangen und damit erledigt!“ „Und das soll funktionieren? Was wenn sie aus der Geschichte wieder herausfinden!“, rief Minos. „Das glaube ich kaum, denn soweit ich weiß können sie sich innerhalb einer solchen Verbannung nicht verwandeln!“, erwiderte Mal´akh. Morpheus war von dieser Idee hin - und hergerissen. Sie war gut, doch Minos´ Bedenken waren gerechtfertigt. „Dann sollten wir vielleicht nur den roten Ranger verbannen um den Blauen dann ohne Probleme schnellstmöglich zu erledigen.“, schlug der Älteste vor, „Und der gelbe Ranger wird bei alledem keine Rolle spielen.“ Das schien Minos schon besser zu gefallen, denn er sagte: „Meinetwegen können wir es auf diese Weiße machen!“ Nur Mal´akh missfiel das, doch immerhin war es sein Vorschlag und da gab es jetzt kein Zurück mehr. „Wie immer ein ausgezeichneter Vorschlag, Bruder.“, meinte er widerwillig. Sofort begann er in Gedanken einen Ersatzplan zu schmieden.

Mal´akh hatte Calypso zu sich in die Archive bestellt. Sie hatte sich an den großen Tisch gelehnt, auf dem sonst immer irgendwelche alten Schriften ausgebreitet waren. „Ich sehe dir an, dass dich etwas belastet. Erzähle mir davon!“, sagte sie. Der Schattenmeister erzählte von seinem Plan und was Morpheus daraus gemacht hatte. „Das Monster Falconia wurde bereits wieder erweckt und soll den roten Ranger ins Buch einfangen. Doch wenn wir den gelben Ranger mitschicken, dann wird Morpheus wohl selbst versuchen die Verbannung rückgängig zu machen. Und solange müssen wir nur dafür sorgen, dass der blaue Ranger am Leben bleibt! Alles in allem wird es einige Zeit in Anspruch nehmen und der Kampf meines Bruder wird näher rücken!“, enthüllte Mal´akh seine Idee, die doch noch alles richten sollte. „Und weshalb schicken wir dann nicht gleich den blauen statt den gelben Ranger mit ins Buch? Das wäre doch viel einfacher!“, fragte Calypso. „Weil Morpheus dadurch vielleicht seinen eigentlichen Plan früher durchziehen würde wenn nur noch dieses Mädchen übrig wäre! Und das darf er auf keinen Fall solange wir nicht einmal wissen was für ein Plan das sein soll!“, meinte Mal´akh. Das brachte seine Partnerin kurz zum Nachdenken bevor sie antwortete: „Du hast recht. Dann werde ich jetzt dafür sorgen, dass der gelbe Ranger mit auf die Reise geht!“

Robert und Jordan verließen das Café und gingen durch einen leichten Nieselregen. Sie redeten über dies und das und waren auf den Weg ins Kino, wo sie sich wieder mit Chris treffen wollten. Plötzlich überkam sie eine Art dunkle Aura, ein Zeichen dafür das die Schattenkrieger umher schwebten. Sie materialisierten sich und schon waren die zwei Rangers von schwarzen Gestalten umzingelt. „Es ist Sonntag, also verzieht euch, ihr Penner!“, rief Jordan. „Schnappt ihn euch!“, befahl eine unheimliche, weibliche Stimme. Schwarzer Rauch kam auf und daraus trat das Falkenmonster hervor, welches den Befehl gab. Es hatte lange, schwarze Klauen an Händen und Füßen, blutrote lange Stacheln auf den Schultern, war über und über mit goldenen Federn bedeckt, und hatte einen Falkenkopf mit einem großen Schnabel. Im Schnabel befanden sich lange, scharfe Zähne. „Schnappt ihn?“, wiederholte Robert. Und dann begann auch schon der Kampf. Alle stürzten sich auf den Anführer und so versuchte Jordan die Gegner von ihm fernzuhalten und griff sich einen nach dem anderen. Robert hatte eine Tasche geschultert, wo unter anderem auch sein Buch drin war. Er schleuderte die Tasche um sich und warf so einige Schattenkrieger zu Boden. Doch es kamen immer mehr und einer riss ihm die Tasche aus der Hand und brachte sie zu Falconia. Diese wühlte darin herum und förderte schließlich Illuminati zutage. „Ach nein, sagt bloß euch ist schon so langweilig das ihr Bücher stehlt!“, stieß Robert zwischen den Angriffen der Krieger hervor. Das Vogelmonster beachtete ihn gar nicht und brachte ein kleines silbernes Gerät zum Vorschein. Es war eine Kreuzung aus Stimmgabel und Dolch. Mit der Dolchspitze ritzte sie ein X-Zeichen quer über das Buch, dann schlug sie den Teil der Stimmgabel gegen ihren Schnabel. Das schwingende Gerät hielt sie ans Buch. Dort leuchtet nun das X hell auf. „Hier fang!“, rief Falconia und warf das Buch zu Robert, der es reflexartig auffing. Und schon war er verschwunden! Das Buch landete auf dem Boden. „Das war´s dann! Abflug!“, befahl das Monster. Die Schattenkrieger entfernten sich von der überraschten Jordan. Doch plötzlich bekam sie einen harten Tritt in den Rücken und stolperte mitten auf das Buch zu, das sich in ihre Richtung zu bewegt haben schien. Das Buch verschlang auch sie. Das Vogelmonster hatte davon nichts mitbekommen und war mit den Schattenkriegern wieder abgezogen. Hinter dieser Attacke steckte Calypso, welche sich mit Hilfe eines Trankes von Mal´akh unsichtbar gemacht hatte.

Sie wurden durch einen Wirbel aus weißem Licht geschleudert, bevor sich Robert und Jordan in einem merkwürdigen, großen runden Raum wiederfanden. Sie landeten in einem dunkleren Teil des Raumes, wo niemand ihr Auftauchen bemerkte. Verwirrt schauten sie sich um. In diesem Rundbau befanden sich ringsum Nischen mit Statuen und Leute die sich hier umschauten. „Wo sind wir hier?“, flüsterte Jordan. Robert kam dieser Ort irgendwie bekannt vor, doch sein Gedanke war zu verrückt. „Hoffentlich nicht da wo ich denke.“, meinte dieser. Plötzlich hörten die zwei eine Frauenstimme mit italienischem Akzent, die sich deutlich über die überwiegend leisen Gespräche erhob: „Robert, Robert! Kommen Sie, schnell!“ Robert drehte ruckartig seinen Kopf in die Richtung aus der die Stimme kam. Er sah eine junge Frau und einen Mann, der auf sie zugeeilt kam. Robert bedeutete Jordan ihm zu folgen. Er wollte offenbar wissen, was es mit den beiden Leuten auf sich hatte. „Robert, es ist das falsche Grab!“, sagte die Frau und deutete hektisch auf eine Plakette neben einem Sarkophag der in einer der Nischen stand, „Raphael wurde erst 1759 im Pantheon beigesetzt, mehr als ein Jahrhundert nach der Veröffentlichung von Diagramma!“ Robert und Jordan konnten die zwei Personen nun gut erkennen und verstehen. Der Mann war groß gewachsen, hatte dichtes dunkles Haar und trug ein Jackett aus Harris-Tweed. Die Frau, eine Italienerin, hatte langes schwarzes Haar und trug Khakihosen und ein weißes, ärmelloses Top. „Schnell, wo war Raphael ursprünglich begraben?“, drängte die Frau. Der Mann dachte nach und meinte dann: „In Urbino glaube ich! Verdammt, eine irdene Kapelle, was könnte damit gemeint sein?“ Robert konnte nicht glauben was er da sah, die Szene kam ihm nur allzu bekannt vor. „Wir sind in Rom, im Pantheon.“, brachte er nur hervor. „Wie jetzt, Rom? Verdammt, Robert! Sag mir was hier los ist!“, forderte Jordan. „Naja, es ist nicht das echte Rom. Ich glaube wir sind mitten in meinem Buch gelandet! Das hier ist die Stelle in Illuminati in der die Hauptfiguren erkennen, dass sie am falschen Ort sind!“, erklärte er. „Das glaubst du doch wohl nicht wirklich!“, meinte Jordan. „Hast du eine bessere Idee? Ich bin hier gelandet nachdem das Monster mir mein Buch zugeworfen hatte. Es muss irgendwas damit gemacht haben.“, überlegte er. „Zugegeben, ich bin auf das Buch gestolpert und dann war alles weiß.“, sagte sie nun, „Dann stecken wir also tatsächlich in einem Buch fest!“ „Ja. Und ich denke wir müssen das Ende des Buches erreichen um wieder freizukommen.“, meinte Robert. „Klingt jedenfalls logisch.“, gab Jordan zu. „Am besten wir machen uns mal mit den beiden dort bekannt und ich weiß auch schon was wir ihnen sagen werden“, schlug er vor und deute auf Hauptfiguren dieses Buches. Um das Ende der Geschichte zu erreichen müssen wir einfach denen da folgen, dachte Robert.
Die zwei Leute vor ihnen hießen Robert Langdon und Vittoria Vetra. Robert und Jordan kamen auf die beiden zu. Im Laufen richtete Robert das Wort Mr. Langdon: „Was Sie suchen ist die Chigi-Kapelle in der Kirche Santa Maria del Popolo. Man nennt sie auch Capella della Terra!“ Die zwei Romanfiguren drehten sich zu ihnen um. Mr. Langdon, ein Professor für Kunstgeschichte an der Harvard University, schaute ihn überrascht an. „Woher wollen Sie wissen, wonach wir suchen?“, fragte er argwöhnisch. „Entschuldigen Sie, aber wir haben zufällig Ihr Gespräch mitgehört. Ich bin Robert King und das ist meine Kollegin Jordan Edwards. Wir sind bestens mit den Illuminatimythen vertraut und ihr Gespräch ließ darauf schließen, dass sie den Weg der Erleuchtung suchen. Ein Weg der aus vier Kirchen in Rom besteht, die man auch die Altäre der Wissenschaft nennt.“, erklärte Robert. Vittoria, eine Physikerin am CERN, dachte kurz darüber nach und meinte dann: „Nun das mit der irdenen Kapelle oder besser Capella della Terra macht Sinn“ „Glauben Sie uns, wir wollen Ihnen nur helfen.“, sagte Jordan. Da nahm Vittoria ein silbernes Handy aus ihrer Hosentasche und meinte: „OK, ich gebe schnell Oberst Olivetti Bescheid.“ Oberst Olivetti war Kommandant der Schweizer Garde und somit für alles im Vatikan verantwortlich. „Sagen Sie ihrem Oberst das Ihnen jetzt zwei weitere Personen helfen!“, sagte Robert. Die vier Personen rannten nun eilig aus dem Pantheon und stiegen schnell in das nächstbeste Taxi ein, das mit Vollgas zur Santa Maria del Popolo raste. In dem Wagen taten Robert und Jordan so, als wüssten sie von nichts und ließen sich deshalb alles schnell erklären. In vier Minuten war es acht Uhr Abends und ab da sollte zu jeder vollen Stunde einer von vier, von den Illuminati entführten Kardinälen, gebrandmarkt und ermordet werden. Und das in eben diesen vier Kirchen, die einen Weg durch Rom markieren, der zum uralten Hauptquartier der Illuminati führt. Um Mitternacht sollte dann der Vatikan mittels einer Antimateriebombe zerstört werden. All das wurde dem Vatikan von einem Auftragskiller der Illuminati per Telefon mitgeteilt, der es genoss, sie so zu verhöhnen. Und alles sollte am Abend des Konklave passieren, jenes Ritual, bei welchem ein neuer Papst gewählt werden soll. Denn seid den Tagen Galileos betrachteten die Illuminati die Kirche als ihren Feind. Ein Blatt aus Galileos Buch Diagramma enthält den Hinweis, wie die vier Kirchen zu finden sind. Ein Gedicht dient hier als Wegweiser:
Von Santis irdnem Grab in Dämons Loch,
Durch Rom die myst’schen Urstoffe sich ziehn.
Der Lichtpfad ist gelegt, der heilige Test,
Lass dich von Engeln führ’n auf luft’ger Quest.


Chris war inzwischen von Prinzessin Kala informiert worden, dass Schattenkrieger in der Stadt aufgetaucht waren und es auf seine Freunde abgesehen hatten. Als er zum Ort des Angriffs kam, war dort nichts weiter als Roberts Tasche und sein Buch auf dem Boden. Das X auf dem Buch war mittlerweile schwarz und somit hatte der Zauber seine Wirkung verloren, welcher Robert und Jordan ins Buch geschickt hatte. Chris hob die Sachen auf und ging direkt zu Kala. Als sie das Buch sah, wusste sie sofort was los war. Und bedauerlicherweise hatte sie keine Ahnung, wie man die beiden da wieder herausholen sollte. Sie mussten es also selbst irgendwie schaffen.

Als das Falkenmonster wieder die Schattenwelt betrat, wurde es von Morpheus hart bestraft. Denn die Brüder hatten sehr wohl mitbekommen, dass auch der gelbe Ranger mit verbannt wurde. Und ohne das Buch hatte der Älteste keine Möglichkeit, Jordan wieder herauszuholen. Er musste sich wohl ganz auf die Hartnäckigkeit seiner Gegner verlassen. Falconias Leben wurde einzig deswegen verschont, weil sie die blauen Ranger töten sollte, der nunmehr alleine dastand. Sie zog gleich los, um den blauen Lichtkrieger herauszulocken.

Zurück in Illuminati. Dort war Oberst Olivetti außer sich, da Robert Langdon und Vittoria Vetra mit der ersten Kirche falsch gelegen hatten. Es war unmöglich noch vor dem Mörder bei der richtigen Kirche zu sein, um ihn zu fassen. Es schlug genau acht Uhr, als vier Personen über die Piazza del Popolo rannten und versuchten in die Kirche zu gelangen. Doch diese war wegen Renovierungsarbeiten geschlossen und so mussten sie durch eine schmale Gasse hindurch den Zweiteingang suchen. Dieser hatte ein Schloss dran, welches aber vor kurzem erst aufgebrochen worden war. Das muss der Illuminatimörder gewesen sein! Bevor sie die Kirche betraten, langte Vittoria schnell in Langdons Jackett und holte eine Pistole hervor, welche sie vom Oberst erhalten hatten, bevor sie das Pantheon betreten hatten. Vittoria hatte nämlich eine Rechnung mit dem Mörder offen, denn der ermordete ihren Vater um sich die Antimateriebombe zu verschaffen. Leise betraten alle die Kirche. Robert hielt Jordan kurz zurück und flüsterte ihr etwas zu: „Bis hier her habe ich das Buch gelesen, alles was danach passiert kann ich nur erraten.“ „Wirklich beruhigend.“, meinte sie. So leise sie konnten, bewegten sie sich durch die Kirche und suchten die richtige Kapelle. Bisher war vom Mörder nichts zu sehen, wahrscheinlich war er schon wieder weg. Überall befanden sich Gerüste und Werkbänke in der Kirche und die Statuen waren mit Plastikvorhängen verhangen. Vom Eingang aus befand sich die Chigi-Kapelle auf der rechten Seite in der dritten Nische. Die Kapelle war mit rotem Marmor ausgekleidet, hatte ein Kuppeldach mit einem Sternenfeld und zu beiden Seiten standen Pyramiden. Ganz schön ungewöhnlich für eine christliche Kirche. Am Boden war das Dämonenloch welches im Gedicht genannt wurde. Und das ist nichts weiter als eine Krypta, in der die Chigi-Familie beigesetzt wurde. Nachdem Langdon die Kapelle eingehend betrachtet und bewundert hatte, meinte er: „Wenn hier irgendwo ein Kardinal sein soll, dann in dem Dämonenloch oder Ossuarium.“ „Dann müssen wir den Deckel beiseite schieben.“, sagte Robert und kniete sich neben den runden Deckel nieder, auf dem ein Skelett abgebildet war. Als sie das Loch öffneten, kam ihnen ein fauliger Gestank entgegen, wie er nur von verwesten Leichen stammen konnte. Sie hielten den Atem an und blickten hinein, konnten jedoch nicht viel in der Schwärze erkennen. „Ich habe eine Taschenlampe auf einer der Werkbänke gesehen!“, sagte Vittoria, „Ich hole sie schnell!“ Als sie wieder zurückkam, befand sich der Professor schon beim Abstieg in das Loch, welches ungefähr 6 Meter tief war. Obwohl Langdon Klaustrophobie hatte, mühte er sich eine Holzleiter in die Tiefe hinunter, gefolgt von Robert. In dem schwachen Licht der Taschenlampe konnten sie eine kleine Gestalt erkennen, die jedoch viel zu klein für einen Menschen war. Erst als sie näher kamen, konnten sie das schreckliche Bild erkennen. Ein alter Mann, Kardinal Ebner aus Frankfurt, war bis zur Hälfte aufrecht stehend in dem erdigen Boden der Krypta eingegraben. Seine Hände waren hinter seinem Rücken gefesselt und man hatte ihm soviel Dreck in den Mund gesteckt, bis er qualvoll daran erstickt war. Auf seiner Brust war eine frische, noch blutende Brandwunde mit dem Wort EARTH. Die unverkennbare Form des Wortes ließ keinen Zweifel zu, dass die Illuminati dahinter steckten, denn es war ein Ambigramm. Ein Wort das man vorwärts wie rückwärts lesen konnte. „Mein Gott!“, stieß Langdon hervor, als er die Leiche und das Symbol auf ihr sah. „Raus hier!“, drängte Robert. Beiden machte der grässliche Gestank zu schaffen. Schnell gingen sie zur Leiter zurück. Als sie oben ankamen, standen ungefähr zwölf Mann um die Kapelle herum. Alles Schweizer Gardisten in ihren, von Michelangelo persönlich entworfenen Uniformen. Diese waren blau-gelb gestreift und sahen aus, als würden sie aus einem Shakespeare-Melodram stammen. Professor Langdon kam als erster aus dem Loch zurück und wurde sofort von Oberst Olivetti befragt: „Was haben Sie dort unten gesehen, Professor?“ „Kardinal Ebner, er ist tot. Und gebrandmarkt, wie der Mörder es gesagt hatte.“, antwortete er. Der Oberst hatte ein hageres Gesicht, trug sein dunkles Haar militärisch kurz, war groß gewachsen und bewegte sich so steif als hätte er einen Besenstiel verschluckt. Er atmete einmal scharf ein und befahl dann drei Gardisten den Toten zu bergen und unbemerkt aus der Kirche zu schaffen. Dann wandte er sich an Robert und Jordan: „Sie beide kennen sich mit den Illuminati aus, richtig? Dann werden Sie ab sofort den Professor unterstützen!“ Beide stimmten zu.
„Wir müssen die nächste Kirche finden.“, meinte Vittoria und schaute sich nochmal in der kleinen Kapelle um. Denn in jeder der vier Kirchen befand sich eine Statue die zur nächsten Kirche deutete. Jede Statue war ein Tribut an die vier antiken Elemente der Wissenschaft: Erde, Luft, Feuer und Wasser. Und mit diesen Worten sollten auch die Kardinäle gebrandmarkt werden. Robert war vorhin schon etwas aufgefallen, nämlich eine mit einem Plastikvorhang verdeckte Statue in der Kapelle. Er zog den Vorhang beiseite und enthüllte eine von Bernini geschaffene Skulptur: Habakuk und der Engel. „Was ist damit?“, fragte er. Der Professor schaute sich die Statue an und sagte dann aufgeregt: „Das ist die Statue die uns den Weg zur nächsten Kirche zeigt! Und weiterhin lässt sie darauf schließen, das auch die anderen Wegweiser von Bernini geschaffen wurden!“ Die Statue zeigte zwei Personen, wobei eine ein Engel war, der mit ausgestrecktem Arm in eine Richtung wies. „Wir müssen herausfinden in welche Richtung er zeigt!“, rief Jordan und rannte bereits aus der Kirche. Doch die Häuser draußen versperrten ihr die Sicht. „Das hat keinen Sinn, wir brauchen einen Stadtplan!“, meinte Langdon.

Das Falkenmonster wütete in Jericho City. Es rupfte sich goldene Federn von seinem Körper und warf sie auf die davon rennenden Menschen. Die Federn waren wie Messer und töteten unzählige Leute, bis endlich Chris auftauchte. „Hör sofort auf damit!“, schrie der blaue Ranger und schoss mit seiner Laserwaffe auf Falconia. Diese kreischte und warf eine Klaue voll Federn auf Chris. Der wich jedoch schnell aus und schoss weiterhin auf die Kreatur. Falconia ließ ihre Klauen an den Händen wachsen, stürmte auf den Lichtkrieger zu und traf ihn mehrere Male auf der Brust. Das hinterließ weiß qualmende Kratzer auf seinem Poweranzug. „Greifenaxt!“, rief Chris und seine Waffe erschien in seinen Händen. Damit blockte er die nächste Attacke ab und landete einen harten Treffer auf Falconia, bei dem die Federn flogen. Dann schlug er mit der Axt die roten Stacheln auf ihrer rechten Schulter ab. Das Monster kreischte immer lauter vor Schmerz. „Schattenkrieger! Eilt herbei!“, fauchte sie. Ein Trupp schwarzer Gestalten tauchte nun auf, während sich das Monster kurz zurückzog. „Na los, kommt doch her!“, rief der blaue Ranger und schwang seine Axt.

Robert und Jordan saßen mit Professor Langdon, Vittoria und Oberst Olivetti in einem schwarzen Alfa Romeo und rasten in Richtung Vatikan, gefolgt von drei weiteren Wagen mit den Gardisten. Es war sechs Minuten vor neun Uhr, bald würde der nächste Kardinal sterben. Der Oberst fuhr, während Langdon erklärte weshalb der nächste Wegweiser ausgerechnet im Vatikan zu finden war. Er hatte einen Stadtplan auf seinen Knien und sagte: „Berninis Statue deutet nach Südwesten und entlang dieser Linie gibt es keine Kirche, bis sie den Petersdom kreuzt.“ „Aber hieß es nicht, dass die Kirchen alle in Rom wären? Der Petersdom gehört zum Vatikan, einem eigenständigen Land!“, warf Vittoria ein. „Schon.“, meinte Langdon, „Aber nicht der Petersplatz, der gehört zu Rom. Eine ungewöhnliche Einteilung, ich weiß. Also suchen wir jetzt nach einer Skulptur von Bernini, die etwas mit Luft zu tun hat und sich auf dem Petersplatz befindet.“
Der Petersplatz war überfüllt von Gläubigen, die die Wahl des neuen Papstes mitverfolgten. Mit quietschenden Reifen kamen die vier schwarzen Autos zum stehen. Der Oberst hatte ringsum den Platz Scharfschützen postiert und ließ seine Männer ausrücken. Es war eine Minute vor neun Uhr. Robert und die anderen mischten sich unter die Menschenmenge und suchten nach der Statue. Langdon wusste auch schon, um welche es sich handelte. Nämlich um ein Flachrelief mit dem Namen West Ponente. Dieses befand sich beim Obelisken in der Mitte des Platzes. Als die vier dort ankamen, umrundeten sie den Obelisken auf der Suche nach dem richtigen Relief. Doch plötzlich schrie ein kleines Mädchen aus der Menge auf. Sofort eilten sie zu der Stelle und sahen dort einen Mann in einer Blutlache. Er bewegte sich noch. „Schnell!“, rief Vittoria. Einige Sicherheitskräfte waren angerückt und versuchten nun die Menge von dem Mann fernzuhalten. Vittoria ging zu dem Mann, drehte ihn um und wollte eine Mund-zu-Mund-Beatmung durchführen, aber die Luft die sie ihm einblies, entwich durch zwei Einstiche in den Lungen. Es gab ein gurgelndes Geräusch und Blut spritzte aus den Einstichen. Es hatte keinen Sinn mehr, der Mann starb. Es war Kardinal Lamassé aus Paris. Da fiel Vittoria die andere Wunde auf seiner Brust auf: AIR. Wieder ein Ambigramm. Robert und Jordan entdeckten inzwischen West Ponente, direkt neben dem Toten. Es war das Gesicht eines Engels das fünf Luftströme ausblies, ein Tribut an Luft. Auch Langdon sah sich das Relief an, bis von irgendwo her Olivettis Stimme kam und auch sie Vier weggebracht wurden. Ganz in der Nähe beobachtete sie ein arabisch aussehender Mann in einem Priestergewand.

Im Amtszimmer des verstorbenen Papstes waren sie nun alle versammelt, zusammen mit Oberst Olivetti, dem Hauptmann Rocher welcher mit der Suche nach der Antimateriebombe beauftragt war und dem Camerlengo Carlo Ventresca, der ehemalige Kammerdiener des Papstes. Solange es keinen neuen Papst gab, bekleidete der Camerlengo das höchste Amt der Kirche. Der verblichene Papst war zudem sein Adoptivvater gewesen. Er begrüßte Robert und Jordan und war froh darüber, dass noch zwei weitere Illuminatiexperten halfen. Langdon hatte inzwischen den Stadtplan studiert und feststellen müssen, dass ungefähr 20 Kirchen auf den fünf Linien von West Ponente aus liegen. Ihm blieb nichts anders übrig, als nochmal in die Geheimarchive des Vatikans zu gehen, um nach einem Werkverzeichnis von Bernini zu suchen. Fast alle seine Aufträge erledigte er für die Kirche und waren demnach aufgezeichnet. Robert begleitete ihn.
Allerdings musste noch einer anderen Sache nachgegangen werden, denn die Illuminati behaupteten, dass sie für den Tot des Papstes verantwortlich seien. Mit seinem eigenem Medikament welches er brauchte, hätten sie ihn getötet. Um dies zu prüfen, gingen der Camerlengo, Vittoria, Jordan, zwei Gardisten und ein Leutnant der Garde zum Sarg des Papstes, der sich in einer Krypta unter dem Petersdom befand. Vittoria, die sich als Wissenschaftlerin bestens damit auskannte, meinte das Heparin, das Medikament des Papstes, überdosiert tödlich sei. Wenn die Zunge des Papstes schwarz gefärbt sei, dann wäre dies der Beweis für eine Vergiftung.
Am Sarg angekommen, stemmten die Gardisten den Deckel beiseite. Der Camerlengo zog das Tuch, das den Leichnam bedeckte zurück und zum Vorschein kam eine Zunge, so schwarz wie die Nacht. „Dio mio!“, stießen die Gardisten erschrocken hervor. Wenn die Illuminati tatsächlich den Papst ermorden konnten, dann mussten sie einen Mann hinter den Mauern des Vatikans haben. Aber wer? Von nun an konnte man nicht einmal mehr der Schweizer Garde trauen, was soviel hieß wie, dass die Suche nach der Bombe womöglich auch sabotiert wurde. Robert, du ließt eindeutig die falschen Bücher! Die Geschichte kann gar kein gutes Ende nehmen!, schoss es Jordan durch den Kopf.

Fortsetzungen folgt...

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27. Jan 2012, 20:12
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Episode 15

Illuminati Teil 2

In Jericho City kämpfte der blaue Ranger gegen eine Horde Schattenkrieger. Das Falkenmonster Falconia hatte sich Flügel wachsen lassen und beobachtete den Kampf aus der Luft. Chris schlug mit seiner Greifenaxt nach den dunklen Gestalten, hin und wieder musste er Treffer einstecken. Nach einiger Zeit aktivierte er seine Spezialattacke. „Energiewirbel!“, rief er. Auf seinem Rücken erschienen die Schwingen eines Greifs, mit denen er Energiewellen auf die Schattenkrieger schleuderte und sie damit auslöschte. „Und jetzt zu dir!“, sagte er laut und schaute zu Falconia hinauf, „Am besten du kommst freiwillig runter!“

In Illuminati waren Professor Langdon und Robert auf dem Weg zu den Geheimarchiven des Vatikans. Diese waren in einer großen, unterirdischen Halle und bestanden aus Dutzenden von Glastresoren, welche dazu dienten die alten Schriften zu schützen. In diesen Tresoren war der Sauerstoff auf ein Minimum reduziert, um den Verfall der Dokumente zu verhindern. Als die beiden den Tresor mit der Aufschrift ATTIVI VATICANI (Vatikanische Vermögenswerte) fanden, gingen sie hinein und suchten nach einem Werkverzeichnis von Berninis Arbeiten. Der niedrige Sauerstoffgehalt war dabei äußerst unangenehm. „Wir suchen nach einer Berninistatue, die etwas mit Feuer zu tun hat. Hier, ich habe den Katalog gefunden. Tragen Sie ihn bitte zum Tisch in der Mitte!“, sagte Langdon, der auf einer Aluleiter stand und ein schweres Buch von einem Metallregal herunter reichte. Robert ging damit zum Tisch und schlug es auf. Nach ungefähr 15 Minuten stießen die beiden auf die Statue Verzückung der Heiligen Theresa, welche sich in der Kirche Santa Maria della Vittoria befand. Die Statue zeigte die Heilige Theresa und einen Engel, welcher einen feurigen Pfeil hielt. „Das muss es sein!“, meinte der Professor. „Sind Sie sich da ganz sicher?“, hakte Robert nach. „Ja, denn der Engel ist zudem ein Seraph, was soviel wie der Feurige bedeutet.“, erklärte Langdon. „Wie Sie meinen. Dann müssen wir jetzt so schnell wie möglich...“, setzte Robert an, wurde aber durch die ausgehenden Lichter im gesamten Archiv überrascht. „Was soll das jetzt schon wieder?“, rief er stattdessen überrascht. „Ich weiß es nicht, aber ohne Strom gehen die Türen hier nicht wieder auf!“, meinte der Harvardprofessor. „Sie meinen doch wohl nicht, dass wir hier drin ersticken werden!“, sagte Robert hektisch. Der knappe Sauerstoff machte ihm schon jetzt zu schaffen. „Genau das werden wir! Los, helfen Sie mir die Tür per Hand zu öffnen!“, rief Langdon. Gemeinsam stemmten sie sich gegen die Drehtür, doch sie bewegte sich keinen Millimeter. Und der Tresor bestand auch noch aus Sicherheitsglas. Es brachte also auch nichts, mit der zu leichten Aluleiter gegen die Wände zu schlagen, um sich gewaltsam zu befreien. Schließlich wurde der Sauerstoff immer weniger und die zwei waren der Ohnmacht nahe. Da hatte Robert eine Idee. Er ging zu einem der schweren Metallregale und versuchte es umzuwerfen und damit die Glaswand zu zerstören. Mr. Langdon half ihm dabei und mit ihrer letzten Kraft stießen sie das Regal um. Die Bücher fielen heraus, als es gegen das Glas krachte. Erschöpft sanken beide Männer zu Boden. Zuerst passierte nichts, dann brach plötzlich das Glas. Frische Luft strömte in die Lungen der beiden, die erleichtert tief einatmeten. Sie standen auf und machten sich sofort auf, um den anderen Bescheid zu sagen. Es war 21:42 Uhr, in ungefähr einer Viertelstunde würde der nächste Kardinal sterben.

Robert, Jordan, Professor Langdon und Vittoria saßen zusammen mit Oberst Olivetti in einem Wagen und waren auf schnellstem Wege in die Kirche Santa Maria della Vittoria, dem dritten Altar der Wissenschaft. Dabei erzählten sie sich, was alles passiert war. Die Illuminati waren wohl bis hinter die Mauern ihres Feindes vorgedrungen, was vermuten ließ, dass jemand im Vatikan ein Verräter war und hatten den Papst ermordet. Was den Stromausfall in den Archiven anging, so wurden in verschiedenen Zonen von Vatikanstadt die Stromversorgung unterbrochen, um die Suche nach der Antimateriebombe einzugrenzen. Denn von der Bombe und ihrem tickenden Countdown gab es eine Liveübertragung und dieses Bild wurde mit künstlichem Licht erhellt. Sollte sich das Bild verdunkeln, so wüsste man immerhin wo man genau zu suchen hatte.
Es waren nur der Oberst und seine vier Begleiter auf dem Weg zur Kirche um den Mörder zu fassen, dann ausnahmslos alle Gardisten suchten fieberhaft nach der Bombe, die um Mitternacht explodieren würde. Der Kommandant wollte den Mörder alleine fassen und befahl den anderen, in einer schmalen Gasse in Nähe der Kirche zu warten. Er würde ihnen dann Bescheid geben. Draußen war es bereits dunkel.
Als es ein paar Minuten nach 22 Uhr war und der Oberst sich nicht meldete, beschlichen die vier langsam Zweifel. Vittoria wollte den Mörder unbedingt gefasst sehen, also ging sie selbst los. Die anderen folgten ihr über die Piazza Barberini. Sie öffneten den Haupteingang der Kirche und was sie dann sahen, war ebenso ungewöhnlich wie schrecklich. Im hinteren Teil der Kirche brannte ein großes Feuer, darüber hatte man einen alten Mann an seine Arme gekettet, sodass es aussah als würde er an einem unsichtbarem Kreuz hängen. Seine nackten Beine baumelten über den Flammen. Diese Art zu sterben war eine Mischung aus Hängen, Kreuzigung und Verbrennen. Der Mann schrie, als das Feuer seine Haut abschälte. „Schnell, wir müssen ihm helfen!“, schrie Robert. Alle rannten sie dem Feuer entgegen. Doch auf halbem Wege hielt Vittoria inne, denn sie sah einen Mann in einer der Kirchenbänke liegen, dessen Kopf um 180° nach hinten verdreht war. Es war Oberst Olivetti. Auch Jordan blieb bei Vittoria stehen. Jordan wollte gerade nach den anderen rufen, als eine Gestalt hinter ihr auftauchte und sie niederschlug. Auch Vittoria konnte sie unbemerkt außer Gefecht setzen.
Der Mann war Kardinal Guidera aus Barcelona. Er schrie immer lauter, je höher die Flammen schlugen. Robert und der Professor versuchten die Halterung einer der Ketten zu erreichen, doch diese war viel zu hoch. „Wir brauchen Wasser um das Feuer zu löschen!“, rief Langdon. „Das kommt als Nächstes!“, entgegnete ihm eine arabisch klingende Stimme in Nähe des Eingangs. Beide drehten sich augenblicklich um und sahen einen dunkelhäutigen Mann der eine Waffe auf sie richtete. Instinktiv duckten sich beide schnell, als der erste Schuss fiel. „Sunlight Power Up!“, sagte Robert und wollte sich verwandeln, doch nichts geschah. „Was?“, fragte Langdon. „Äh nichts!“, meinte Robert nur. Die beiden hielten sich noch immer geduckt, als weitere Schüsse folgten. Der Araber kam ihnen entgegen, sobald er die brennenden Stühle, aus welchen der Scheiterhaufen des Kardinals bestand, hinter sich gelassen hatte, hatte er freies Schussfeld. Robert und der Professor eilten weiter, suchend nach einem Platz um in Deckung zu gehen. Da sah Langdon plötzlich eine Nische mit einem Sarkophag darin, welcher auf Stützen stand. Zwischen Boden und Sarg war ein Gitter in der Wand und wie Langdon zufällig wusste, befand sich dahinter eine Krypta. „Hier lang!“, sagte er und zog Robert mit. Er kroch unter den Sarkophag und stieß mit zwei kräftigen Tritten das Gitter beiseite. „Los, da runter!“ meinte er und ließ sich in das Loch fallen. Erst da bemerkte Robert, dass Jordan und Vittoria fehlten. Doch er hatte keine Zeit, etwas zu unternehmen, den zwei Schüsse verfehlten nur knapp seinen Kopf. Schnell kroch auch er durch das Loch und fiel drei Meter in die Tiefe. Schüsse schlugen noch immer auf, bis aus der Waffe nur ein metallisches Klicken kam. Das Magazin war leer. Der Mörder wollte schon selbst in die Krypta, doch die Flammen wuchsen immer weiter an. Schreie waren schon lange keine mehr zu hören, der Mann war tot. Dann werde ich mich eben damit zufrieden geben müssen, dass die Amerikaner an dem Qualm ersticken werden. Und ich habe ja noch ihre Frauen!, dachte der Araber. Er eilte nach draußen und verfrachtete die bewusstlosen Frauen in seinem schwarzen Lieferwagen, mit dem er auch die Kardinäle transportiert hatte und fuhr damit zu seinem Versteck.

Das Falkenmonster stürzte herunter und packte den blauen Ranger. Die Kreatur schleuderte Chris in eine Hauswand und landete dann. Chris befreite sich wieder stürmte mit erhobener Axt auf Falconia zu. Diese warf ein paar Federn nach ihm, die er mit seiner Waffe abblockte. Kurz vor dem Monster zog der den Sun Blaster und schoss. Kreischend flog Falconia wieder in die Luft und wollte Chris erneut vom Boden auflesen, doch der warf seine Greifenaxt nach ihr, die in ihrer Brust stecken blieb. Aufschreiend explodierte das Vogelmonster und goldene Federn fielen vom Himmel. „Wurde auch Zeit!“, meinte Chris. Aber er freute sich zu früh, den schwarzer Rauch umhüllte ihre Überreste und das Monster wuchs auf Hochhausgröße heran. „Ich rufe die Power der alten Geschöpfe!“, sagte der blaue Ranger und streckte seine rechte Hand dabei in die Luft.

In der Kirche Santa Maria della Vittoria herrschte Chaos. Feuerwehrleute löschten einen Brand, der von einem Anwohner bemerkt wurde. Und sie holten einen halb verbrannten Leichnam herunter, bei dem das Fleisch an den Beinen von den Knochen hing. Auf seiner Brust war ein Brandmal: FIRE. Plötzlich hörten die Feuerwehrleute Stimmen. Sie kamen zu einem runden, aus schwerem schwarzen Eisen gefertigten Deckel in Nähe des Altars. Zu Dritt hoben sie den Deckel und entdeckten zwei Männer, die sie herausholten. Beide husteten und schnappten nach Luft, denn der Rauch hatte sich in ihren Lungen festgesetzt. „Wie spät ist es jetzt?“, fragte Robert den Professor, nachdem beide eine Zeit lang eine Sauerstoffmaske tragen mussten. „22:22 Uhr. Noch haben wir Zeit um die letzte Kirche zu finden. Dieser Mörder, ich wette er hat Vittoria und Jordan. Als er im Vatikan anrief, war er sehr deutlich. Erst wird er sich an ihnen vergehen und dann umbringen.“, meinte Langdon voller Groll. „Wir müssen einfach vor diesem Illuminati-Bastard an der nächsten Kirche ankommen und ihn stellen!“, entschied Robert. „Sie haben recht. Dort drüben ist die Verzückung der Heiligen Theresa. Legen wir los! “, meinte der Professor und deutete auf eine weiße Marmorstatue. Die Statue zeigte einen Engel mit Pfeil und die Heilige Theresa. Die Zwei gingen zur Statue und betrachteten sie. „Der Pfeil wird uns wohl den Weg weißen!“, meinte Robert. „Ja, fragt sich nur in welche Richtung er zeigt.“, sagte Langdon. Schnell baten sie die Feuerwehr um einen Stadtplan. Dort trugen sie die Standorte der letzten drei Kirchen ein und zeichneten eine Linie Richtung Osten von dieser Kirche aus weg. Schließlich verbanden sie alle Punkte und mit der vierten Kirche entstand nun ein Kreuz, ohne Zweifel musste es der richtige Punkt sein. Es war der Vierströmebrunnen an der Piazza Navona. „Es sind noch 26 Minuten bis 23 Uhr.“, sagte Langdon. Robert nickte ihm zu und gemeinsam verließen sie die Kirche. Aber zuvor noch blieben sie bei Olivettis Leiche stehen und holten sich unbemerkt seine Waffe sowie sein Walkie-Talkie. Draußen versuchten sie mit dem Walkie-Talkie bei der Schweizergarde durchzukommen, doch es kam nur statisches Rauschen heraus und sonst waren alle Leitungen zum Vatikan belegt. Und die römische Polizei zu rufen, die nicht wusste mit wem und was sie es zu tun hatte, würde wahrscheinlich alles nur noch schlimmer machen. Also mussten die Zwei es alleine durchziehen. Es war zwar kein Taxi in Sichtweite, aber sie sahen einen Mann in einem alten Citroen und bedrohten ihn mit der Waffe. Das war zwar nicht ihre Art, aber sie brauchten dringend ein Fahrzeug. Mit Vollgas rasten sie zur Piazza Navona.

In der wirklichen Welt hatte der blaue Ranger soeben den Sonnen Biest Megazord gebildet und kämpfte gegen das Falkenmonster. Beide bekämpften sich mit ihren Fäusten, wobei der Megazord zu unterliegen schien. Falconia war schnell und stark uns so riss sie mit ihren Klauen tiefe Furchen in die Oberfläche des Zords, aus der Funken sprühten. „Sonnensäbel aktivieren!“, rief Chris die Waffe des Zords herbei. Mit dem Schwert blockte er nun die nächsten Schläge Falconias ab, rammte ihr das rechte Bein in den Magen und setzte mehrere Schwerthiebe nach.

Robert und der Professor hatten noch genug Zeit, um die Piazza gründlich in Augenschein zu nehmen und sich ein passendes Versteck zu suchen. Sie beobachteten alles aus dem Schatten einer großen Treppe heraus, welche zur Kirche Sant´ Agnese in Agone führte. Mitten auf der Piazza stand Berninis Vierströmebrunnen. Dieser bestand aus einem sechs Meter hohen zentralen Block, der mit heidnischen Figuren übersät war und noch einem zwölf Meter hohen Obelisken. Ringsum war ein wassergefülltes Becken. Robert hatte die Waffe überprüft und feststellen müssen, dass sie nur noch einen Schuss übrig hatte. Leise warteten beide und kurz vor 23 Uhr kam ein schwarzer Lieferwagen von der anderen Seite der Piazza. Er hielt am Brunnen und eine Seitentür öffnete sich. Schnell schlichen die Zwei zum Brunnen und stiegen ins Wasser. Hinter dem großen Steinblock gingen sie in Deckung und schlichen langsam vorwärts. Das Wasser war eiskalt. Als sie das Rasseln von schweren Ketten auf der gegenüberliegenden Seite hörten, gingen sie aus ihrer Deckung hervor. Robert hielt die Waffe auf den Araber gerichtet, der im Begriff war einen gefesselten Mann ins Wasser zu werfen. „Hände über den Kopf und weg von dem Mann!“, rief Robert. Der Mörder grinste nur amüsiert, er nahm die Bedrohung gar nicht ernst. „Sie sind also aus ihrem stickigen Loch entkommen.“, sagte er nur. „Sagen Sie uns wo unsere Begleiterinnen sind! Wir wissen, dass Sie sie entführt haben!“, verlangte Langdon. „Ich glaube das kann ich nicht tun. Ihre Frauen werden der perfekte Abschluss dieses gelungenen Abends sein!“, meinte der Assassine. „Antworten Sie uns oder ich drücke ab! Wir sind den Weg der Erleuchtung bis hierher gegangen, wir werden auch das alte Versteck ihrer Bruderschaft finden. Ich wette dorthin haben Sie sie verfrachtet!“, sagte Robert und legte auf das Herz des Arabers an. „Sie werden es nie bis zur Kirche der Erleuchtung schaffen, dass ist der schwierigste Teil des Wegs!“, meinte der Mörder. Er glaubte nicht daran, dass Robert abdrücken würde griff schnell mit beiden Händen ans Dach des Wagens. Dann ließ er sich nach vorne schnellen und traf mit seinem Füßen Robert am Kinn. Er verlor die Waffe, doch zuvor löste sich ein Schuss, der den linken Fuß des Mörders traf. Dieser schrie fluchend auf, unterdrückte jedoch den Schmerz und stieß schnell den gefesselten und geknebelten Kardinal ins Wasser. Dann sprang er selbst hinein um sich um die anderen zu kümmern. Robert stand wieder und verteidigte sich gegen den Mörder, während der Professor versuchte, den Kardinal aus dem Wasser zu ziehen. Doch dieser war mit Ketten an schwere Gewichte gefesselt und alleine war Langdon nicht stark genug ihn herauszuziehen. Das kalte Wasser betäubte langsam seine Muskeln. Robert nutze seine Kampfsporterfahrung und wich geschickt den Schlägen des Arabers aus, konnte aber selbst keinen Treffer landen, da der Mörder ebenfalls kampferfahren und stark war. Nach ein paar Minuten war klar, dass der Kardinal ertrunken war und der Illuminatus zog sich zurück. Er kämpfte sich zum Lieferwagen durch und brauste in die Nacht davon. Erschöpft zogen die zwei Männer den Leichnam aus dem Wasser. Auf seiner Brust fanden sie die erwartete Brandwunde vor: WATER. „Jetzt bleibt uns nur noch eine Chance. Wir müssen das Versteck der Illuminati finden und zwar bevor er Vittoria oder Jordan etwas antun kann!“, sagte Langdon. „Ja, aber welche dieser Statuen ist die Richtige? Ich sehe hier nirgends eine Engelsstatue und laut dem Gedicht führen uns die Engel ans Ziel.!“, meinte Robert. „Oben auf dem Obelisken ist eine Taube, der Friedensengel. Sie wird uns die Richtung zeigen!“, überlegte Langdon. Sie blickten hinauf und drehten sich in die Richtung, in die die Taube zeigte. Der Professor kletterte den Steinblock in der Mitte hoch und erkannte das Castel Sant’ Angelo, die Engelsburg. Das passte wie die Faust aufs Auge. Langdon konnte gar nicht glauben, wie sehr alles miteinander verbunden war. Er sprang zurück ins Wasser und mit dem Citroen, mit dem sie gekommen waren, fuhren sie eilig zur Engelsburg.

Das Falkenmonster konnte sich nicht mehr wehren, so schnell folgten die Schwerthiebe des Sonnen Biest Megazords. Falconia war am Ende. Aus Verzweiflung erhob sie sich ein letztes Mal in die Luft und stürzte wie ein Raubvogel auf den Zord hinab. Chris nutzte das und setzte zur finalen Attacke an: „Drachenfeuer!“, rief er. Aus dem Drachenkopf auf der Brust kam eine gewaltige Feuerfontäne, die Falconia in der Luft traf. Dort explodierte sie schreiend. Der blaue Ranger sprang aus dem Megazord, welcher sofort darauf verschwand. Dann ging er zum Sonnentempel zurück, um zu erfahren ob Robert und Jordan schon zurückgekehrt waren.

Aber die zwei steckten immer noch im Buch fest. Robert und der Professor hatten sich inzwischen Zutritt zur Engelsburg verschafft. Sie waren in einem großen, dunklen Raum aus nackten Steinwänden gelangt und hatten den schwarzen Lieferwagen des Mörders gefunden. Aber wie es nun weitergehen sollte, wussten sie nicht, denn es gab nur einen Eingang. Da entdeckte Langdon eine Blutspur, doch die führte direkt zu einer Ecke und schien durch die Wand hindurch zugehen.
In der Dunkelheit war es kaum zu erkennen, aber Robert sah in der Wand eine schmalen Spalt. Er ging hindurch und sagte: „Die Wände überlagern sich, hier gibt es einen Gang!“ Langdon folgte ihm. Eilig gingen sie weiter, liefen eine Steigung hinauf und erreichten einen Raum der mit Fackeln erhellt wurde. Zur rechten befanden sich Zellen mit verrosteten Gittern, in denen Kardinalsgewänder und Brandeisen lagen. Hier wurden sie festgehalten, also muss der Mörder ganz in der Nähe sein!, dachte Robert. Zur linken befand sich eine schwere Eisentür, über der die Worte Il Passetto standen, ein geheimer Tunnel der direkt in den Vatikan führte, wie Langdon wusste. Und ihnen gegenüber war eine Holztür mit einem Engel darüber, die alte Kirche der Erleuchtung, das Versteck der Illuminati. „OK, wenn wir drin sind dann kümmere ich mich um den Mörder und Sie versuchen Vittoria und Jordan zu befreien!“, flüsterte Robert. Der Professor stimmte zu und gemeinsam stießen sie die Tür auf.
„Weißt du, mit diesem Messer habe ich deinem Vater sein Auge herausgeschnitten!“, sagte der Araber zu Vittoria, die gefesselt vor ihm lag und fuchtelte mit einem silbernen Klappmesser vor ihrem Gesicht herum. „Du hättest hören sollen, wie er geschrien hat!“, verhöhnte er sie weiter und genoss das Gefühl von Macht, dass er über sie hatte. Plötzlich war ein Knarren zu hören und die Tür wurde aufgestoßen. „Lass sie in Ruhe!“, rief Langdon zornig, als er Vittoria und den Araber sah. „Ah, die beiden Amerikaner. Ihr habt es doch bis hierher geschafft, dass hätte ich nicht gedacht.“, meinte der Assassine, „Aber ihr stört mich gerade bei meinem Spaß, also werden unsere Aufeinandertreffen hier enden!“ Er betrachtete die beiden noch immer nicht als ernste Gefahr. Ruckartig richtete sich der Mörder auf warf das Messer nach Robert. Der konnte jedoch schnell ausweichen und sagte herausfordernd: „Nur wir beide!“ Dann ging er auf den Araber zu und verwickelte ihn in einen Kampf. Er lockte ihn von den Gefangenen weg, zur anderen Seite des Raumes.
Langdon ging zu den Frauen und betrachtete dabei den Raum. Sein Leben lang hatte er sich mit den Illuminati beschäftigt und nun war er in ihrem Versteck. Direkt gegenüber der Tür war ein Balkon mit Blick auf den Petersdom. Die Wände waren mit Fresken und verblichenen Zeichnungen geschmückt. Rechts lagen Vittoria und Jordan und links standen allerlei alter Möbel. Er kniete sich hin und versuchte die Fesseln zu lösen, hinter ihm tobte der Kampf weiter.
Robert wich geschickt den Attacken des Arabers aus und landetet seinerseits Treffer. Doch sein Gegner war offensichtlich an Schmerzen gewöhnt und kämpfte einfach weiter. Er war zudem stärker als Robert und als er seine Verteidigung durchbrach, spürte der Kampfsportler seine ganze Kraft. Die Kämpfenden bewegten sich immer mehr in Richtung Balkon, als hinter ihnen plötzlich Langdons Stimme zu hören war, der Vittoria von etwas abhalten wollte. Diese hatte sich eine brennende Fackel von der Wand geholt und rammte das Feuer in den Nacken des Arabers. Der schrie laut auf, drehte sich um und wollte Vittoria packen. Aber diese holte erneut aus und es gab ein Zischen, als sie das rechte Auge des Manns traf und es verbrannte. „Auge um Auge!“, fauchte sie und konnte endlich ihren Vater rächen. Jordan kam hinzu gemeinsam schleuderten sie den Mörder über den Balkon. Man hörte das Krachen von Knochen und der Araber war tot. „Sehr schön und damit hättet ihr nicht warten können, bis er uns das Versteck der Bombe verraten hätte?“, meinte Robert. Er konnte deswegen so locker über den Tot des Mannes reden, weil er ein eiskalter Killer gewesen war und zudem nur in einem Buch existierte. „Danke der Nachfrage. Ja uns geht’s gut und ist nichts passiert!“, sagte Jordan bissig. „Wie dem auch sei.“, warf Vittoria schnell ein, „Dieser Kerl hat gesagt, dass der Anführer der Illuminati noch vorhat den Camerlengo zu brandmarken! Wir müssen schnell zurück und das verhindern, ganz zu schweigen davon das wir die Antimaterie noch finden müssen!“ „Dann nehmen wir den Passetto! Er wird uns direkt in den Vatikan bringen!“, meinte Langdon und setzte sich schon in Bewegung. Zusammen gingen sie in das Vorzimmer, rissen eine weitere Fackel von der Wand und betraten den Tunnel durch die Eisentür. Diese war wie vermutet unverschlossen.
Den ganzen Weg rannten sie den dunklen Tunnel entlang, bis sie vor einer weiteren Eisentür stehen blieben. Diese führte in die Privatbibliothek des Papstes und war verschlossen. Mit der bereits erloschenen Fackel hämmerten sie dagegen und rief um Hilfe.
Leutnant Chartrand stand vor der verriegelten Tür des Camerlengos und hielt mit drei weiteren Gardisten Wache. Auf Befehl von Hauptmann Rocher hatte er den Generaldirektor von CERN, Maximilian Kohler und Chef von Vittoria, zum Vertreter des Papstes gelassen. Plötzlich hörte er dumpfes Klopfen und leise Stimme vom anderen Ende des Ganges. Alleine rannte er zur Bibliothek des verstorbenen Papstes und blieb vor einer großen Stahltür stehen. Dort steckten zu seiner Verwunderung vier Schlüssel in ihren Schlössern. Er drehte sie herum und öffnete die Tür. Es kamen vier erschöpfte Personen herausgeplatzt. „Der Camerlengo ist in Gefahr!“, rief Langdon nur und schon machte Chartrand auf dem Absatz kehrt und rannte zurück, gefolgt von den anderen. Doch zu spät! Schreie ertönten aus dem Zimmer des Camerlengos. Die Gardisten traten die Tür ein und sahen, wie sich Camerlengo Ventresca auf dem Boden wand. Neben ihm lag ein orange glühendes Brandeisen. Dahinter in einem Rollstuhl sitzend, Maximilian Kohler mit einer Waffe in der Hand. Der Leutnant handelte sofort und schoss auf Kohler. Der sank in seinem Rollstuhl zusammen. Da kam der Hauptmann hereingestürmt. „Illuminatus, Illuminatus!“, schrie Ventresca und deutete auf Rocher, der bereits seine Waffe auf den Verletzten richtete. Chartrand reagierte sofort und erschoss auch seinen Vorgesetzten.
Vittoria konnte nicht glauben, das ihr Chef der Anführer der Illuminati sein sollte. Langdon kniete nieder um das Brandeisen genauer zu begutachten, es war quadratisch und bestand aus den Wörtern Earth, Air, Fire und Water. Da reichte Kohler dem Professor einen kleinen Camcorder herüber, bevor er endgültig einsank.
„Ich habe unserem Piloten Bescheid gegeben Vater, ein Helikopter wird sie unverzüglich ins Krankenhaus bringen!“, sagte der Leutnant zum Camerlengo. Dieser gab jedoch völlig wirres Zeug von sich, anscheinend waren die Schmerzen der Brandwunde zu groß. „Die Bombe, im Grab des Heiligen Petrus! Gott hat zu mir gesprochen, er hat es mir gesagt!“, rief er hastig. Und dann sprang er auf die Beine und rannte davon, in Richtung des Doms, wo in einer Vertiefung ein Durchgang zur Nekropole führte, der Stadt der Toten. Der Ort an dem alle Päpste begraben waren, darunter auch der Erste, Petrus. Verunsichert rannte auch Chartrand mit seinen Gardisten hinterher, gefolgt von Robert und den anderen. Als sie in die Vertiefung kamen, führte durch einem Gitter eine Treppe hinunter und von da diverse dunkle Gänge und Räume voller Gräber zum allerheiligsten Schrein des Christentums. Das Grab des Heiligen Petrus und mitten auf dem bereits verfallenen Sarkophag stand die Bombe, eine Lichtquelle und eine Kamera. Das Display zeigte nur noch knappe neun Minuten an. „Wir müssen sie hier unten lassen, wo die Explosion am wenigsten Schaden anrichten wird! Draußen auf dem Petersplatz sind unzählige Menschen die wir nicht in Gefahr bringen dürfen!“, meinte Vittoria. „Nein!“, entschied der Camerlengo und griff sich den Behälter, in dem eine kleine silberne Kugel zu schweben schien. Er rannte damit zurück. „Was tut er da, er wird alle umbringen!“, schrie Vittoria. Alle Mann rannten dem Priester nach.
Der Camerlengo rannte mit der Bombe über den Petersplatz, wo ihm ängstlich die Leute auswichen. Er ging zum Helikopter, der ihn eigentlich ins Krankenhaus hätte bringen sollen, zerrte den Piloten heraus und startete die Maschine. Er wollte sich wohl selbst zum Wohle aller opfern. „Mein Gott!“, stieß Langdon hervor, als er das sah. Er wollte schon hinterher, doch Robert hielt ihn zurück.
Der Helikopter stieg immer höher und kurz bevor die Bombe detonieren würde, wurde der Autopilot aktiviert und Carlo Vantresca sprang mit einem Fallschirm ab. Dann ging die Bombe hoch und grelles Licht zerriss die Nacht. Eine Druckwelle fegte über den Platz und riss die Menschen von den Füßen. Es gab einen ohrenbetäubenden Knall. Und dann war alles vorbei. Camerlengo Ventresca segelte bewusstlos zu Boden, mitten in die Menschenmasse hinein. Und wie durch ein Wunder hatte der den Sprung überlebt! Die Menschen jubelten.
Später dann befanden sich Robert, Jordan, Vittoria und Langdon im Büro des verstorbenen Oberst. Langdon hatte immer noch den Camcorder von Kohler und fragte sich, warum er ihn bekommen hatte. Er klappte das Display auf und schaute sich die letzte Aufnahme an. Dann zeigte er es den anderen. „Hier, seht euch das an!“ Die Aufnahme zeigte wie Kohler den Camerlengo zur Rede stellte, denn angeblich sollte der junge Priester selbst den Mörder beauftragt haben. Die Illuminati waren nicht zurückgekehrt, sondern Carlo hatte sich nur als deren Anführer ausgegeben und dem Auftragskiller alles eingeredet. Er hatte das alles eingefädelt, weil er in den neuen wissenschaftlichen Errungenschaften eine Gefahr für die Kirche sah. Er selbst hatte den Papst getötet, seinen eigenen Vater! Er selbst hatte sich gebrandmarkt! Alles war seine Schuld! Kohler hatte das herausbekommen und den Hauptmann in Kenntnis gesetzt.
„Der Camerlengo hat das alles getan?! Großartig, dass nimmt mir jetzt den letzten Spaß an dem Buch!“, beschwerte sich Robert. „Was meinen Sie damit?“, fragte ihn Langdon. „Nichts weiter!“, sagte Robert dann schnell. Bevor Vittoria dazu noch etwas erwidern konnte, wurden Robert und Jordan plötzlich von weißem Licht umhüllt und waren verschwunden.
Sie tauchten im Sonnentempel wieder aus dem Buch auf. Sie hatten es geschafft und das Ende der Geschichte erreicht! „Wow, dass ging jetzt aber schnell.“, sagte Jordan. „Gott sei Dank, ihr seid wieder da!“, rief Chris, der im Tempel auf sie gewartet hatte. „Ja, schön das du versucht hast uns da raus zu hohlen!“, meinte Robert. „Hey, ich wusste nicht wie und außerdem musste ich mich um einen Monstervogel kümmern der Jericho bedroht hat.“, verteidigte er sich. „Schon gut.“, meinte Jordan, „Nur von Illuminati will ich jetzt eine Zeit lang nichts mehr wissen.“ „Du vielleicht nicht, ich aber schon. Und hoffentlich kann ich es jetzt in Ruhe lesen!“, sagte Robert und holte sich sein leicht beschädigtes Buch zurück.

Ende

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Castle: "Es gibt zwei Sorten von Menschen die darüber nachdenken, wie man am besten Leute tötet: Psychopathen und Krimiautoren. Ich gehöre zur besser bezahlten Sorte."


31. Jan 2012, 13:37
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